...gefühlt ist es lange her, dass die Jungs aus St.Louis ein Album veröffentlicht haben und ein Blick auf die Uhr verrät: zwei Jahre warens.
Auf das Debut "Page Avenue" -welches ich in meiner >Jugend< [ich bin immer noch jung] absolut gerne gehört habe und heute einer meiner persönlichen Evergreens ist- folgte "In the Wake of Determintation". Politisch motiviert ,hart, laut, und aggressiv-nicht die SOTY, die ich kannte. Aber einige gute Songs waren dabei muss man sagen und man gewöhnte sich an den neuen Stil. Es waren einfach harte Zeiten ;-)
Das bessere "ItWoD" folgte dann mit "The Black Swan". Powerhymmnen, gesellschaftskritische Texte und Sing-alongs.
Jetzt, 2010, kommt nun also "The Constant". Vor einiger Zeit erschien das gesamte Album auf ihrer Myspace zum durchhören. Kein neuer Stil, aber meiner Meinung nach eine würdige Fortsetzung. Keiner der Songs würde so recht auf "The Black Swan" passen, dafür ist die Stimmung doch zu neu.
"I'm alive" war recht früh zu hören, und der Refrain hat Ohrwurmpotenzial. Die anderen Songs bringen auf jeden Fall neuen Wind in die ganze Geschichte, auch wenn das Rad auf keinen Fall neu erfunden wird (ein typischer Satz für eine Rezension, aber schlecht muss es ja nicht sein).
[Für alle die an dieser Stelle nicht weiterlesen wollen: Auf der Mypsace Seite der Band sind noch einige Songs zu finden; Anspieltips: The Chilren sing, I'm alive, Holding on to you, Time goes on]
Viele Lieder haben zwei klare Aspekte: einen harten Rhythmuspart auf der einen, und melodische Refrains, ruhige Strophen und Mitsingqualität auf der anderen Seite. Diese Lieder sind also nicht einfach nach Schema-F durchgeplant. Wer jedoch Solos sucht, wie SOTY es auf "ItWoD" angefangen haben, kommt nicht ganz auf seine Kosten. SOTY lebt einfach nicht von Solos, sondern mehr von Riffs/Themen und Dans Engergie. Nicht jeder Gitarrist kann gute Solos spielen (ist auch nicht nötig, finde ich)
Doch schauen wir mal auf die einzelnen Songs (in der Kürze liegt die Würze):
1. The Children sing (8/10)
Hartes Intro (Instrumente), Kinderchor, schweres Hauptthema, melodische Singparts (also wie oben beschrieben), kleines Solothema. Gute Atmosphäre. Gute Lyrics/wichtiges Thema
2.The Ghost of You and I (7/10)
Cooles Introriff, ruhige Strophen, textlich nicht herausragend muss ich sagen, eingängiger Refrain. Powerhymmne
3. I'm alive (8,5/10)
Anfangs sehr ruhig, steigert sich zum Refrain, der einfach ein Ohrwurm ist. Textlich gut zum Debut Album einzuordnen.
4.The Burial (7/10)
Sehr politischer Song, ergo ganz im Stil von "In the Wake of Determination". Das wird live drücken ;-)
5.The Dream is over (6,5/10)
Anfangs recht unspektakulär, aber eingängiger PreChorus und Chorus (Titel=Thema). Gutes Tempo. Solo!...aber nichts weltbewegendes. Zum Ende wird der Refrain gut moduliert
6.Remember the Time (9/10)
Intro gibt den Ton im ganzen Song an, ruhige Strophe. Mitsingbombe! Der Refrain wird zum Ende hin mehrfach wiederholt, jedoch immer genial variiert. Lyrisch mittelmaß...einfach "Page Avenue"-mäßiger Text. Aber einer meiner Favouriten
7. Holding on to you (10/10)
Sehr cooles Klavierintro. Ruhige Strophe, jedoch mittleres Tempo. Power-Refrain, lyrisch gut gemacht. Wenn Dan die Power live durchält, gibt es Gänsehaut!
Spielt bei mir ganz oben mit, das gibt ein Fleißigbienchen
8.Won threw ate (7,5/10)
Aggresives Intro, Energie pur. Kritischer Text, klare Message. Melodische Bridge am Ende, die sich gut ins Tempo und die Stimmung einfügt
9. Ten Years Down (8,5/10)
Typischer SOTY Song: kleines Riff durch den gesamten Song, eingängier Text und typische Stimmführung.
10. Time goes on (10/10)
Prinzipiell wie "Message to the World" und "Ten Years Down". Gute mehrstimmige Shouts, den Refrain singen Dan und Phillip zusammen, einfach Bombe! Ohrwurm. Livemagnet.
11. Eye for an eye (7/10)
Schnell und hart, sehr kondensiert. Guter Text. Ist definitv das Pendant zu "Meathead"
Gemittelt gibt es eine Wertung von ziemlich genau 8/10 Punkten. Wie oben schon erwähnt, bringen Story of the YEar mit "The Constant" etwas neue heraus, erfinden sich jedoch nicht selbst. Ich bin mit dem Album sehr zufrieden und kann nicht meckern. Viele wollen immer etwas Neues hören, aber das ist für eine Band auch immer ein Risiko. Entwicklung ja, aber sich völlig neu erfinden ist nicht der beste Weg. Als Fan mag ich SOTY für das was sie sind, und nicht für das was sie sein könnten.
Von mir gibts 'nen Daumen und solange die Alben erfrischend sind, brauchen sie keinen neuen Stil ;-)