Alle die auf der Suche nach der passenden, musikalischen Untermalung des Herbstes sind, könnte dieses Album interessieren. Bei dem Album "The Blue" handelt es sich um eine musikalische Reise quer durch die emotionalen Empfindungen eines Menschen, allem voran natürlich die Melancholie. Novembre - welch passender Bandname - gelingt es auch, bravourös die traurigen Momente des Lebens zu vertonen, was vor allem auch der warmen Stimme von Carmelo Orlandeo zu verdanken ist. Doch neben der klaren Singstimme kann er auch richtig fies growlen, was der Musik eine gehörige Portionen Düsternis verleiht. Der Name, der vielen Hörern dieser CD in den Sinn kommen mag ist Opeth und das ist gar nicht mal so abwegig, wenngleich die Musik von Novembre doch in ihrer Gesamtheit deutlich sanfter daherkommt. Fehlen tun natürlich auch die Einsprengsel akustischer Gitarren nicht. Man höre sich den Übergang von "Cantus Christi" zum Instrumental "Zenith" an: Gänsehaut pur! Ich wage einen Vergleich, der im Zusammenhang mit Novembre so gut wie nie gestellt wurde - die Musik erinnert mich nämlich tatsächlich auch an die CD "Comfort Me, Infínity" von der Gruppe "Paragon of Beauty". Die Eigenständigkeit und Perfektion von Opeth erreichen Novembre zwar (noch?) nicht, aber wem Opeth gefällt und die melancholische Ausrichtung mag, wird an dieser CD nicht vorbeikommen.