Der dritte und letzte (?) Teil der Bournereihe wurde natürlich ebenfalls von John Powell vertont, weil er einen einzigartigen Sound für Jason Bourne geschaffen hat und dieser sollte logischerweise in der zweiten Fortsetzung nicht fehlen! Der Score orientiert sich stark an seinen Vorgängern, schafft aber auch wieder viele neue Elemente.
"The Bourne Ultimatum" beginnt erst ruhig und dann sehr rasant mit "Six Weeks Ago" und dreht mit "Tangiers" voll auf. Danach wechseln sich ruhige und schnellere Passagen immer ab. Aber vor Allem stechen wieder die dynamischen und dramatischen Actiontitel heraus, die auch schon beim Vorgänger "The Bourne Supremacy" eine wichtige Rolle spielten. Auch das Bournethema erklingt wieder ein paar Mal, aber nicht mehr so markant, wie in den letzten Soundtracks.
Besondere Highlights sind zum Beispiel das zehnminütige "Waterloo" (nein, nicht der ABBA- song!), in dem alle wichtigen Elemente des Soundtracks zusammengefasst werden. Erst beginnt der Track sehr ruhig, aber spannend und wird mit der Zeit immer schneller und lauter. Auch "Jason Is Reborn" stellt ein interessantes Finale dar und ist wahrscheinlich eine Anspielung auf eine Fortsetzung... Was verwunderlich, aber im Endeffekt effektiv ist, ist die Tatsache, dass Powell als Abschlusssong denselben hat, wie beim Vorgänger: "Extreme Ways" von Moby. Die Version ist etwas verändert, aber im Grunde gleich. Mich störte das aber nicht, weil der Song echt perfekt in die Atmosphäre passt und auch "The Bourne Ultimatum" sehr melancholisch und interessant ausklingen lässt. Was ich persönlich sehr gut gefunden hätte, wäre die Einarbeitung des "Extreme Ways"- thema in den Score. Hier hätte dies bestimmt einige sehr gute musikalische Stellen ergeben können, wie zum Beispiel bei "Casino Royale" von David Arnold, der den Titelsong in den Score integrierte.
Von der Atmosphäre und der Stimmung orientiert sich "The Bourne Ultimatum" eher am ersten Score und bleibt zunehmenst auf der a- tonalen Schiene. Dafür behält er aber die tolle Dynamik und den Bombast von "The Bourne Supremacy" und baut gerade die brachialen Actionmomente noch weiter aus. Somit ergibt sich ein grandioser Mix aus Action- und Thrillermusik.
"The Bourne Ultimatum" ist soager etwas besser, als "The Bourne Supremacy" und stellt somit nochmal eine tolle Entwicklung der Musik dar. Wer eher auf themenreiche Soundtracks steht, der wird mit den Scores der Bournereihe wenig anfangen können. Aber nicht nur Fans der Filme werden ihren Spaß an der spannenden Filmmsuik haben, denn Powells Werke lassen sich auch ohne Bilder genießen.