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Moviemans Kommentar zur DVD: Technisch kann die DVD nciht überzeugen. Das Bild ist eine herbe Enttäuschung, der Ton ist auch nur bedingt effektiv. Das Bonusmaterial entschädigt hierfür ein wenig.
Bild: Der Eindruck, den "The Call" hinterlässt, ist nicht unbedingt der Beste. Es fängt schon mit den ausgewaschenen Farben an, die außergewöhnlich matt daherkommen und keinerlei Strahlkraft entwickeln. Dazu kommt ein Grauschleier, der durch den doch recht mangelhaften Kontrast daherkommt und einen miserablen Schwarzwert offenbart (00:23:53). Die Kompression ist auffällig, indem sich Blockrauschen einstellt. Doch damit nicht genug, es gibt auch noch normales Rauschen und stehende Rauschmuster, die durch den Einsatz eines Rauschfilters verursacht werden (00:24:45). Die Schärfe bewegt sich auf unterschiedlichem Terrain. Oftmals noch angenehm, gleitet sie auch immer wieder ab und bietet dann ein doch recht unscharfes Bild.
Ton: Der Ton ist in der deutschen Sprachfassung definitiv besser. Die Dialoge sind hier klarer zu verstehen, während sie im Original etwas muffig daherkommen. Das beeinträchtigt die Verständlichkeit, was zugegebenermaßen bei einem japanischen Film so schlimm auch wieder nicht ist. Die Räumlichkeit ist nicht besonders stark ausgeprägt. Das Geschehen ist frontlastig, nur hin und wieder werden die hinteren Kanäle effektiv genutzt, etwa dann, wenn ein Schockmoment gesetzt werden soll.
Extras: Das Bonusmaterial der Special Edition kann sich durchaus sehen lassen. Zuallererst ist zu erwähnen, dass es komplett untertitelt ist, so dass man auch in den vollen Genuss kommt. Es gibt mehrere Interviews mit den Schauspielern und dem Regisseur, die zwar insgesamt etwas kurz ausgefallen sind, aber durchaus nett anzusehen sind. Neben Trailer, Teaser und TV Spots findet sich noch eine Bildergalerie ein. Das Kernstück des Bonusmaterials ist jedoch das fast einstündige Making Of, das Einblick in die Entstehung gibt und rundum gelungen informiert. Die kurze Featurette zur Premiere ist eher nichtssagend, das Behind-the-Scenes-Feature auf der ersten Disk ebenso. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Takashi Miike wird in seiner Karriere vermutlich jede Art von Film machen, die sich mehr oder weniger kommerziell auswerten lässt - in seiner Filmographie finden sich bereits Gore, Yakuza, Comic, Fantasy, Musical, Avantgarde, Thriller, Drama, Porno, Metaphysisches, Satire. 'Call' ist einer der fünf Filme, die 'the unstoppable Miike' 2003 gedreht hat, eine Auftragsarbeit und letztlich typischer Teenhorrorfilm, wie man ihn mittlerweile vielleicht ein bisschen zu häufig gesehen hat, sei es mit der 'Ringu'-Reihe in der japanischen oder Hollywoodversion oder auch 'Dark Water'.
In diesem Fall erhalten Schülerinnen (darunter die 'Battle Royal'-Heldin Kou Shibasaki als Yumi) die Ankündigung ihres baldigen Todes via Handy. Genügend Hinweise - die Schülerinnen besuchen u. a. Seminare in Kinderpsychologie - lassen den Verursacher der Todesserie im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch vermuten, und bald schon treten nicht begrabene Leichen bei den Nachforschungen des Bruders eines Opfers und der schönen Yumi ans Tageslicht.
Im Vergleich zu ihren Hollywoodnachahmern haben asiatische Filme in Sachen visuelle und Sound-Schockeffekte immer noch einiges voraus. Miike ist vielleicht in diesem Fall nicht der Originellste, beherrscht sein Handwerk jedoch bestens. Er verwendet auch kuriose digitale Effekte, die nicht zwingend notwendig erscheinen, aber obwohl mittlerweile hundertfach gesehen, kann man hier blassen kleinen Mädchen, sexy, langhaarigen, kreischenden Japanerinnen mit Ponyfrisuren und XL-T-Shirts und unvermeidlichem Handyschmuck sowie willkürlich klingenden Telefonen tatsächlich noch Gruselmomente abgewinnen. Am besten ist der Japaner aber dann doch in den wenigen satirischen Momenten des Films, wenn eines der potentiellen Opfer z. B. von einem Reality-Show-TV-Team abgefangen wird, um live vor der Kamera gerettet zu werden - oder auch nicht. deg.