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....ca. 170 Jahre später bereist der amerikanische Tourist Gregory Fisher mit seinem Pontiac TransAm das Land, das nun Kern der Sowjetunion ist. Als er verbotenerweise von der Strecke Minsk - Moskau abweicht, um sich das berühmte Schlachtfeld anzusehen, macht er die Bekanntschaft mit einer Person, die sich als US-Airforce Major Jack Dodson ausgibt. Dodson berichtet, dass er bereits 1970 in nordvietnamesische Gefangenschaft geraten und nach Kriegsende den Sowjets überstellt wurde, die ihn und weitere 300 US-Amerikaner in einem geheimen Camp bei Borodino, aus dem er fliehen konnte, gefangen halten. In diesem geheimen Camp werden Russen zu Amerikanern gemacht, um später die USA als Spione zu infiltrieren.....
Nachdem es Fisher gelungen ist, mit der US-Botschaft in Moskau in Kontakt zu treten, stirbt er in Folge eines "Autounfalls". Die Ermittlungen werden von qualifizierten Angehörigen der US-Botschaft mit Diplomatenpass, dem Luftwaffenattaché und Vietnamveteran Sam Hollies und dem Moskauer CIA-Chef Seth Alevy übernommen. Für die obligatorische Liebesgeschichte ist als dritte Lisa Rhodes, die Pressereferentin der Botschaft, mit von der Partie....die schließlich zu einem Kommandounternehmen führen soll....
"In den Wäldern von Borodino" ist ein typischer Agententhriller, der in der Zeit des Kalten Krieges spielt. Verselbstständigung und Eigenleben der Geheimdienste, sowie Rivalitäten verschiedener Geheimdienste eines Landes untereinander sind neben der Schilderung von Unterdrückung in einem totalitären Staat wesentliche Bestandteile der Romanhandlung. Offensichtlich neben Revanchegedanken ist eine schwarz-weiß Malerei zwischen "den Guten" und "den Bösen". Geradezu zynisch wirkt der permanente Hinweis, dass es noch lange nicht dasselbe ist, wenn zwei das gleiche tun. Hierzu gehören neben reichlich Action auch das bedrückende Sowjetszenario mit dem surrealistischen Panoptikum einer Fabrik für Spione (Originaltitel "The Charm School"). Erschreckend ist vor allem, dass überall für "höhere Ziele" auch Angehörige der eigenen Seite geopfert werden...
Der Roman, der im Jahre 1988 erstmals veröffentlicht wurde, endet wie die Schlacht von Borodino: unentschieden. Zeichnete sich damals das Ende für Bonaparte ab, kündigten diesmal bereits die ersten Anzeichen das bevorstehende Ende des Sowjetimperiums an.
Zusammengenommen mit Spannung und Unterhaltungswert ergibt dies 3 Amazonsterne.
The only thing I have to say is "Read It. Lesen Sie weiter...
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