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The Blue Gardenia - Eine Frau will vergessen
 
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The Blue Gardenia - Eine Frau will vergessen

Anne Baxter , Richard Conte , Fritz Lang    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Anne Baxter, Richard Conte, Ann Sothern
  • Regisseur(e): Fritz Lang
  • Komponist: Raoul Kraushaar, Bob Russell, Lester Lee
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 20. Juni 2008
  • Produktionsjahr: 1953
  • Spieldauer: 85 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0017IK9LE
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.720 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Vielleicht gehört die blaue Gardenie nicht zu den allerbesten Filmen Fritz Langs, dennoch kann man ihn als äußerst stimmungsvoll, spannungsreich und vibrierend erzählt bezeichnen. Die Handlung dürfte dem heutigen Zuschauer vielleicht etwas vorhersehbar vorkommen und sie ist auch nicht allzu kompliziert gestrickt, aber dennoch ist ihr Unterhaltungswert nicht zu verachten und die schauspielerische Bandbreite der weiblichen Darstellerriege um Anne Baxter und Ann Suthern fällt nicht nur nachvollziehbar, sondern herzzerreißend leidenschaftlich aus. Schade, dass der Auftritt Nat King Coles, der den Titelsong performt, recht kurz kommt. Aber nicht nur diese Szene in der "Blue Gardenia" zeugt von der sagenhaften Stimmung, die der Produktion aus dem Jahre 1953 ihre geradezu magische Ausstrahlung verleiht. Freuen Sie sich auf die DVD und summen Sie mit, wenn es heißt: "Blue Gardenia, Now I'm alone with you, And I'm so blue..."  

Moviemans Kommentar zur DVD: Die DVD bietet griffige Kontraste und auch in dunkleren Einstellungen breit aufgefächerte Schwarzabstufungen. Überbelichtungen lassen sich auch in hellen Räumen nicht bemängeln (Muschelbrunnen, 00:14:31). Die Schärfewerte geben sich präzise und nur leichtes Rauschen zeigt sich auf Wandflächen. Nur hin und wieder lassen sich noch Artefakte, wie kleinere Dropouts oder Moirés auf gemusterten Oberflächen, verzeichnen (Korbsessel bei 00:16:34 oder 00:15:48). Die Originalfassung in Mono rauscht ein wenig mehr als die deutsche Version und die Stimmen klingen im Vergleich zur sehr klaren deutschen Synchro eher knarzig. Somit steht der guten Verständlichkeit im Deutschen ein höherer Nostalgiewert im Englischen gegenüber. Zur Bonusausstattung gehören die Biografie von Fritz Lang und einige Programmtipps. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Die attraktive Telefonistin Norah Larkin erhält einen Brief ihres Verlobten, in dem er die Beziehung für beendet erklärt. Um ihren Kummer zu vergessen, nimmt sie eine Einladung des Playboys Harry Prebble an, die eigentlich ihrer lebensfrohen Kollegin Crystal galt. Ein schwerer Fehler, denn nach dem Abendessen mit vielen hochprozentigen Cocktails wird der Schwerenöter zudringlich. Als Norah am nächsten Morgen erwacht, kann sie sich nicht mehr an den Ausgang der Nacht erinnern. Schockiert liest sie in der Zeitung, dass Harry Prebble erschlagen in seiner Wohnung aufgefunden wurde. Ist sie tatsächlich

