Die Jahre 1983 und 1984 waren die Jahre in denen ich über ein Paar Meilensteine stolperte: U2's War und Live Under A Blood Red Sky Veröffentlichungen, Simple Minds Sparkle In The Rain und eben dieses: Big Country - The Crossing, hinter all diesen Veröffentlichungen stand ein und derselbe Produzent: Steve Lillywhite - nach wie vor für mich einer der besten Produzenten, da er offensichtlich in der Lage ist, einer Band Luft und Raum für ihren eigenen Sound zu lassen - der keinen Stempel auf die Musik oder die Arrangements setzen will - zugestanden - alle Studio Alben der angeführten Bands hatten doch ein Trademark: der Klang war roh und fast als "Live" zu bezeichnen.
The Crossing macht da keine Ausnahme, und das ist gut so, sehr dynamisch, rhytmisch stark variierend und wahnsinnig melodiös tönt die Musik aus den Boxen.
Mark Brzezicki ist für mich einer der besten Schlagzeuger die ich kenne, er harmoniert toll mit Tony Butler am Bass, er setzt so dermassen viele rhytmische Highlights - einfach klasse.
Hört man offizielle Live Alben der Band, so fällt auf, dass Big Country mühelos den Sound der Studio Alben auf die Bühne bringen, dass macht für mich auch den Reiz der Band und der Alben aus - hier ist nichts gekünstelt, hier regiert musikalisches Können, gepaart mit kompositorisch ausgereiften Songs.
The Crossing steckt voll von guten Songs, guten Texten, zusammen mit dem Nachfolger Steeltown bildet The Crossing den Höhepunkt von Big Country - so gut waren sie später nie wieder, obgleich auch fast alle anderen BC Veröffentlichungen sehr gut sind.
Das vorliegende Remaster wurde klangtechnisch etwas aufgepeppt, ein Vergleich zum originalen Vynil kann ich leider nicht machen, da ich das Vynilalbum leider nicht mehr besitze.
Anspieltipps: Big Country, Inwards, Chance, Fields of Fire & Porrohman.
Die zweite CD ist mehr etwas für Komplettisten, aber aus dem Blickpunkt der Bandgeschichte auch recht interessant.
Insgesamt ein tolles Release!