Wenn ich mir vorstelle, dass ein sechsjähriges Kind diesen Film anschauen würde, dann tut mir dieses leid. Normalerweise sind 6-Jährige noch bewahrte Kinder. Der Film wird ihre Unschuld verletzen!
In diesem Film geht es um die Beziehung eines Zwölfjährigen zu seinem kettenrauchenden, alkoholsüchtigen Nachbarn, der sich in den letzten Tagen seines Lebens befindet. Der Junge (Danny) soll auf ihn aufpassen, dabei verrät er dem Alten (John Hurt), dass er auf einen Sendemast klettern will, der demnächst abgerissen wird. Der Alte hilft Danny, indem sie an Seilen gemeinsam Steine nach oben befördern, die den Jungen später von alleine hochziehen sollen.
Eigentlich möchte der alte Kauz sterben (wie ein Mann, wie er sagt) und deshalb will er sich erschießen! Der Junge (Danny) soll ihm dafür eine Waffe besorgen, die im Schlafzimmerschrank seiner im selben Haus wohnenden Schwiegertochter liegt. Nach langem Widerstreben gibt Danny nach und holt sie, dabei erwischt er die Schwiegertochter mit dem katholischen Geistlichen des Städtchens bei einem Schäferstündchen. Der alte Kauz weigert sich vehement sich im letzten Moment noch taufen zu lassen, flucht was das Zeug hält und verkündet dem Jungen, dass er seine Schwiegertochter auch gerne einmal ... würde.
Soweit die Handlung. Diese ist noch irgendwie akzeptabel, völlig unakzeptabel für einen Kinderfilm sind die verbalen Entgleisungen des Alten, zwei Szenen der Schiegertochter mit blankem Busen, und die Beihilfe zur Selbsttötung des Jungen! Für "ab 6 Jahre" völlig ungeeignet, ja eigentlich verantwortungslos! Selbst für 12-Jährige ist der Streifen kein Film der für Erziehung und Förderung dienlich ist, eher hilft er zur Banalisierung und Relativierung von Süchten, Sünden und Gefahren.