Endlich, ein neues Faithless-Album! Tja, da hatte ich gehofft, dass Faithless da weiter machen, wo sie vor dreieinhalb Jahren aufgehört hatten. Aber denkste, das neue Album ist eine satte Enttäuschung!
Gerade mal vier von elf Tracks schaffen es mit Mühe an die Highlights des letzten Albums "To all new arrivals" anzuschließen. Damals war Sister Bliss im Mutterrausch und das merkte man dem Album an, das Glück und die Freude. Davon ist auf "The dance" nichts mehr zu hören, gähnende Langeweile, trostloses Einerlei, nichts, was einen irgendwie anmacht, geschweige denn ein Hit. Ich beschränke mich auf die vier besseren Tracks, als da wären "Comin around", "Flyin Hi", "Sun to me" und dank Dido der Lichtblick "North Star". Der Rest ist schlichtweg langweilig, alles schon besser da gewesen. Maxis Stimme wird immer glatter, Sister Bliss` Keyboards immer einfallsloser, andere Instrumentalisten fehlen völlig. Und unter den Vokalisten kann nur Dido wirklich überzeugen. Der Reggae-Titel "Crazy bal`heads" ist ein echter Fremdkörper, die Vocals von Neil Athur auf Track 2 nerven, Mia Maestro auf Track 7 klingt wie Madonna und kommt bei weitem nicht an Cass Fox mit "Music matters" heran. Da bleibt nur noch Dido, die aber auch nur auf "North Star" überzeugen kann und auch nicht die Stimmung von "Last this day" erzeugen kann. Traurig das Ganze, zumal dann auch die Texte im Booklet fehlen und stattdessen Phrasen von Maxi wie "Love is a wonderful thing, and if you love yourself half as much as I love you ... this would be a wonderful thing" das Cover zieren. Faithless waren einmal richtig gut, vor allem ihre Live DVD und "To all new arrivals". Heute sind sie nur noch der Schatten ihrer selbst, aber das ist nach fast 14 Jahren vielleicht auch kein Wunder. Schade, Schade ...