Unfassbar. Ich habe ein Lexikon gelesen. Nicht etwa ein Wort nachgeschaut oder ein wenig geschmökert, nein. Ich habe mich in meinen Lieblingssessel zurückgezogen und ein Nachschlagewerk vom ersten bis zum letzten Eintrag gelesen. Dabei wollte ich doch nur einen kurzen Blick auf die Verarbeitung werfen und es dann in mein Bücherregal stellen, auf dass es mir wertvolle Dienste leiste... im Notfall.
Unfassbar. Ich habe ein Lexikon gelesen. Dabei wollte ich mir doch nur die erste Seite ansehen, um herauszufinden, ob sich die Investition gelohnt hat. Mal sehen... Abyss... Adanedhel... alles klar, hab ja gerade erst "The Children Of Hurin" gelesen... Was? Aduial? Aha, siehe Undóme... blätter, blätter... kurz ein Schluck Kaffee... da ist es ja. Verstehe, verstehe... jetzt aber wieder zurück zu A. Was haben wir denn da? Aglarond. Mit Illustration, und was für eine! Leichtes Stechen im Rücken, Krampf im Oberarm bahnt sich an... Ganz schön schwer dieses Buch, vielleicht doch lieber mal hinsetzen...
Unfassbar. Ich habe ein Lexikon gelesen. "The complete guide to Middle-earth" ist allen Tolkien-Fans wärmstens ans Herz zu legen, sofern sie mit seinem Werk im Original vertraut sind. Auf über 500 Seiten finden sich 26879 Einträge (oder so) über Tolkiens Hauptwerke, eine Chronologie des ersten Zeitalters, Stammbäume der Protagonisten und nicht zuletzt 50 teils begeisternde, teils beschämende Illustrationen von Ted Nasmith. Und das alles in einem wirklich prächtigen (und mächtigen) Band, der den doch mûmakilen Kaufpreis beinahe schon rechtfertigt.