So lautete die Überschrift des Kinoplakats von 1977. Lange Jahre kannte ich nur die stark gekürzte Super 8-Version des Films, die mir Lust auf mehr machte. Deshalb habe ich mich riesig gefreut, nun die DVD zum Film zu entdecken.
"The Car - Der Teufel auf Rädern" (mit "Hotel"-Star James Brolin in der Hauptrolle) ist solider Grusel aus den 70ern, der ein wenig an Spielbergs sechs Jahre älteren Erstling "Duell" erinnert. Auch hier ist ein führerloses Fahrzeug mit bösen Absichten unterwegs. In "The Car" terrorisiert es die Bewohner einer kleinen Wüstenstadt. "See Utah and die", wie einer der Darsteller so passend frotzelt.
Der Film ist optisch und farblich toll in Szene gesetzt, bringt unglaublich gute Sound-Effekte gezielt zum Einsatz, und ist wieder mal ein Beweis dafür, dass man einst auch ohne aufwändige CGI-Spielereien effektvolles Kino machen konnte.
Im Gegensatz zu vielen anderen Horror-Filmen seiner Zeit hält "The Car" ein erstaunlich hohes Augenmerk auf die Story und wartet auch mit einem (für mich) zufrieden stellenden Ende auf. Schließlich muss nicht jedes Phänomen eine vollständige Erklärung bieten, denke ich - gerade das macht die Ereignisse doch noch viel unheimlicher. Ein wenig nervig ist das Over-Acting von Ronny Cox in der Rolle des "Luke", aber das wird durch die gute Story und den spannenden Film schnell wieder wettgemacht.
Und ja, auch mir ging (wie einigen meiner Vorrezensenten) die Frage durch den Kopf, ob sich Stephen King durch diesen Film zu seiner "Christine" inspirieren ließ. Gut möglich und auch völlig okay, oder?
Mein Fazit:
Für Freunde von Gänsehaut und guter 70ies-Unterhaltung ein durchaus sehenswerter Film, der seine 5 Sterne redlich verdient hat.
- - - -
Zuletzt noch ein paar Trivia zum Film, da die DVD selbst leider über keinerlei Extras verfügt:
Wer genau aufpasst, wird in der Titelmusik das "Dies irae"-Thema erkennen, das 3 Jahre später auch von Wendy Carlos für den Vorspann zu Kubriks "Shining" verwendet wurde.
Das Zitat zu Beginn des Films stammt von Anton LaVey, dem Begründer der "Church of Satan". (Ein Schelm, wer sich da "Böses" denkt.)
Bei dem Auto handelt es sich um einen "Lincoln Continental Mark III", der von George Barris umgestaltet wurde. Von Mr. Barris stammte auch das "Batmobil" aus den 60er Jahren. Insgesamt gab es sechs dieser Sondermodelle, die allesamt während den Dreharbeiten zerstört wurden.