Mark Sway, ein elfjähriger Junge aus der sozialen Mittelschicht, will nur eine gute Tat begehen und ein Leben retten, als er den Schlauch aus dem Auspuff des Wagens zieht, in welchem sich Jerome (ein lebensmüder Anwalt) zu vergasen versucht. Damit fängt der Schlamassel an. Fortan muss der ansonsten so coole Knirps sich gegen Polizei und Mafia wehren (nicht ohne Anwältin Reggie Love), muss einen Mordverdacht und eine Morddrohung über sich ergehen lassen, weil er vor Jeromes Selbstmord noch schnell erfahren hat, wo eine Leiche begraben liegt.
Die starbesetzte Romanverfilmung verfügt über eine fesselnde, originelle Handlung mit einer nötigen Portion Zwischenmenschlichkeit und einer kleinen Prise Humor; obendrein sind die Dialoge gut.
Ich bemängele nur etwas an der DVD-Hülle: weder auf dem Cover noch im Kleingedruckten auf der Rückseite steht der Name Brad Renfro geschrieben, wohl weil er 1994 noch ein "No Name" war. (Die DVD wurde aber 1998 produziert.) Dabei ist es gerade Klein-Brad, der als Hauptfigur den ganzen Thriller erst ermöglicht. Wer sich die glaubwürdige Performance des damals 12jährigen Nachwuchsschauspielers im englischen Originalton anhört, begreift schnell, warum seiner Debüt-Rolle noch weitere Kinorollen bis ins neue Jahrhundert folgen mussten.
An dieser Stelle muss auch noch darauf hingewiesen werden, dass Brad Renfro (dessen ersehnter Erfolg weitgehend ausblieb) im Januar 2008 mit 25 Jahren einen Drogentod gestorben ist. Wieder ein Talent weniger, ach Mensch!