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The Bootleg Series Vol. 6: Live 1964 - Concert At Philharmonic Hall
 
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The Bootleg Series Vol. 6: Live 1964 - Concert At Philharmonic Hall [Doppel-CD]

Bob Dylan Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (29. März 2004)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Col (Sony Music)
  • ASIN: B0000AZKGM
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.898 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. The Times They Are A-Changin'
2. Spanish Harlem Incident
3. Talkin' John Birch Paranoid Blues
4. To Ramona
5. Who Killed Davey Moore?
6. Gates Of Eden
7. If You Gotta Go, Go Now (Or Else You Got To Stay All Night)
8. It's Alright, Ma (I'm Only Bleeding)
9. I Don't Believe You (She Acts Like We Never Have Met)
10. Mr. Tambourine Man
Alle 11 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Talkin' World War III Blues
2. Don't Think Twice, It's All Right
3. The Lonesome Death Of Hattie Carroll
4. Mama, You Been On My Mind
5. Silver Dagger (with Joan Baez)
6. With God On Our Side (with Joan Baez)
7. It Ain't Me, Babe (with Joan Baez)
8. All I Really Want To Do

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Da ist er: Teil 6 des Versuchs, den Bootleggern den Handel zu vermiesen. Der kraftstrotzende Gig Bob Dylans an Halloween 1964 in New York lief vier Dekaden lang für teuer Geld illegal um. Warum Columbia diesen Reibach wohl derart lang verschmähte? Denn Dylans Akustikkonzert, teils unterstützt von Joan Baez, verkörpert perfekt die fast peinigende Präsenz des Künstlers als junger Wilder, seine bleckende Schneidigkeit, das kalte Grinsen, mit dem er seinen Gesang zu garnieren scheint. Den Ernst des Vortrags lockert Dylan allerdings zwischendurch richtig auf. "Es ist Halloween", erklärt er, "ich trage eine Bob-Dylan-Maske." Den Song "Who killed Davey Moore?" leitet er gar mit mehreren (unpassenden) Scherzen ein - über die er selbst am meisten gluckst. Dass er uns den Protestklassiker "Gates of Eden" als Liebeslied ankündigt, ist natürlich auch nur ein böser Witz. Eher unfreiwilig komisch gerät dagegen das von Pannen geprägte Duett mit Joan Baez bei "Mama, you been on my Mind". Eine unterhaltsame, gut remasterte Doppel-CD mit 18 prallen Songs. Schlecht für Bootlegger, ganz schlecht. (mw)

Produktbeschreibungen

THE BOOTLEG VOL.6 BOB DYLA

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zeitgemäss? 2. April 2004
Format:Audio CD
Man kann an Columbia Records und meinetwegen auch an Bob Dylan rummäkeln, soviel man will, eines sollte aber doch wohl klar sein: Die Herausgabe der Bootleg Series dient nicht der Veröffentlichung von zeitgemäßem Material, sondern hat das Ziel, der Dylan-Fangemeinde bis dato offiziell unveröffentlichtes Material - hauptsächlich Live-Auftritte - zur Verfügung zu stellen. Dass viele Hardcore-Fans sich schon längst entsprechende Raubkopien ins Regal gestellt haben, spielt hierbei gar keine Rolle. Es gibt auch Leute - und zu denen zähle ich auch mich - die keine Lust hatten und haben, sich zu völlig überzogenen Preisen übelst klingenden Schrott zu kaufen, bei dem man das Gefühl hat, Dylan hat aus 'ner Blechbüchse raus gesungen.

Columbia Records - und ich finde das o.k. - entscheidet natürlich selbst, eventuell gemeinsam mit Dylan's Management, welches Material herausgegeben wird. Aber was dann das Licht der Öffentlichkeit erblickt, ist durchweg liebevoll aufgemacht und von exklusiver Klangqualität. Die künstlerische Qualität steht bei diesem Konzert sowieso außerhalb jeder Diskussion. Es handelt sich um das berühmte "Halloween"-Konzert aus dem Jahre 1964, das hier in kompletter Länge auf zwei Discs gebrannt worden ist, und es zeigt einen bestens gelaunten jungen Bob Dylan, der hier nur begleitet von seiner akustischen Gitarre und seiner Mundharmonika (naja, und auf einigen Liedern zusätzlich von Joan Baez)über 2 Stunden das Publikum in Atem hält. Dylan spielt hauptsächlich Material aus seinem damals frisch veröffentlichten Album "Another Side of B.D.", überrascht aber auch mit Stücken wie "Gates of Eden" und "It's All Right,Ma", die hier erstmalig live vorgetragen werden und erst einige Zeit später auf dem Meisterwerk "Bringing It All Back Home" offiziell bekannt wurden.

