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Framed by matriarch Enid Lambert's attempts to gather her three grown children back home for Christmas, The Corrections examines their lives: Enid's husband Alfred, sinking into dementia, her sons banker Gary and writer Chip (now in Lithuania) and daughter Denise, a chef, busily re-evaluating her sexual identity.
With these characters, Franzen gives himself plenty of room to examine the foibles, fears, hopes, anxieties and neuroses of 21st-century American life and the mad Lithuanian subplot provides some real laughs. But most striking and surprising about The Corrections is its reassuring normality. Despite all its well-signposted dysfunction, this remains at heart a big sprawling family saga, with all the security that implies. The book closes with Enid noting "that current events in general were more muted or insipid nowadays than they'd been in her youth" during the Great Depression of the 1930s. Now, "disasters of this magnitude no longer seemed to befall the United States". It's a line Franzen couldn't have written after 11 September, 2001--and, perhaps because of its now forgotten confidence, The Corrections is a book that readers will take to their hearts.--Alan Stewart -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Vermutlich sind Popautoren entweder Kinder reicher Eltern oder selbst ganz froh, dass sie dem Mittelmaß durch ihren tollen Kreativjob (writer) entkommen sind. Sie wollen es nicht mehr wissen. Wenn sie schreiben, amen sie bestenfalls den Habitus der Verlegerkinder und Millionenerben nach.
Ein Zeitungsartikel hat mich dann aber doch recht neugierig auf den Roman des amerikanischen Journalisten Franzen gemacht. Sein Thema: das Elend des Mittelstandes. In 'The Corrections' versuchen die drei Kinder eines kleinen Ingenieurs und einer Hausfrau aus dem Kleinstadtmief des Midwest zu entkommen. Sie zieht es in die Städte der Ostküste. Alle drei wollen die Fehler ihrer Eltern in ihrem eigenen Leben korrigieren. Schlechter Sex, Bausparvertrag statt Aktien und immer die falschen Bücher gelesen – das muss sich im Amerika der neunziger ändern lassen, jeder schafft es, wenn er nur will. Dass sie bei ihren Korrekturen scheitern müssen, wird schnell klar.
Genial ist die Detailfreude, mit der Franzen die Welt der Mittelstandsflüchtlinge beschreibt, so gesehen, ist er Popautor. Eine Reise durch die P.C.- verrückten Universitäten der neunziger, dem kurzzeitig explodierenden Wohlstand der Kleinaktionäre, den Abgründen der Dienstleistungsgesellschaft. Niemals anklägerisch, aber immer dahin, wo es richtig weh tut.
Von der resignierenden Grundstimmung her ähnelt 'The Corrections' am ehesten noch Houellebecq, vom Umfang und der Vielschichtigkeit der Geschichte eher den Klassikern des bürgerlichen Bildungsromans, der Vergleich mit den Buddenbrooks liegt nicht ganz falsch - jutet Buch!
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