Hm. Muß ich bei einer Rezension gerecht sein?
Muß ich alles in Betracht ziehen und innerhalb des Faches
die Kenntnisse des Verfassers beurteilen <können>?
Ich beschließe jetzt mal, daß nein.
Ich darf meine Lesermeinung äußern, meinen ersten, zweiten und dritten
persönlichen Eindruck absondern.
Das ist die Aufgabe.
Ich signiere MEINE Meinung.
Mehr nicht.
Dschunkenrigg:
Hier bin ich Selberbauer, stehe in Kontakt mit Robin Blair,
dem Präsidenten der Junk Rig Assosiation.
Als Regattasegler ist mir nur das Bermudarigg geläufig.
Ich weiß, was ich nicht will, denn meine "Crew" besteht aus
sehr jungen Menschen, die ich nicht gefährden will.
Die Theorie des jahrtausende alten, professionell genutzten,
Dschunkensegels leuchtet mir ein.
Segeldruckpunkt und Lateralplan sollen bei meinem
syREAL so trimmbar sein, daß eine Achtjährige sich an der Pinne zuhause fühlen möge.
Ich kaufe mir dieses Buch, um mich theoretisch in Stand zu versetzen,
dieses Rigg auf meinen gegebenen Rumpf zu "designen".
Nach einer Weile kehre ich wieder zu der farbigen Skizze zurück,
die ich von der Homepage der PRÜVEDA kopiert hatte:
Ich nähe ein Modell mit einem Trommelstock als Mast,
denn ich brauche es plastisch.
Bei dem "neuen" Rigg gibt es einfach andere Leinen,
einzig das Fall ist noch das Fall, schon die Schot(en) werden jedoch
anders als alles mir bekannte geführt.
Reffen funktioniert anders,
in Längsschiffsrichtung zu trimmen funktioniert anders.
Kurzweg: Das Buch war mir keine Hilfe.
Die mich bewegenden Fragen beantwortet es nicht schlüssig,
wirft stattdessen Fragen auf, die ich für geklärt hielt.
Berechnet alles umständlich (, auch noch in Quadratfuß).
Mich hat das Buch nicht bei der Hand genommen,
da abgeholt, wo ich war und weiter geführt.
Vielleicht bin ich einfach nicht der richtige Leser,
vielleicht ist es aber auch nicht so günstig ge- und beschrieben.
Vielleicht würde es mich auch nicht weiter bringen, wenn
Michael Schumacher ein Buch über Autofahren persönlich schriebe.
Vielleicht; jedenfalls nicht viele Sterne.