Dieser Film ist wirklich nur etwas für ganz hartgesottene Liebhaber des Teufel-auf-Erden-Gedöns' - und da ich kein solcher bin, lege ich noch nichtmal für diese These meine Hand in's Feuer.
"The Calling" bedient jegliches Klischee des Genres. Und immer, wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein weiteres Klischee daher. Teilweise kommt man sich eher wie in einer Parodie vor. An den vereinzelten Stellen, an denen der Film vom Klischee abweicht, tut er das derart bemüht, dass diese Abweichungen wiederum völlig überzogen und hanebüchen daherkommen. Man observiert den Regisseur förmlich beim fröhlichen Denkvorgang und hört das Wasser beim krampfhaften Gegenrudern plätschern.
Diese Krämpfe gepaart mit wenig überzeugenden schauspielerischen Leistungen vor allem der Hauptdarstellerin führen dazu, dass der Zuschauer (zumindest ich) den Film aus riesiger Distanz sieht. Man ist nie involviert, bleibt stets gewahr, dass dies nur ein Film ist. Sogar die Mutter-Kind-Beziehung, normalerweise ein dankbares Identifikationsobjekt, bleibt unausgearbeitet.
Weder die Story noch die Personen vermögen den Zuschauer in den Bann zu ziehen, man bleibt nüchterner Betrachter eines wenig originellen Possenstücks.
Ein Stern, weil es a) nicht anders geht und man ihn mit viel goodwill vielleicht noch für das Weglassen eines HappyEnds vergeben könnte.