2005 ist das Jahr der Hype-Bands... das hab ich auch schon bei meiner Rezension des Maximo Park Albums "A Certain Trigger" geschrieben. Unzählige Bands von Bloc Party über die Kaiser Chiefs oder hin zu den Futureheads. Jede Band soll die Musikwelt retten, den frischen Wind reinbringen... ja,ja,ja.
Immer das Gleiche, dabei sollten sich die Musikjournalisten der Welt mal fragen ob die Musik auch wirklich soooo toll ist. Bei "Bravery" ist das genauso. Mit "Unconditional" und "An Honest Mistake" haben sie den Vorteil die beiden besten Songs des Album schon vorher als Single veröffentlich zu haben... Die Nummer sind klasse... und klingen wie das ganze Album.
Irgendwie ist es bei The Bravery wie bei Maximo Park... das ist alles ganz gut, aber es fehlt an Abwechslung. Die New Yorker ziehen ihren Stil konsequent durch die 11 Songs durch.
Tanzbarer New-Wave-Rock, gepaart mit Synthie-Effekten, schrammligen Gitarren und nen dicken Disco-Beat drunter. Und dann optisch noch an 1981 angepasst und der Retro-Look stimmt.
Doch was bleibt davon? The Bravery klingen dermaßen stark nach The Killers, dass es schon fast weh tut. Stimmer,Instrumentierung,teilweise Beat... das ist schon ziemlich krass und auffällig. Wozu brauch ich eine Band die wie die Killers klingt, wenn die das doch alleine schon ganz gut können. Wer auf die Killers steht kann dem Ganzen durchaus etwas abgewinnen. Ich aber irgendwie nicht, obwohl ich auch zu der Gruppe gehöre.
Was das Problem bei "The Bravery" ist, ist die Tatsache, dass sie selber wohl zuviel Attitüde mitbringen und zu wenig wagen. Das kann man von einem Debüt nicht unbedingt erwarten, aber die Songs wirken schon wesentlich unabwechslungsreich, so sehr, dass dies schon ab Titel 5 nerven kann.
Also was soll ich da als Fazit schreiben... Vielleicht "Überbewertet". Der Sound von The Bravery ist ganz gut, den Drive haben sie auch, aber für mehr reicht es einfach (noch)nicht. Vielleicht brauchen sie noch einige Zeit für mehr Abwechslung,mehr Melodie und mehr Individualität. Bis dahin können wir sie aber alle mal im Auge behalten.