Banister zeigt zunächst ein Ablaufdiagramm des Buchbindevorgangs. Sein Buch enthält zahlreiche Abbildungen, Grafiken und Konstruktions-Zeichnungen von Buchbinderwerkzeugen. Eine der Explosionszeichnung zeigt zum Beispiel Teile und Maße (in inches!) einer Spindelpresse. Weitere Zeichnungen zeigen die Konstruktion eines Buchbinderhobels, einer Klemmbindehilfe, einer Buchpresse mit Gewindestangen und Flügelschrauben und einer einfachen Heftlade. Die meisten gezeigten Geräte lassen sich problemlos selbst bauen. Der Autor zeigt Sinn fürs Praktische und empfiehlt, zunächst im Haushalt vorhandene Geräte und Werkzeuge für Buchbindearbeiten zu nutzen und nicht gleich neue Werkzeuge anzuschaffen. Bannister stellt die benötigten Verbrauchs-Materialien vor. Er zeigt und erklärt alle Arbeitsvorgänge: das Heften der Lagen, das Beschneiden des Buchblocks, Herstellen der Buchdecke und Einhängen des Buchblocks in die Buchdecke. Die Arbeit an der Heftlade ist mit sehr aussagekräftigen Abbildungen illustriert. Ausführlich erklärt werden das Heften auf Bünden, Heften auf versenkten Bünden, die außenliegende Heftung nach japanischer Art und das Lumbecken. Bannister zeigt unterschiedliche Heftstiche. Er erklärt Halbleinen und Lederband, zeigt sehr anschaulich und gut illustriert das Arbeiten der Buchecken, das Zuschneiden und Verarbeiten des Einbandmaterials für einen Band mit Leinenecken und das Stechen des Kapitals. Weiter stellt der Autor Werkzeuge für die Beschriftung der Buchdecke vor. Ein sehr kurzes Kapitel behandelt Buchreparaturen.
Der Nachdruck eines Buches von 1975 lässt keine Wünsche offen. Einige der gezeigten Werkzeuge und Arbeitsgänge sind in Deutschland weniger gebräuchlich; manche der Schwarz-Weiss-Fotos leider recht klein geraten. Trotz dieser Einschränkung bietet Banister ein anschauliches und sorgfältig illustriertes Lehrbuch des Buchbindens für interessierte Laien.