Und zwar dem Mozart, der uns (zwar sehr fiktiv, aber umso spritziger) in Milos Formans Film "Amadeus" entgegentritt. Denn Uri Caines Interpretation von Mozarts Musik ist das akustische Pendant zum respektlosen 18.-Jh-Punk mit dem irren Lacher.
Bereits das erste Stück, der erste Satz der Klaviersonate in C-Dur zeigt es deutlich: Keine 20 Sekunden lang hält Mr. Caine seine Finger auf dem Kurs der Originalkomposition, schon brechen sie nach rechts und links in schrägere Jazzgefilde aus.
Und das ist auch der Tenor, der das gesamte Album prägt: Fetzen der Mozartmusik werden von Klavier, Gitarre (Nguyen Le!), Klarinette, Violine, Schlagzeug, Trompete, Bass und abgedrehten Sounds aus DJ Olive's Turntables genommen, durch den Wolf gedreht und unmittelbar kantig aus den Lautsprechern geschossen. Anders kann man diese Musik nicht beschreiben. Dabei bedienen sich die acht Herren ausgiebig aus dem gesamten Stilfundus der Jazzgeschichte: Swing, Avant Garde, Freejazz, Elektronik. Alles, nur nicht gewöhnlich. Das Coverdesign sagt eigentlich schon alles.
Da ist er schon wieder, der Punk mit den rosaroten Haaren!