Mit "Cabinet of Curiosities" erreicht ein weiterer Thriller des Erfolgs-Duos Douglas Preston / Lincoln Child die Leser. Mittlerweile ist Preston / Child zu einem Synonym für die "Gattung" des Wissenschafts-Thrillers geworden. Durch fundierte, teils tiefgehende wissenschaftliche Informationen verleihen die Autoren ihren Romanen eine Glaubwürdigkeit, die ihresgleichen sucht. Der Leser fühlt sich mitten in die Geschichte hineinversetzt.
Auch dieser Roman macht da keine Ausnahme.
Zudem sind die Hauptpersonen detailliert, glaubwürdig und facettenreich dargestellt, so daß man sich unwillkürlich mit ihnen identifiziert.
Wer die anderen Romane der Autoren gelesen hat (insbesondere "Relikt", "Attic" und "Thunderhead") wird darüber hinaus mit Freude feststellen, daß alte Bekannte wieder auftauchen. So geben sich u.a. die Archäologin Nora Kelly und der Agent Pendergast ein Stelldichein. Dabei wird auf die bisherigen Erlebnisse dieser Personen gelegentlich bezug genommen, ohne daß dies jedoch dem Leser, der die anderen Romane nicht gelesen hat, unangenehm auffallen dürfte.
Auch zentrale Örtlichkeiten aus vorherigen Romanen finden sich wieder, so zum Beispiel das New Yorker Museum.
Die Story muß den Vergleich zu derjenigen der anderen Romanen der Autoren nicht scheuen und zieht den Leser schnell in ihren Bann (deutlich schneller sogar als die bei "Relikt").
Fazit: Ein wahrer "Page-Turner"
Aufgrund der wissenschaftlichen Erläuterungen und das allgemein recht hohe sprachliche Niveau des Romans sei noch angemerkt, daß relativ gute Englisch-Kenntnisse vorhanden sein sollten.
Andernfalls bleibt wohl nur das sehnsüchtige Warten auf die deutsche Ausgabe. Es lohnt sich!