|
Produktinformation
|
Die Bilder des Films bedienen sich dabei ganz frei bei den Gebrüdern Quay, dem tschechischen Animator Jan Svankmajer, Hieronymus Bosch und Salvador Dali. Zusätzlich werden eine Vielzahl anderer Quellen ausgeschlachtet. Dies sorgt für eines der wildesten und abgedrehtesten visuellen Feste, die jemals auf Zelluloid gebannt wurden. The Cell verdient sich dadurch seinen Platz zwischen so herausragenden Filmen wie 2001-Odyssee im Weltraum, Der Höllentrip, Hinter dem Horizont -- Das Ende ist nur der Anfang und Ein andalusischer Hund.
Ist das richtig so? Na klar, wenn das was Sie wollen ein ausgeflipptes Bonbon für die Augen sein soll. Wenn Sie nach emotionaler Tiefe, einer soliden Geschichte und künstlerischen Zusammenhängen suchen, wird Sie The Cell sicherlich enttäuschen. Das pop-psychologische Gebrabbel von Mark Protosevichs Drehbuch würde lächerlich sein, wenn ihm nicht so eine düstere Bedeutung zugeteilt worden wäre. Singhs ausbeuterischer Einsatz von sadomasochistischen Bildern ist widerlich und Sie tun besser daran, die alptraumhaften Visionen zu bewundern, die mit erstaunlicher Kraft realisiert wurden. The Cell ist zu flach, als das der Film lange in Ihrem Kopf Spuren hinterlassen wird, aber während Sie ihn sich ansehen, ist er eine erstklassige Show. --Jeff Shannon
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Da trifft man auf surreale Gewölbe und Räume, deren Baumeister Salvador Dáli sein könnte, wohnt einer Baptistentaufe bei, fällt dabei mit der Kamera ins Wasser und rücklings wieder heraus, erschrickt sich in Hieronymus-Bosch-Settings vor muskulösen Anabolika-Blondinen, fliegt in atemberaubender Geschwindigkeit durch Zeit und Raum und betritt (in einem der gewiss beeindruckendsten optischen Momente der Kinogeschichte!) Thronsäle, die textiltechnisch mit ihrem König verschmelzen. Citizen Kane bekommt Konkurrenz. Den Specials dieser DVD kann man entnehmen, der Regisseur habe die Produktions- und Kostümabteilung bis an ihre kreativen Grenzen gefordert. "Das gefällt mir schon ganz gut, aber kannst du noch weiter damit gehen?" Und wie sie konnten.
Tarsem Singh, seinerseits renommierter Musikvideo-Macher und Harvard-Absolvent, beeindruckte den kundigen MTV-Gucker schon Jahre zuvor mit Kreuzigungen im Mohnfeld (Nirvana - Heart-Shaped Box) und hinduistisch-angehauchten Himmelsszenen (R.E.M. - Losing My Religion), doch sein "The Cell" weist neben der herausragenden Optik noch weitere Merkmale anspruchsvollen, durchdachten Kinos auf: Die brillante Musikuntermalung beispielsweise von Altmeister Howard Shore (Lord of the Rings) ist so subtil und filigran, das sie einem erst fast gar nicht auffällt. Singh setzt sie - ganz bewusst - eben nicht in den kontroversen Stellen des Filmes ein, woraus eine erfreulich objektive Sichtweise auf selbige entsteht. Sicherlich keine brandneue Idee, doch für einen Big-Budget-Hollywoodstreifen untypisch und unkonventionell. Eine echte Wohltat angesichts der momentan inflationär angewandten Manipulationsfilmerei irgend eines Jerry-Bruckheimer-Zöglings, bei der man ständig den Eindruck vermittelt bekommt, die Filmemacher wollen das Denken für einen selbst übernehmen.
Trotz aller kontemporären Beeinflussung und Prägung hat Tinseltown mit Tarsem Singh meiner Meinung nach einen wahren "old school director" aufgetan. Hier hat man die Essenz des Filmemachens begriffen. Eben jene Intention, die auch vor über 100 Jahren zur Entwicklung der Laterna Magica geführt hat: "Verzaubere den Zuschauer". Singh-sa-la-bim!
"The Cell" ist der erste Spielfilm des indischen Regisseurs Tarsem Singh, der sich bis dahin einen Namen mit Videoclips gemacht hatte (R.E.M. "Losing My Religion"). Mit "The Cell" hat er einen gewaltigen Bilderrausch geschaffen, eine albtraumhafte Welt, die beängstigt und gleichzeitig fasziniert. Die großartige Komposition von Kostümen und Maske nehmen einem fast die Luft weg. Sehr erwähnenswert auch die ausgezeichnete Filmmusik von Howard Shore. Aber trotz allem denkt man, dass man den Film noch besser hätte machen können. Die "guten" Charaktere bleiben gegenüber dem "Bösen" zu oberflächlich und wirken distanziert und fremd. Dafür ein Minuspunkt.
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|