Im dazugehörigen Booklet sind die 16 Songs zuerst mit den Namen berühmter Interpreten versehen, und nur ganz klein erfährt man die Namen von Songwriter und Texter. Also ist "The boy next door" eine Hommage an "Stacey's musical heroes". Und da ist alles versammelt, was in Stacey Kents Lieblingsgenre Rang und Namen hat. Wenn man jedoch glaubt, es handele sich um langweiliges Nachsingen bekannter Versionen alter Lieder, so irrt man sich. Der unverwechselbare Stacey-Kent-Sound dominiert auch hier, auch schon weil wie fast immer Jim Tomlinson (sax), Colin Oxley (git) und David Newton (p) dabei sind. Letzterer meines Wissens erstmals an einer Hammond-Orgel (bei dem grandiosen "Makin' Whoopee"). Auf den ersten Blick ist auch die Songauswahl wenig überraschend, auch auch wenn Paul Simons "Bookends" und Carole Kings "You've got a friend" etwas aus dem Rahmen fallen (Dass "You've got a friend" und der relativ unbekannte Rodgers-Song "People will say we're in love" etwas brasilianisch klingen, ist eine tolle Idee.) Auf gewohnt hohem Niveau und echte Knüller sind auf dieser CD außer den schon genannten Liedern der Titelsong "The boy next door", "Too darn hot", "All I do is dream of you" und "You're the top". Die anderen Lieder kommen bei mir erst langsam nach vorne, weil sie für meinen Geschmack ein bisschen bewegungsarm sind.