Mit "The Cave" bietet sich Ihnen ein Horrorfilm, der vom Setting her wirklich unglaublich bizarr ausfällt. In riesigen, nachgebauten Unterwasserhöhlen bewegen sich die Protagonisten hauptsächlich tauchend vorwärts, bzw. werden durch nasse Grottensysteme gejagt. Die Kamera jagt dabei stets genauso schnell mit, was dem Zuschauer die Orientierung nicht gerade erleichtert. Ansonsten bietet sich uns eine recht durchschnittliche Handlung, bei der sich nun mal alles ums Gejagt werden dreht. Das kann einen gut unterhalten, muss es aber nicht, denn im Endeffekt läuft doch nur wieder alles darauf hinaus, wer gefressen wird und wer übrig bleibt. Von den Kreaturen ist bei all dem nicht allzu viel zu sehen, dabei hat sich der Designer wirklich große Mühe gegeben, sie wirklich Ekel erregend aussehen zu lassen. Für Schockmomente ist gesorgt, wahre Sympathie mit den Akteuren mag aber nicht unbedingt aufkommen. Immerhin lernt man eine Menge Wissenswertes über eine enorm spannende Sportart: Das Cavediving. Fazit: Horrorfilm nach klassischem Schema in atemberaubenden Setting
Moviemans Kommentar zur DVD: Bild wie Tonmaterial gestalten sich in allen Belangen überzeugend. Optisch können zwar hin und wieder kleinere Artefakte bemerkt werden, von Rauschen aber bleibt der Film verschont. Was über die Boxen in den Raum dringt ist gewaltig. Weiträumigkeit ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet und auch die Extras können in ihrer Vielfalt fast schon vom Hocker hauen.
Bild: Optisch bietet die DVD klares Material, das von satten, leicht kühlen Farbtönen geprägt ist, was sich der Unterwasserwelt gut fügt. Auch das Licht kommt in der Höhlenwelt sehr plastisch an, wenn auch immer mal wieder leichte Überbelichtungen vermerkt werden können, die aber durchaus stimmungsvoller Natur sind (Lampen im Hintergrund, 00:17:47). Die Schwarzwerte fächern sich einwandfrei auf. Eventuelle Dunkelfelder in den Unterwasserhöhlen (linker Bildrand, 00:18:07) wirken atmosphärisch. Die Schärfe bleibt bei all dem stets im guten Bereich, wirkliche Spitzenwerte werden allerdings nicht erreicht. Das Detail erscheint klar und stabil, einzelne Gesichtsporen hingegen lassen sich eher selten und nur im hellen Sonnenlicht ausmachen (Gesicht, 00:09:25). Dennoch bleibt die Schärfe auch auf Distanz konturiert, so dass sich klar strukturierte Totalen bieten. Vor allem die Unterwasseraufnahmen sind häufig mit großer Präzision gekennzeichnet. Artefakte (Treppchenbildung am Monitorrand, 00:08:06) finden sich nur äußerst selten und auch dann bleiben sie so geringfügig, dass das Bild dadurch kaum beeinträchtigt wird. Vor allem aber Rauschen lässt sich nicht ausmachen. Das Bild bleibt in dieser Hinsicht auch im Dunkeln sehr stabil.
Ton: Das Tonmaterial des Filmes bietet eine außerordentliche Bandbreite an überaus vitalen und kraftvollen Sounds, die praktisch kein Detail aussparen und mit wuchtiger Präsenz den ganzen Raum erfüllen. Gleich die ersten Einstellungen sind schon von deftigen Bässen und raffinierten Richtungsdynamiken durchdrungen (Laster, 00:01:41). Dabei werden alle Kanäle voll ausgespielt. Plastische Naturgeräusche, voller Musikeinsatz, deftige Effekte sowie klare Dialoge wurden hervorragend aufeinander abgestimmt. Einzig sehr feine Nuancen gehen im gewaltigen Effekteinsatz und der sonor und gewaltig dröhnenden Musik hin und wieder leicht abhanden. Dennoch kommen auch sensiblere Nuancen insgesamt nicht zu kurz. Unheilvolles Zirpen und Rascheln als Vorbote für die Kreaturen lässt sich genauso wie leises Blubbern beim Tauchen oder aus der Ferne heranschallendes Husten immer wieder aus den hinteren oder seitlichen Boxen vernehmen. Dabei entsteht ein äußerst weiträumiger Eindruck, der natürlich durch die zahlreichen starken Effekt- und Musikeinsätze noch erweitert wird. Die Synchronisation kommt voluminiert und präzise an, während das Original ein klein weinig leiser ausfällt. Der DTS - Sound transportiert dabei etwas mehr Vitalität und feinere Nuancen, die sich auch in kraftvollen Effekten durchzusetzen schaffen. Insgesamt aber können die DD 5.1-Fassungen genauso empfohlen werden.
Extras: Das schön animierte Menu bietet eine große Auswahl an interessanten, untertitelten Extras, die sich zum Beispiel detailliert der Technik hinter der Produktion widmen. Aber auch die Darsteller und Dreharbeiten kommen im Bonusprogramm nicht zu kurz. "Animatronics - Die Entstehung der Kreaturen" (10:32 Min.) veranschaulicht in hintergründigen Interviews und interessanten Aufnahmen von den Kreatur-Modellen, wie die Arbeit der Designer vor sich ging. Filmausschnitte lockern das Material auf. "Der Dreh der Unterwasser-Aufnahmen" (18:42 Min.) zeigt faszinierende Tauchbilder aus der Höhle und erklärt über Interviews die Arbeit der Filmcrew unter Wasser. Das Feature vermittelt dabei aber nicht nur Fakten, sondern vor transportiert vor allem die Magie der geheimnisvollen Höhlenwelten. Ein "Blick hinter die Kulissen" (13:36 Min.) zeigt die gigantischen Studioaufbauten und die Arbeit, die dahinter steckt. Außerdem bietet das Feature die Möglichkeit, die Beteiligten am Set auf eine ganz persönliche Art kennen zu lernen. Darstellerinfos in Textform sind zu folgenden Schauspielern vorhanden: Cole Hauser, Piper Perabo, Morris Chestnut und Eddie Cibrian. Ein "Featurette" (4:26 Min.) zeigt Ausschnitte aus dem Film und bietet dazu Interviews und Kommentare von Mitwirkenden. Eine große Auswahl an sehr aufschlussreichen Interviews über Dreh, Technik, Casting, Tauchenlernen und Rollenarbeit finden sich mit Cole Hauser (1:24 Min.), Piper Perabo (1:39 Min.), Kieran Darcy-Smith (0:23 Min.), Rick Ravanello (1:25 Min.), Morris Chestnut, Eddie Cibrian (1:10 Min.), Lena Heady (0:44 Min.), Daniel Dae Kim (0:36 Min.), Bruce Hunt (1:34 Min.), Patrick Tatopoulos (0:53 Min.), Jill Heinerth (1:06 Min.), Andrew Mason (0:38 Min.), Richard Wright (0:40 Min.) und Gary Lucchesi (0:26 Min.). Neben all diesen Details zur Produktion beinhaltet die DVD außerdem einen "Besonderen Filmtipp" (1:20 Min.) zum Film "Dead or Alive", "Unsere DVD Empfehlung (2:20 Min.) zum Film "The Dark" (2:20 Min.) sowie eine Trailershow mit 4 Programmtipps (9:04 Min.). Ein insgesamt imposantes und dabei sehr überzeugendes Extra-Aufgebot, bei dem weder technische Details noch Schauspieleranforderungen zu kurz kommen und eine persönliche Note behalten wird. --movieman.de