Für jeden auch nur einigermaßen an Bob Dylan und an seiner künstlerischen Entwicklung Interessierten ein "Must have"! Frappierend der Vergleich mit dem nicht einmal zwei Jahre späteren und ebenfalls im Rahmen der Bootleg Series veröffentlichten "Royal Albert Hall Concert", das einen im akustischen Teil zerbrechlich wirkenden und im durch die Band unterstützten elektrischen Teil im Konflikt mit seinem Publikum stehenden kämpferischen Dylan zeigt. Hier hören wir den jungen Dylan, der zwischen den Songs blödelt, mit seinen Fans kommuniziert, dem man aber auch an seinen neuen Liedern schon die kommende Umbruchphase anmerkt.

5 Sterne (mehr gibt's ja nicht) ohne Wenn und Aber!

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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwei Jahre vor Judas. 30. März 2004
Format:Audio CD
Endlich der sechste Teil der Bootleg Series Reihe. Und was soll man noch groß sagen? Wieder genial. Waren die ersten drei Folgen noch allgemein unveröffentlichtem Material gewidmet, ist Columbia danach auf reine Live-Aufnahmen umgestiegen. Und nach dem legendären 1966er ‚Royal Albert Hall Concert' aus Manchester (veröffentlicht 1998) sowie einem Zusammenschnitt diverser ‚Rolling Thunder Revue' Auftritten aus dem Jahre 1975 (veröffentlicht 2002), präsentiert die Plattenfirma jetzt das komplette ‚Philharmonic Hall Concert' von 1964. Wieder mit spannendem Begleittext und diversen Fotos in einem 50seitigem Booklet. Großartig. Und die Musik erst.

Denn Dylan war an diesem Abend in blendender Verfassung. Seine Stimme jung und stark. Sein Auftreten von überlegenem Übermut gekennzeichnet. Trotzdem scherzt er auch mit dem Publikum, lässt sich sogar die ersten Zeilen von ‚ I don't believe you' soufflieren. Und doch scheint er langsam entfremdet von den Folkpuristen und politischen Götterverehrern. So reagiert er auf den Wunsch eines Zuhörers, er möge doch das Kinderlied ‚Mary had a little lamb' spielen, mit den Worten: „Is that a protest song?" Und das ernste, beinah resignierende ‚It's alright, Ma' kündigt er - reagierend auf Lacher im Publikum - als „very funny song" an. Nicht wirklich.

Den Vogel schießt Dylan aber wohl mit der Aussage, weil Halloween sei, habe er seine Bob Dylan Maske auf, ab. Das beste daran: Vielleicht stimmt es sogar. Vielleicht trug er hier ein letztes Mal die Maske des ‚Prince of Folk'. Vielleicht war in seinem Herzen schon der Rock'n'Roll der nächsten Platten. Vielleicht war ‚It ain't me, Babe' doch für die ‚Folkszene' geschrieben. Vielleicht sind die ganzen Erklärungsversuche aber auch einfach nur Blödsinn.

Was bleibt, ist auf jeden Fall die großartige Musik. Erstmals ein rein ‚akustisches' Konzert des jungen Alten auf ‚offizieller' CD. Die Geschichten dazu kann sich ja auch jeder selbst zusammenreimen.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
einfach grandios 28. Juli 2010
Von rosa mund
Format:Audio CD
da steht ein junger kerl auf der bühne, mit gitarre und eigenen liedern, und singt wie ein junger gott, völlig unbeschwert, zu scherzen aufgelegt, einer, der sein publikum gewinnen will und es eigentlich schon im sack hat. kaum zu glauben, dass es sich um denselben krächzenden knorrigen kauz handelt, der heute noch immer als song&dance-man auf neverending-tour ist. dieser junge man hier singt aus voller kehle und mit viel herzblut seine lieder über die liebe, die vergebliche, über alltäglichen wahnsinn, über tote boxer und tote dienstmägde genauso wie über den tambourine man oder den blueyed son. und reißt das auditorium förmlich von den sitzen mit seinen sprachwitzigen einlagen in den pausen zwischen den songs.
alles strahlt eine schlichte und doch intensive schönheit aus, und darüber schwebt der dylan- schalk. in den völlig verkorksten duettgesängen mit seiner damaligen flamme joan baez, als kaum ein ton getroffen wird, geschweige eine harmonie, blitz schon die geniale verfremdungsidee von dylan auf, die er in den folgenden jahrzehnten zur grundidee seiner auftritte machen wird.
über die genialen texte muß nichts mehr gesagt werden, solch einen kraftvollen wortkünstler hat es selten gegeben- und gibt es wohl heute kaum.
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