Als Captain Brayden Westbrook zufällig an einen Sklavenhändler gerät und dort den jungen Adligen Richard Albright entdeckt, der nach einem Schiffsunglück als vermisst gilt, kauft er ihn sofort frei. Schon vom ersten Moment an fühlt er sich zu dem gutaussehenden jungen Mann hingezogen und Richard versucht gar nicht erst zu verbergen, wie es um ihn selbst steht. Sie können kaum die Hände voneinander lassen, zumal Richard nach grausamer Folter jede Nacht an Albträumen leidet und dringend Vertrautheit und Nähe braucht.
Doch Homosexualität wird zu ihrer Zeit noch Sodomie geschimpft und mit dem Tod bestraft. Brayden versucht immer wieder, ihre Beziehung zu beenden und schafft es zumindest auf der Schiffsreise nach England, Abstand zu halten.
In London angekommen kreuzen sich allerdings ihre Wege beständig, und noch immer können sie nicht voneinander lassen, obwohl es weder Hoffnung noch Zukunft für sie gibt ...
Inka Loreen Minden, dieser Name steht für starke männliche Charaktere, heiße, niveauvolle Liebesszenen und viel Gefühl. Auch in diesem Buch gibt es all das und noch so einiges mehr zu finden. Großartig gelungen sind die Ängste der Helden, sich ihrer Liebe wie auch ihrer Vergangenheit zu stellen, ihr Kampf gegen die Vorurteile ihrer Zeit. Richards impulsiver Charakter, sein Weg zurück ins Licht, nachdem er wochenlang in der Hölle gelitten hat, ist berührend, Braydens Sorge, der junge Mann könnte durch seine Schuld endgültig zerbrechen, so ungemein nachfühlbar.
Die technischen und historischen Details sind gut recherchiert, auch wenn die Welt der beiden Männer nicht allzu ausführlich beschrieben wird kommt Atmosphäre auf. Hier und da schlüpft im Dialog schon mal ein unpassender Ausdruck durch, was den Lesefluss aber nicht mindert.
Ein Buch, das man an einem Abend durchlesen kann, um ja nicht zu verpassen, wie es weitergeht - und danach noch einmal langsam, mit Genuss und Gefühl.