INTRO
Und ewig heulen die Hunde den Mond an. Originelles Singer/Songwriter-Album aus NY, das überhaupt nicht so klingt, sondern nach zeitenthobener Weite, in der es sich gut einige Monate über einmal zugefügte Verletzungen nachdenken lässt: "I Don´t Want To Shout Back Or Answer One Question / Without A Plan, Or A Counter-Attack." Die Songs verfügen über eine profunde Tiefe, die sich (vielleicht) erst beim wiederholten Hören erschließt (doofe Floskel, ich weiß, aber hier lohnt sich Geduld). Die Arrangements der einzelnen Songs, die auch gern mal kürzer als zwei Minuten dauern, sind perfekt, filigran mit viel Mut zur Lücke, können jedoch, wenn es angebracht scheint, mit Akkordeon, Cello, Violine, Mandoline und Säge enorme Spannungsbögen produzieren, die sich bestens zu Nina Nastasia's heller Stimme fügen. Produziert hat übrigens Steve Albini und er hat einen ziemlich perfekten Job gemacht, denn die Gefahr von Weinerlichkeit und kitschiger Schönheit liegt hier recht nahe, er hat sich fürs Rustikale entschieden. Die Texte sind bilanzierend und mitunter schonungslos sinister: "The Same Day Keeps Happening (...) / You Can´t Remember Why You Stayed." Oder: "So Little Gets Done / So Little Is Fun."
Ulrich Kriest / Intro - Musik & so
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