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The Boxer
 
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The Boxer [CD]

Kele, Kele Okereke Audio CD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (18. Juni 2010)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: CD
  • Label: Cooperative Music (Universal)
  • ASIN: B003KZ1A88
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Walk Tall 3:43EUR 0,99
Anhören  2. On The Lam 3:30EUR 0,99
Anhören  3. Tenderoni 4:28EUR 0,99
Anhören  4. The Other Side 3:51EUR 0,99
Anhören  5. Everything You Wanted 3:47EUR 0,99
Anhören  6. The New Rules 3:52EUR 0,99
Anhören  7. Unholy Thoughts 2:53EUR 0,99
Anhören  8. Rise 5:08EUR 0,99
Anhören  9. All The Things I Could Never Say 5:32EUR 0,99
Anhören10. Yesterdays Gone 4:04EUR 0,99


Produktbeschreibungen

Produktbeschreibungen

m November 2009 gab Bloc Party-Frontmann Kele Okereke bekannt, dass er in eigener Sache an seinem Solo-Debüt arbeitet. Und das obwohl er ursprünglich wie seine Band Bloc Party beabsichtigt hatte ein Jahr Abstand von der Musik zu nehmen. Er konnte seine kreativen Impulse jedoch nicht zurückhalten und beschloss, sich für ein paar Probeaufahmen in den EMI Recording Studios einzubuchen. „It was just me and an engineer. I plugged in synths that I had no idea what they would do. I began programming drum beats, which I had never done before. It was completely back to the drawing board. It was exciting and terrifying. In most cases I sat down, pulled a drum beat out of nowhere and arranged stuff around that. This was as exciting to me as the first time I picked up a guitar.“ Das Resultat der Proben hört auf den Namen „The Boxer“ und umfasst mitreißende 10 Songs, die Kele zusammen mit dem Produzenten XXXchange von Spank Rock in New York aufgenommen hat.

kulturnews.de

Als DJ ist Kele Okereke mit seiner Vorliebe für 90er-Trash und Großraumtechno kaum auszuhalten. Auch auf seinem ersten Soloalbum gibt sich der Bloc-Party-Sänger den guilty pleasures hin: teils verzerrter Gesang, stumpfe Beats, Billigsounds. Doch sie sind nur Ausgangspunkt. Mit seinem Gespür für Melodien und gnadenlose Hooks verwandelt er die zehn Tracks in Songs, er webt ihnen feine Melancholie ein und macht aus "The Boxer" ein enthusiastisches Elektropopalbum, das sowohl auf Partys als auch allein zu Haus funktioniert. Thematisch geht es um Wendepunkte, an denen man Dinge hinter sich lässt, die einem nicht gut tun: Drogen, Beziehungen, Jobs. Bloc-Party-Fans werden da sicher ganz genau hinhören und nach Hinweisen suchen, ob Okereke nach dem einen Jahr Bandpause seinen Job bei den Indierockern wieder aufnehmen wird. Was eigentlich fast egal ist, denn schon bei der letzten Bandplatte "Intimacy" war das Remixalbum aufregender als das Original. Und nach "The Boxer" ist es sogar noch egaler. (cs)

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dance Floor Ästhetik 22. Juni 2010
Von P-Man TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
"I am Kele" heißt es auf dem Weg zur Homepage des umtriebigen "Bloc Party" Sängers und Gitarristen Kele Okereke, der die Auszeit vom gemeinsamen Bandprojekt nutzt, um praktisch im Alleingang neue Soundwege zu beschreiten. Ohne konkretes Ziel mietet er sich in den EMI Recording Studios ein und entdeckt zwischen Synthesizer und Drum Beats ein neues, ganz eigenes Zeichenbrett. Ursprünglich als künstlerische Pause angelegt, hat sich der Mann aus Liverpool in ein elektronisches Labyrinth gewagt, das "Bloc Party", trotz durchaus vorhandener, nicht zuletzt durch die beiden Remixalben von "Silent Alarm" und "Intimacy" belegter Affinität zu künstlichen Klängen, nie beschreiten wollten. Ein gewagtes Unterfangen, denn Okereke und Kollegen zehren gerade von der besonderen Mischung aus Indie Rock und New Wave/Dance Punk. Dabei auf CD immer ein Erlebnis, während live eher enttäuschend. Es ist somit nicht selbstverständlich, daß er eine Prüfung allein im Rampenlicht und ohne Begleitung von Gitarre, Schlagzeug und Bass besteht.