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ray TOP 500 REZENSENT
In den 50er Jahren brillierte Fritz Lang vor allem mit dem düsteren Fillm Noir "Heißes Eisen", den er 1953 im Anschluß an den weniger bekannten "The Blue Gardenia" drehte.
Nora Larkin (Anne Baxter) lebt in einer Wohngemeinschaft mit ihren Freundinnen Crystal Carpenter (Ann Sothern) und Rose Miller (Ruth Storey). Im dem Girl-Haushalt geht es etwas chaotsch zu und alles dreht sich um die Männer.
Norah arbeitet als Telefonistin bei der West-Coast Telephone Company, mitten in Downtown Los Angeles. Die junge Frau ist hübsch und blond, auch etwas naiv.
Gemeinsam flirten die drei Frauen mit dem Cartoonist und Zeichner Harry Prebble (Raymond Burr), der als unverbesserlicher Schürzenjäger bekannt ist. Crystal gibt ihm sogar ihre Telefonnummer, denn immer nur mit Exmann Homer (Ray Walker) ausgehen ist auf die Dauer auch etwas öde.
Norahs Freund ist im Koreakrieg und am gleichen Abend erfährt sie per Brief, dass ihr Traummann im Krieg eine Krankenschwester kennen und lieben gelernt hat.
Frustriert nimmt sie den Hörer ab, als es klingelt und am anderen Ende der Leitung Prebble auf ein Rendezvous mit Crystal hofft. Durch diese Verwechslung hockt sie bald mit dem Weiberheld im In-Restaurant "Blue Gardenia", wo sogar Nat KIng Cole auftritt.
Nach ein paar Drinks wird Norah immer betrunkener, so fährt sie auch bereitwillig mit in Prebbles Wohnung. Dort kommt es zu einem Annäherungsversuch, zur heftigen Notwehr und schon liegt Norah auch auf dem Boden und schläft sich den Rausch aus. Als sie aufwacht, verlässt sie die Wohnung. Es regnet in Strömen. Am anderen Tag muss sie aus den Nachrichten erfahren, dass Prebble ermordet wurde. Aber sie kann sich an nichts mehr erinnern. Ist sie eine Mörderin ?
Jedenfalls sucht der Zeitungsmann Casey Mayo (Richard Conte) eine Schlagzeile und die Suche nach dieser unbekannten Frau, die mit Prebble im Blue Gardenia saß und ihn anschliessend tötete, steigert natürlich die Auflage...
Ein netter Thriller der schwarzen Serie mit einer sehr gut spielenden Anne Baxter, die immer mehr im Laufe der Geschichte die Verletzlichkeit und Hilflosigkeit ihrer Figur glaubwürdig darstellen kann.
Sie ist die von der Polizei und der Sensationspresse verfolgte Frau, die langsam dem Wahnsinn entgegentreibt und selbst nicht weiß, ob sie den ihr zur Last gelegten Mord überhaupt begangen hat. Die Geschichte ist interessant auch durch die anderen Figuren, die unmittelbar in Noras Nähe agieren und die Fritz Lang nie ausser Acht lässt.
Das Ende kommt zwar abrupt, aber dafür eine recht originelle Auflösung.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von christine TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses bei Wilhelm Busch entliehene Zitat ("Die fromme Helene") könnte auch das Problem der Heldin in Fritz Langs Noir "The blue Gardenia" umschreiben: Die junge Telefonistin Norah Larkin (Anne Baxter) feiert ihren Geburtstag nicht mit ihren Wohnungsgenossinnen, sondern allein mit einer Flasche Sekt und dem Bild ihres in Korea stationierten Freundes. Wenig taktvoll beendet dieser aber in einem seiner raren Briefe die Beziehung. Aufgewühlt nimmt sie die Einladung des Malers Harry Prebble (Raymond Burr) an, einem berüchtigten Frauenheld. Nach etlichen Rum-Cocktails landen die beiden in seiner Wohnung, wo die betrunkene Norah irrtümlich in ihm ihren Freund zu erkennen glaubt. Als sie ihren Irrtum bemerkt, ist Harry nicht bereit, sie gehen zu lassen. Nach einer folgenschweren Auseinandersetzung flüchtet Norah. Am nächsten Morgen wird Harry tot aufgefunden und Norah kann sich an nichts erinnern. Der Journalist Casey Mayo (Richard Conte) versucht mit einem offenen Brief an die vermeintliche Mörderin, die Auflage seines Blatts zu steigern. Ob Norah ihm trauen kann?

Als Kriminalfilm funktioniert der Film tatsächlich nur sehr begrenzt, da der Film, obwohl die Gewissensnöte Norahs von Anne Baxter hervorragend dargestellt werden, nie den Eindruck erweckt, sie sei die Täterin. In ihrem alkoholisierten Zustand hätte sie kaum einem Kerl wie Prebble gefährlich werden können, es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Verdächtigste nie der Mörder ist und bei eventuellen Rachegelüsten hätte sie sich in der langen Reihe enttäuschter Frauen, die ihm etwas antun wollten, ganz hinten anstellen müssen.
Aber der Film hat ganz andere Qualitäten. Er zeichnet ein Bild der amerikanischen Gesellschaft der 50er Jahre, wie es vielleicht nur ein Europäer kann, hintergründig, entlarvend, manchmal witzig, teilweise aber auch sehr zynisch. Unterschwellig geht es dabei sehr oft um Sex. Norah teilt sich mit zwei ebenfalls allein stehenden Frauen eine Wohnung: Die reifere Crystel Carpenter (Ann Sothern) ist geschieden, nutzt jede sich bietende Gelegenheit für einen Flirt und scheint wieder eine sehr intime Beziehung mit ihrem Exmann Homer angefangen zu haben. Die junge Sally redet von ihren Kriminalromanen als handele es sich um Liebesgeschichten. Ihr freudiger Aufschrei, als das von ihr vorbestellte Buch ankommt, ließ mich an eine erotische Implikation denken. Hm! Harry Prebble wird zwar als "bad guy" eingeführt, der mit der vagen Ankündigung einer Eheschließung anscheinend eine Reihe erotischer Beziehungen angefangen hat. Dabei versprüht Burr jedoch so viel virilen Charme, dass der Zuschauer ihm seinen Erfolg abnimmt. Richard Conte spielt diesmal den Journalisten, der einer Tatverdächtigen helfen will, in "Kennwort 777" war er der Verurteilte, der mit Hilfe eines Journalisten seine Unschuld beweisen konnte. Zu Beginn stellt sein Fotograph beeindruckt fest, wie viele Telefonnummern von Frauen er habe. Die Beziehung zu Norah nimmt hingegen einen eigenartigen Verlauf: Sie lügt so unglaubwürdig, wenn sie darauf besteht, die Geschichte einer Freundin zu erzählen, öfters verhaspelt er sich, aber Mayo stellt sie nicht zur Rede. Anscheinend macht Liebe wirklich blind, sein entsetzter Ausdruck, als sie verhaftet wird, lässt wirklich Beschützerinstinkte wach werden. Man kann die Darstellung auch als sozialkritisch verstehen. Der film-dienst spricht von der Darstellung der "Abhängigkeit von Frauen in patriarchalischen Gesellschaftsstrukturen". Da ist was dran.

