Nach seinem kurzen Abstecher in die 'Klassik' und den Filmmusikbereich, verwöhnt uns Chris Rea auf ' The Blue Café ' wieder mit 12 kommerziellern Songs, die in ihrem Soundgewand alle Stärken seines Könnens miteinander vereinen. So finden wir neben rockigen Nummern wie zum Beispiel ' Square Peg, Round Hole und Miss Your Kiss ' zwei Titel die durchaus auch auf den Alben - Road To Hell oder Auberge - erscheinen hätten können, und mit - Where Do We Go From Here?, Sweet Summer Day und Stick By You - auch wieder drei Songs, die dem Zuhörer das großartige "On-The-Beach-Feeling", wieder sehr ausdrucksstark und melancholisch rübergebringen. Daneben gibt es wie immer die berühmten tief nachdenklichen Songs, wie - Shadows Of The Big Man, Since I Found You oder As Long As I Have Your Love.
So hatte ich beim ersten Anhören dieses Albums das Gefühl, das ich hier gerade eine "Best-Of-Sammlung" mit völlig neuen Titeln anhöre, die mir zwar einerseits alle irgendwie vertraut erscheinen, aber andererseits wieder völlig neu waren. Ein solches Gefühl bei mir zu erzeugen gelingt nicht sehr vielen Musikern. Chris Rea war aber immer ein Künstler, der mich gerade in dieser Hinsicht schon mehrmals im Laufe der letzten vier Jahrzehnte tief beeindruckte, und der es immer wieder fertig brachte mich trotz, oder gerade wegen seiner vielen musikalischen Stil- und Richtungsänderungen immer wieder zu überzeugen, um nicht zu sagen zu verblüffen.
Neben den gewohnten Musikrichtungen Reas gibt es auf - The Blue Café - aber auch sehr viel Blueselemente zu belauschen. So macht das Album auch seinem Albumtitel - The Blue Café - alle Ehre, denn die Songs sind in der Tat "Blue" oder besser gesagt "Bluesig angehaucht". Erwähnenswert wäre an dieser Stelle vielleicht noch, dass der Albumtitel auch in einem Tatort verwendet wurde, was aber keinen Einfluss auf meine "Fünf-Sterne-Wertung" hat.