"The Boxer" umfasst 10 Tracks, die in erster Linie eines sind: anders. "Walk tall" leitet mit seinen Claps und den Marching Song Vocals ein angenehm verschrobenes und in vielen Poren experimentelles Album ein, das sich nicht auf ein bereits bewährtes Konzept verlässt, sondern neue Pfade begeht. Schräg und anstrengend werden Pitchregler auf und ab reguliert, die Stimme verzerrt und Disharmonien erzeugt, um am Ende doch wieder schlüssige Melodien zu konstruieren. Zusammen mit dem Produzenten XXXchange (Spank Rock) praktiziert Okereke eine Art Future Dance mit alternativer Färbung. "On the lam" oder die erste Singleauskopplung "Tenderoni" waschechte Clubnummern, die sich mit dem Prädikat Electronica schmücken. "Everything you wanted" vergleichsweise brav und eingängig. Näher an früheren Werken und gefühlvoll von Kele vorgetragen. "New rules" geht eine weitere Melancholiestufe tiefer und berührt mit dem gewissen Björk gesprenkelten "Orinico Flow". "Unholy thoughts" lässt Räume für Gitarren und wandelt auf den Spuren von "A weekend in the city". "Rise" verliert sich wieder in Big Beat Strukturen und wird von Tranceelementen (I could never say) und leichtfüßiger Dancefloor Euphorie (Yesterday's gone) abgelöst. "The song maker says, "It ain't so bad"; the dream maker's gonna make you mad; the spacemansays, "Everybody look down"; it's all in your mind". Mit diesem "The Killes" Zitat sei "The boxer" allen Traum-Tänzern ans Herz gelegt, die sich eine Erfahrung fernab von "Bloc Party" jedoch mit Kele Okereke vorstellen können und wollen.

Anspieltipps: "On the lam", "The new rules" und "Unholy thoughts"
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Befreiungsschlag 24. Juni 2010
Von Norman Fleischer TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Power ist gut, Power macht stark! Aber leider auch nur zeitgleich begrenzt, denn irgendwann ist halt mal die Luft raus. Und so sehr Bloc Party aus London die Musikwelt in den letzten fünf Jahren mit ihrem energiegeladenen und experimentierfredudigen Indierock begeistert haben, jetzt ist Zeit für eine Zwangspause. Zuletzt wirkte die Band nach jahrelangem Touren und Aufnehmen (3 Alben in 4 Jahren, dazu einige Extra-Singles) wahrlich ausgepowert und da gönne selbst ich meiner Lieblingsband mal etwas Zeit zum Durchatmen. Nun ja, falls die Zeit brauchen. Während Schlagzeuger Matt gerade nichts macht und sich Gordon und Russell in anderen Bands etwas dazu verdienen, konnte Frontmann Kele Okereke einfach nicht kreativ still sitzen und musste gleich wieder arbeiten. Ein Schuldiger für das Arbeitspensum der letzten Jahre scheint also gefunden zu sein, denn ursprünglich hätte 'The Boxer' auch ein Bloc Party- Album werden sollen. Da der Rest aber nicht wollte, wurde Kele nun buchstäblich zum Einzelkämpfer. Zusammen mit einigen Stunden im Fintesscenter und einem neuen Sound präsentiert sich der gute Mann nun als gut gewappnet für das Solodebüt.

Doch Kele bleibt auch solo glücklicherweise immer noch Kele. Nachdem Ende 2009 durchgesickert ist, das Mr. Okereke zusammen mit Spank-Rock-Produzent XXXChange ein Album produziert, hatte man schon Befürchtungen, jetzt macht er einen auf Dizzee Rascal und würde die Rap-Ansätze des letzten BP-Albums 'Intimacy' weiter verfolgen. So kommt es dann doch nicht, dennoch kündigte sich bereits auf dem letzten Album der Hauptband an, dass die elektronische Färbung spätestens auf dem Soloalbum nicht mehr zu übersehen sein würde. So ist es denn auch gekommen und 'The Boxer' ist eine konsequente, elektronische Weiterentwicklung von Kele Okereke geworden. Zehn Elektro-Pop-Songs, die wie eine Frischzellenkur wirken und Keles bereits seit Jahren stets wachsende Faszination für urbane Clubmusik wieder spiegeln. Bereits der stampfende Opener 'Walk Tall' gibt die Richtung vor. Kele bläst zum Elektromarsch, die Beats trommeln, die Bassläufe knarzen. Gleich im Anschluss wird's dann mit 'On The Lam' etwas housiger und Kele pitcht seine Stimme kurzerhand mal etwas nach oben, was dem Song etwas durchaus exotisches gibt. Die Single 'Tenderoni', ein stampfendes Rip-Off von Wiley's 'Wearing My Rolex' macht dann alles sicher. Wer jetzt allerdings nach dem druckvollen Beginn ein reines Clubalbum erwartet, der unterschätzt Okereke. Es werden auch ruhigere Töne angeschlagen, bspw. in 'New Rules' oder 'All The Things I Could Never Say'. Und mit poppig eingängigen Nummern, wie 'The Other Side' oder 'Everything You Wanted' wird dann deutlich, dass man Kele einfach nicht losgelöst vom Bloc-Party-Kontext sehen kann. Muss man auch nicht. Eine seiner größten Stärken übernimmt Kele nämlich auch auf der Soloplatte und das ist sein exzellentes Songwriting. Großes Posen und hohle Gesten braucht man nicht erwarten, Okereke bleibt auch weiterhin der intelligente Beobachter seiner urbanen Umwelt und schreibt tolle Songs über Ängste, Zweifel, Verlust, aber auch Hoffnung. Man nehme nur den finalen Song 'Yesterday's Gone' bei dem Kele schließlich das Fenster nach all der Dunkelheit öffnet und etwas Optimismus in den Raum lässt.