Der Zusammenhang zwischen Emanzipation und Zigarettenqualm ist schon oft herausgestellt worden. Nie habe ich aber den Einsatz von Zigaretten derart pointiert erlebt. Während andere Leading Ladies beim Telefonieren lässig die Zigarette aus dem Mund nehmen, steckt sich Ann Sothern zum Telefonieren eine an. Bevor sie sich morgens ins Bad begibt, steckt sie sich erst einmal eine an, um ihren Tag zu planen. Eigentlich ekelig, aber sehr cool dargestellt!
Die Kameraarbeit ist ganz dem Film Noir verpflichtet. Die nächtliche Tankstelle darf ebenso wenig fehlen wie ein sparsam ausgeleuchtetes Großraumbüro. Die hervorragende Lichtregie kann Langs Wurzeln im deutschen Expressionismus nicht verleugnen.
Der Einsatz von Musik ist beachtlich. Während der Filmscore eher jazzige Elemente präsentiert, steht das von Nat King Cole (taucht auch in einer Szene im Film auf) gesungenen Lied "Blue Gardenia" für Norah, die Musik Richard Wagners ist ein Hinweis auf eine andere Frau. Prebble hatte quasi für jede Frau ein anderes Thema. Dass hier ausgerechnet "Tristan und Isolde" (Liebestod!) zu hören ist, steht im wunderbarem Kontrast zur Begriffsstutzigkeit eines amerikanischen Journalisten ("Musik, eine Oper glaube ich.").
Die Krimihandlung lässt es sich nicht nehmen, immer wiederkehrende Handlungselement wie die obligatorisch blinde Blumenfrau (deren wichtigste Aussage ist, die gesuchte Frau habe eine angenehme Stimme!), die übellaunige Zugehfrau, die erst einmal aufräumt, bevor die Polizei kommt und das am Tatort vergessenen Taschentuch zu gebrauchen. Herrlich unernst wird es, als die am Tatort zurückgelassenen Schuhe -das wichtigste Indiz- dazu dienen, die Möchtegern-Täterinnen aufgrund ihrer falschen Schuhgröße zu "entlarven". Cinderella absurd. Und: "Es gibt keine größere Überraschung als eine Frau ohne Schuhe." Eben.

Die Ausstattung der DVD ist sehr bescheiden. Das Bild ist erkennbar nicht restauriert, immerhin optionale deutsche Untertitel. Als Extras Informationen zu Lang auf einer Texttafel (ohne Brille nur schwer zu entziffern) und den Trailer. Fazit: Auch "Brotarbeit" wurde für Lang nie zur bloßen Routine. Als Krimi durchschnittlich, als Gesellschaftsportrait mit vielen Aha-Effekten. Das Ende war mir persönlich dann doch zu glatt, aber das schmälert nicht den guten Eindruck. Anschauen lohnt sich. Ich schwanke zwischen vier und fünf Sternen, als Lang-Fan runde ich gerne auf!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Film Noir von Fritz Lang 17. Januar 2009
Von Senguel
Wenn man die anderen Filme von Fritz Lang kennt - aus der Schaffungsperiode der 30er und 40er Jahre - enttäuscht der Film nachhaltig. Man merkt förmlich, wie wenig Spielraum Lang in dieser Warner-Produktion gegeben wurde, um sich kreativ zu entfalten. Stilelemente des Film Noir findet man spärlich. Die Auflösung des Mordes ist so trivial, dass man sich geradezu ärgert eineinhalb Stunden auf ein vermeintlich spannendes Ende gewartet zu haben.
Aber da ist wieder "alte" Fritz Lang in einigen Szenen mit dem expressionistischen Stil am glänzen - etwa wenn Anne Baxter nachts in die abgedunkelten Redaktionsräume tappst, dort winzig klein wirkt und in großen Lettern in Neonlicht der Name des Zeitungsmoguls R. Conte aufblinkt, wird klar, wie es sich um die psychologische Verfassung der Baxter bestellt bzw. wem sie gänzlich ausgeliefert ist. Grandios solche Szenen!
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