Arthur Brown ist zweifelsohne eine lebende Legende. Der Mann ist mittlerweile 59 Jahre alt und veröffentlicht nach wie vor Rockmusik. Bekannt wurde er mit diesem Album. The crazy world of Arthur Brown erschien 1968 und enthielt mit Fire gleich einen Nr. 1 Hit. Die hier vorliegende CD Fassung wirkt durch die vielen Bonus Tracks nicht mehr ganz so einheitlich wie das Original, dies soll aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Musik noch immer erste Sahne ist. Der spätere Atomic Rooster Keyboarder Vincent Crane liefert ein ebenso aggressives wie schräges Orgelspiel, darüber liegt Arthur Brown's abgedrehte, oktavenübergreifende Stimme. Zuweilen wird der Sound, wie das in den Jahren vor der Erfindung des Synthesizers üblich war, durch Bläser aufgelockert. The crazy world of Arthur Brown ist, obwohl es sich seinerzeit extrem gut verkaufte, ein wirklich freakiges Album. Die Musik ist energiegeladen und vermittelt den ungeheueren Spaß, den die Musiker zu dieser zwanglosen und unkonventionellen Zeit hatten. Nach Fire konnte nichts besseres, zumindest nichts erfolgreicheres mehr kommen. In den 70-ern spielte Arthur Brown mit seiner Band Kingdom Come progressiven Rock, in den 80-er und 90-er Jahren lag sein musikalisches Spektrum zwischen elektronischer Experimentalmusik und traditionellem Blues. Der Mann ging niemals kommerzielle Kompromisse ein oder ließ sich auf einen einzigen musikalischen Stil festlegen. Dieses Debutalbum gehört zum besten, was die Rockszene in den 60-ern zu bieten hatte. Muss man haben!