Der Indianer Raphael(Johnny Depp) lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern auf einer Mülldeponie. Er sieht sich außerstande seine Familie aus den deprimierenden Lebensumständen zu befreien. Eines Tages trifft er in der Stadt auf den mysteriösen McCarthy(Marlon Brando). Dieser macht ihm ein außergewöhnliches Angebot. Er bietet Raphael 50.000 Dollar an, wenn er sich von McCarthy foltern und anschließend töten lässt. Raphael sieht darin die einzige Möglichkeit, seine Familie zu retten, da die Mülldeponie in naher Zukunft einem Einkaufskomplex weichen soll und sie somit ohne Dach über dem Kopf wären. Raphael stimmt zu und mit einem Vorschuss in der Tasche gibt er für sich und seine Freunde ein rauschendes Fest.
Nachdem er seine Frau ein letztes Mal geliebt hat, tritt er willenlos den Weg in den Tod an....
Dieser Film ist all die Jahre an mir vorbei gegangen, jetzt habe ich ihn auf einem Wühltisch gefunden und direkt mal mitgenommen. Ich habe nicht viele Erwartungen in den Film gesteckt und wurde sehr positiv überrascht. Lange Zeit vor Saw" oder Hostel" zeigt dieser Film, was für kranke Phantasien in Menschen stecken, die sich Opfer zum Foltern und Töten erkaufen. Aber dies ist eigentlich nur eine Nebenhandlung des Films. Es geht um Liebe, Treue und ausnahmsloses Füreinanderdasein. Johnny Depp opfert als Raphael sein Leben, um seine Familie zu retten. Der Zuschauer verfolgt die letzte Woche zwischen Vertragsabschluss und Tod des Indianers und sieht, was er noch aller erlebt, bevor er den letzten Weg in die Stadt antritt. Johnny Depp spielt seine Rolle wieder einmal mit voller Leidenschaft. Auch wenn dieser Film zu seinen eher unbekannten gehört, ist ihm diese Rolle wie auf den Leib geschneidert. Ein wunderbarer Film, der zum Nachdenken anregt und einfach nur durch unglaubliche Bilder besticht, wenn man sieht, was die armen Leute aus den Müllhalden machen, um dort ein normales Leben zu führen. Ganz großes Kino.