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Verrat an der Szene? Ausverkauf? Halte ich nicht für angemessen solche Worte angesichts dieses Release in den Mund zu nehmen. Mainstream ist das beim besten Willen nicht, eher eines der am meist Polarisierenden Alben, die in den letzten fünf Jahren erschienen sind, das sieht man vor allem an den unterschiedlichen Rezensionen.
Aber erst mal von vorn. Wenn man den ebenfalls ausgezeichneten Vorgänger betrachtet, ist das wohl so was wie die logische Konsequenz, die Weiterentwicklung der beiden Masterminds Fenriz und Nocturno Culto. Aber wohin? Ist das ein Schritt nach vorne, in Richtung der kosumierenden Massen im Mainstreambereich? Kann man ein solches Album wirklich mit Bands wie Six Feet Under oder Dimmu Borgir vergleichen? Nicht wirklich, denn was hier aus den Boxen dröhnt ist rotzig, frisch, dunkel, brutal, monoton, Abwechslungsreich und verdammt gut! Das ist genau die Mucke, mit der vor ca. 17 Jahren Bands wie Bathory, Celtic Frost oder die unvergesslichen Vovoid den Black Metal, so wie wir ihn jetzt kennen ins Leben gerufen haben. Nein das sind auch keine Punk-Riffs, sondern Thrash-Riffs, so hat man früher gespielt...
Eines der stärksten Black-Metal Releases der vergangenen Jahre ist uns hier Präsentiert worden, und warum können das die beiden Norweger so gut? Weil sie einfach drauf los spielen, ohne Rücksicht auf irgendjemand zu nehmen, so schaffen sie es diesmal sogar einen Teil der treuesten Fans ein Album zu kredenzen, an dem selbst der größte Darkt Throne Fan ordentlich zu Verdauen hat. DAS ist wirklich True. Nicht die neuen Releases von Gorgoroth, Nattefrost oder 1349 (zweifelsfrei keine schlechten Bands, aber eben NICHT echter Black Metal aus der Gründungszeit).
Beste Beispiele sind "Graveyard Slugs" mit ziemlich kranken Gesang und leichten Rockanleihen, "Atomic Coming", eine Mischung aus dem 80er Jahre Trash a la Sodom oder Venom (auch oft als Mitbegründer der Black-Metal Szene gehandelt...) mit Dark Throne mäßigem Sound oder "The Cult is Goliath" welches auch auf der "Aske" von Burzum hätte auftauchen können.
Vor allem aber ein Album, das erst nach einigen Durchläufen voll und ganz überzeugt, aber dann die Überzeugung lange anhalten kann.
Meiner Meinung nach ist dieses Album schon fast ein Meilenstein und hätte eine änliche Releaselawine ausglöst wie damals "Dark Medieval Times" von Satyricon, wäre es zu einem früheren Zeitpunkt releast worden, ich denke in der heutigen Zeit werden sich bei weitem nicht so viele Metalfans mit diesem Album anfreunden können.
Ein Punkt Abzug, weil mal wieder nicht die 40-Minuten Marke überschritten wurde.
Warum?
- Das Album ist mal wieder in alter Darkthrone Weise produziert worden, d.h. nicht mit Effekten überladen und hört sich eher nach einem Rohmix an, als wie ein Endprodukt. Jedoch genau diese Qualität der Scheibe gibt ihr das gewisse etwas.
Man bekommt hier 10 Lieder in bester Darkthrone Manie vor den Latz geknallt und auch nach mehrmaligem Hören wird das Album nicht langweilig!
Leute, die Darkthrone lieben, werden diese CD lieben! Leute die Darkthrone nicht mögen, denen rate ich die Finger von dieser CD zu lassen! Leute die gute "Mixes" bevorzugen... auch ihr lasst die Finger von dieser CD!
Allen andren rate ich zum Kauf!
Ich fand so manche Veröffentlichung davor relativ uninteressant. Lesen Sie weiter...
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