Produktinformation
|
| Disk: 1 | |||
|---|---|---|---|
| 1. The Times They Are A-Changin' | |||
| 2. Spanish Harlem Incident | |||
| 3. Talkin' John Birch Paranoid Blues | |||
| 4. To Ramona | |||
| 5. Who Killed Davey Moore? | |||
| 6. Gates Of Eden | |||
| 7. If You Gotta Go, Go Now (Or Else You Got To Stay All Night) | |||
| 8. It's Alright, Ma (I'm Only Bleeding) | |||
| 9. I Don't Believe You (She Acts Like We Never Have Met) | |||
| 10. Mr. Tambourine Man | |||
|
| |||
| Disk: 2 | |||
| 1. Talkin' World War III Blues | |||
| 2. Don't Think Twice, It's All Right | |||
| 3. The Lonesome Death Of Hattie Carroll | |||
| 4. Mama, You Been On My Mind | |||
| 5. Silver Dagger (with Joan Baez) | |||
| 6. With God On Our Side (with Joan Baez) | |||
| 7. It Ain't Me, Babe (with Joan Baez) | |||
| 8. All I Really Want To Do | |||
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
Columbia Records - und ich finde das o.k. - entscheidet natürlich selbst, eventuell gemeinsam mit Dylan's Management, welches Material herausgegeben wird. Aber was dann das Licht der Öffentlichkeit erblickt, ist durchweg liebevoll aufgemacht und von exklusiver Klangqualität. Die künstlerische Qualität steht bei diesem Konzert sowieso außerhalb jeder Diskussion. Es handelt sich um das berühmte "Halloween"-Konzert aus dem Jahre 1964, das hier in kompletter Länge auf zwei Discs gebrannt worden ist, und es zeigt einen bestens gelaunten jungen Bob Dylan, der hier nur begleitet von seiner akustischen Gitarre und seiner Mundharmonika (naja, und auf einigen Liedern zusätzlich von Joan Baez)über 2 Stunden das Publikum in Atem hält. Dylan spielt hauptsächlich Material aus seinem damals frisch veröffentlichten Album "Another Side of B.D.", überrascht aber auch mit Stücken wie "Gates of Eden" und "It's All Right,Ma", die hier erstmalig live vorgetragen werden und erst einige Zeit später auf dem Meisterwerk "Bringing It All Back Home" offiziell bekannt wurden.
Für jeden auch nur einigermaßen an Bob Dylan und an seiner künstlerischen Entwicklung Interessierten ein "Must have"! Frappierend der Vergleich mit dem nicht einmal zwei Jahre späteren und ebenfalls im Rahmen der Bootleg Series veröffentlichten "Royal Albert Hall Concert", das einen im akustischen Teil zerbrechlich wirkenden und im durch die Band unterstützten elektrischen Teil im Konflikt mit seinem Publikum stehenden kämpferischen Dylan zeigt. Hier hören wir den jungen Dylan, der zwischen den Songs blödelt, mit seinen Fans kommuniziert, dem man aber auch an seinen neuen Liedern schon die kommende Umbruchphase anmerkt.
5 Sterne (mehr gibt's ja nicht) ohne Wenn und Aber!
Den Vogel schießt Dylan aber wohl mit der Aussage, weil Halloween sei, habe er seine Bob Dylan Maske auf, ab. Das beste daran: Vielleicht stimmt es sogar. Vielleicht trug er hier ein letztes Mal die Maske des ‚Prince of Folk'. Vielleicht war in seinem Herzen schon der Rock'n'Roll der nächsten Platten. Vielleicht war ‚It ain't me, Babe' doch für die ‚Folkszene' geschrieben. Vielleicht sind die ganzen Erklärungsversuche aber auch einfach nur Blödsinn.
Was bleibt, ist auf jeden Fall die großartige Musik. Erstmals ein rein ‚akustisches' Konzert des jungen Alten auf ‚offizieller' CD. Die Geschichten dazu kann sich ja auch jeder selbst zusammenreimen.
|
|
|