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The Blueprint
 
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The Blueprint

Jay-Z Audio CD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das neueste Album von Jay-Z, The Blueprint, ist das faszinierendste seit Reasonable Doubt. Der Meister aller Hustler beweist hier seine außerordentliche Fähigkeit, durch ausgefeilte Texte und stellenweise Selbstbetrachtung auch unspektakulären Themen etwas Hörenswertes abzugewinnen. The Blueprint, eine solide Mischung aus vorprogrammierten Radiohits ("Izzo," "Girls, Girls, Girls") und überdurchschnittlich guten Mid-Tempo-Nummern ("Never Change", "Song Cry"), bestätigt den legendären Status des Rappers aus Brooklyn.

"Takeover" lässt mit einem unverblümten Angriff auf Nas die Fehde zwischen Queensbridge und Jay-Z wieder hoch auflodern; den Hintergrund bildet "5 To 1", ein Rock'n'Roll-Kracher der Doors. "Renegade" zeichnet sich durch den einzigen echten Gastauftritt auf dem Album aus: Jay und Eminem nutzen die Gelegenheit, um sich an hasserfüllte Kritiker (in der Musikbranche wie in der Allgemeinheit) zu wenden, die unfähig sind, sich in Künstler hineinzudenken. Jigga drückt sich auf dem Titeltrack deutlich aus: "Reasonable Doubt -- classic, shoulda went triple." The Blueprint steht zwar nicht auf einer Stufe mit Reasonable Doubt, ist aber auf jeden Fall eine ziemlich gute Scheibe. --Rebecca Levine

INTRO

Shawn Carter, das ist einer jener Typen in HipHop, an die man differenziert herangehen muss. Ihr, meine Leute da draußen, wisst, was das bedeutet: Es gilt Musik, Lyrics und Person getrennt voneinander wahrzunehmen. Wer Jay-Z ernsthaft zuhört, dem vergeht recht bald das Lachen. Getting jiggy with the hustler schlechthin. Man könnte ihm allerdings zugute halten, dass er nun wirklich nicht versucht, irgendwas von dem Scheiß, der in seinem Kopf so rumschwimmt, zu verbergen. Im Booklet langt er sich locker in Geberpose an den Gürtel, sind jede Menge Geldscheine abgebildet, auf der CD klebt ein Sticker mit dem egotrippenden Text "Nothin' but smashes!", und das erste Stück heißt ganz bescheiden "The Ruler's Back". Jay-Z vergeudet keine Zeit mit falscher Bescheidenheit. Der Typ weiß, dass sein Hammer richtig hängt - mal ehrlich, vom Hitfaktor her gibt es nur wenige über ihm: Timbaland, die Neptunes, Dr. Dre und Missy (und ich wette, dass ihn vor allem letztere grämt). Aber wo würde ich denn bleiben, wenn nur noch die mir theoretisch und auch im Alltag viel sympathischeren Conscious-Jungs Platten machen dürften - sicherlich nicht um halb sechs in der Kneipe meines Vertrauens auf dem Tisch. "Guilty / Not-Guilty" war einer der Tracks des Jahres - auch wenn mich natürlich die Hustlersymbiose mit R. Kelly inhaltlich zum Kotzen brachte; letzteres bezieht sich vor allem auf "Fiesta", des Textes schlimmster Sumpf. Hier spricht der Bodensatz des amerikanischen Schulsystems. Und der Track erzählt uns zu korrekten Beats von der Unschuld vieler gejagter Afroamerikaner, von der Vergangenheit im Ghetto und jeder Menge "Girls, Girls, Girls" - im letzteren Track erklärt er, dass er Girls liebt. Nein, Alter, du gebrauchst sie. Aber das muss ich keinem mehr erzählen. Aber vielleicht muss das so kommen, wenn man in den Marcy-Projects von Brooklyn aufgewachsen ist, mit 16 Drogendealer wurde und dann ins nicht minder üble Musikbiz abgerutscht ist - da muss das eigene Label fast schon stringenterweise Roc-A-Fella heißen. Diese Platte kommt von einem Typ, der nicht mehr im Kopf hat als die zwei Haare, die drauf sind. Oder: Die Hüfte sagt super; der Kopf sagt: dem Typen möchte ich die Eier abzwicken. Geht okay mit Kollegin Grether, mit der ich gerade sprach. Bonustrack: Das Gute an sexistischem Hustler-HipHop wie dem von Jay-Z ist der in ihm angelegte soziale Sprengstoff, gerade in Amerika. Ich möchte nicht wissen, wie sehr sich die weiße Oberschicht das Ende dieses freimütig performten Gebräus - aus Kohle durch die Gegend schmeißen, Frauen schaukeln und Drogen aus der Nase bröckeln lassen - wünscht. Aber das Rad der Geschichte lässt sich nicht zurückdrehen. Und wenn kein Herz in der Stadt liegt (aus "Heart Of The City"), dann darf man sich nicht wundern, wohin das alles führt. Wow. Jetzt habe ich doch ein gutes Zitat auf der Platte gefunden. Premiere. Ich bin raus.

Jelenia Gora / Intro - Musik & so
mehr unter www.intro.de

Jazz thing (11/01)

Jay-Z mag die große Attitüde. Mit dicker Zigarre im Mund sitzt der Star-Rapper auf dem Plattencover von "The Blueprint" lässig auf einem Tisch. Seine Reime dagegen feuert Jay-Z auf seinem neuesten Werk ohne größeres Brimborium pulvertrocken ab. Auch die Beats der Scheibe sind teilweise schnörkellos und auf den Punkt gebracht. Doch ein wenig ausschweifenden Luxus gönnt sich der obercoole HipHop-Krieger schon: ein paar rockige Gitarrenriffs hier und ein Stückchen soulige Gelassenheit dort, einen organisch-warmen Groove-Bass, einige geschickt eingebaute Samples oder ein allerdings nur mittelprächtiges Duett mit Skandal-Rapper Eminem. Diese "Extras" tun der Platte gut und verhindern, dass man bei Jay-Zs manchmal doch ziemlich monotoner Erzählkunst zu schnell vorwärts skippt.

© Jazz thing - Christoph Giese

Produktbeschreibungen

Blueprint
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