So unterscheidet sich 'The Boxer' gar nicht mal so sehr von dem, was Bloc Party ausmachte. Auch solo pflegt Kele seine Experimentierfreudigkeit und den Mut, etwas Abwechslung innerhalb des Pop-Kontextes zu wagen. So packt er intelligente Songs in ein elektronisch tanzbares Outfit und spielt ein wenig mit den Erwartungen des Publikums. Die liegen natürlich etwas tiefer, als bei der Hauptband, das gebe ich gern zu. Dieses gewisse 'Etwas', welches Bloc Party ausmacht, wird auch zu keinem Zeitpunkt erreicht, was aber auch kein Problem ist, denn nachweislich geht es hier halt nicht um das Quartett, sondern um dessen Kopf. Und der meistert sein Solodebüt ganz ordentlich. 'The Boxer' ist kein Meisterwerk und hat mit Songs wie 'The Other Side' oder 'Rise' auch einige Schwachstellen und wirkt gelegentlich etwas eigensinnig produziert, ist aber ansonsten ein recht kurzweiliges, grooviges Pop-Album geworden. Der Befreiungsschlag ist geglückt und Kele Okereke zeigt, dass er noch jede Menge Ideen und Energie für die Zukunft hat. Den Mann sollte man im Auge behalten. Und irgendwann haben seine Bandkollegen sicher auch die Nase voll vom Urlaub.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Besser spät ... 20. Juni 2010
Von Martin Lorenz TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
... als nie wird sich Kele Okereke gesagt haben, nachdem nun endlich auch sein erstes Soloalbum auf dem Markt ist - Kollegen, deren Bands auf dem Zeitstrahl annähernd bei Bloc Party verortet sind, waren da ein wenig schneller: Paul Banks versuchte als Julian Plenti die Ideen zu verwirklichen, die ihm bei Interpol zu kurz gekommen schienen und auch Julian Casablancas hatte offensichtlich neben dem typischen Sound der Strokes noch Variantenreicheres im Kopf. Keiner der beiden ging allerdings so weit, wie es nun Okereke getan hat, keiner entfernte sich so konsequent vom Strickmuster des jeweiligen Kollektivs wie der Liverpooler Musiker mit nigerianischen Wurzeln. "The Boxer" ist mehr Electro und Dance, als es die bisherigen drei Alben von Bloc Party je waren und hat mit ihnen maximal die fiebrige und nervöse Grundstimmung und natürlich den flirrenden, stets gehetzt wirkenden Gesang gemeinsam. Gitarren, bei seiner Band noch immer bestimmendes Stilmittel, sucht man bei Okereke fast vergebens und wenn sie sich doch in einen Song verirren, dann nur noch als verschämte Untermalung. Das Album beginnt mit dem bratzigen und böse pochenden Marschlied "Walk Tall", nach den treibenden Breakbeats von "On The Lam", das gänzlich ohne Okerekes Stimme auskommt, folgt dann, nicht minder hochgepitcht und kräftig pluckernd, die erste Single "Tenderoni". Zeit zum Durchatmen bekommt der Hörer nach der ersten Viertelstunde beim ruhiger angelegten "Everything You Wanted", auch das folgende, verträumte "The New Rules", ein Duett mit Jodie Scantlebury, hält den Puls weiter unten, bevor dann "Unholy Thoughts" und "Rise" noch einmal bedingungslos dem Dancefloor huldigen und wieder fröhlich spotzen, hämmern und lärmen. Gerade der zweite Teil des Albums beweist, dass Okereke sympathischerweise neben allem Hang zum Beat den Song selbst niemals außer Acht läßt und sich letztendlich nicht komplett in Richtung technoider Endlosloops á la Delphic verabschiedet, sondern der liedhaften Struktur, auch für die beiden letzten Stücke "All The Things ..." und "Yesterday's Gone", den Vorzug gibt. Wenn man nun noch die solistischen Bemühungen unterbeschäftigter Kreativköpfe wie Kele Okereke etwas weniger hart zu bewerten bereit ist als die Arbeit ihrer maßgeblichen Bands, dann hat auch dieser Mann wie die beiden zuerst erwähnten durchaus einen guten Job gemacht.
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