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The Black Rider

Tom Waits, William S. Burroughs Audio CD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (3. Januar 1995)
  • Erscheinungsdatum: 1. Januar 1993
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Island (Universal)
  • ASIN: B000001E29
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Hörkassette  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 22.521 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Lucky Day Overture 2:27EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  2. The Black Rider 3:21EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  3. November 2:53EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  4. Just The Right Bullets 3:35EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  5. Black Box Theme 2:42EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  6. 'Tain't No Sin 2:25EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  7. Flash Pan Hunter/Intro 1:10EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  8. That's The Way 1:07EUR 0,99  Kaufen 
Anhören  9. The Briar And The Rose 3:50EUR 0,99  Kaufen 
Anhören10. Russian Dance 3:11EUR 0,99  Kaufen 
Anhören11. Gospel Train/Orchestra 2:33EUR 0,99  Kaufen 
Anhören12. I'll Shoot The Moon 3:51EUR 0,99  Kaufen 
Anhören13. Flash Pan Hunter 3:10EUR 0,99  Kaufen 
Anhören14. Crossroads 2:43EUR 0,99  Kaufen 
Anhören15. Gospel Train 4:43EUR 0,99  Kaufen 
Anhören16. Interlude0:18EUR 0,99  Kaufen 
Anhören17. Oily Night 4:23EUR 0,99  Kaufen 
Anhören18. Lucky Day 3:42EUR 0,99  Kaufen 
Anhören19. The Last Rose Of The Summer 2:07EUR 0,99  Kaufen 
Anhören20. Carnival 1:16EUR 0,99  Kaufen 


Produktbeschreibungen

Rezension

20 Titel - Songs und Instrumentals - schrieb Tom Waits für das Bühnenstück "The Black Rider" von Robert Wilson und William S. Burroughs, das im März 1990 am Hamburger Thalia-Theater uraufgeführt wurde. Aufgenommen seinerzeit in Hamburg und zum Teil später in San Francisco, kommt die Musik in Waits-typischer Manier provokativ ungeschliffen daher, mal polternd perkussiv ("Russian Dance"), dann sanft und voller Poesie ("The Briar And The Rose"). Wieder einmal entzieht sich Waits jeglicher Kategorisierung, nicht zu überhören sind jedoch Anleihen bei Kurt Weill sowie der Kabarettmusik der 30er Jahre - insbesondere im Titelsong, den Waits genüßlich mit einem deutschen "R" phrasiert.

© Stereoplay -- Stereoplay

Den Faden, den Barden-Rauhbein Tom Waits bei der Theaterinszenierung von Robert Wilson am Hamburger Thalia- Theater aufnahm,spinnt er als "Black Rider" vollends aus: in zwanzig Songs und musikalischen Versatzstücken, die ohne weiteres aus einer Weill-Brechtschen Produktion stammen könnten. Die grummelnde Stimme quengelt steinerweichend zum Akkordeon,quetscht sich zwischen chansoneske Orchestertöne,geleitet von Baßklarinette und Viola. Das ist bei aller Güte selbst für die Waits-Gemeinde schwer verdauliche Kost.

© Audio -- Audio

Produktbeschreibungen

incl. booklet - Versand aus Deutschland. Sie bestellen:CD:Tom Waits,The Black Rider/Label: Island/ Published

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von bartgesang TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Tom beginnt seine dritte Schaffensdekade 1990 am Thalia-Theater in Hamburg. Robert Wilson adaptiert hier den Freischütz-Stoff, William Burroughs, der große alte Mann der amerikanischen Beatnikbewegung steuert doppelbödig-dunke Texte über Drogenmissbrauch und seine Folgen bei - und Tom der Teufel macht dazu die Musik. Die Welt ist im Umbruch - und der schwarze Reiter macht nachts an den Wegkreuzungen im Wald glänzende Geschäfte.

"The black rider" erschien erst 1993 auf Platte. Vielleicht brauchte es ja zunächst den Erfolg von "Bone machine", damit Island Records den Mut fasste, diese Songs auf die Menschheit los zu lassen. Damit wird "The black rider" zu Toms letzter Veröffentlichung bei seinem zweiten Label, obwohl sein Inhalt gute zwei Jahre älter ist als die Vorgängerplatte. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, "The black rider" an den Anfang der 1990er zu stellen. "Bone machine" von 1992 ist eine Weiterentwicklung des hier eingeschlagenen Wegs und gehört daher in der Reihe weiter nach hinten.

"You know my number - 3927704 - call any time". Auf "I'll shoot the moon" fordert uns Tom dazu auf, doch mal anzurufen. Wer könnte da wiederstehen - selbst wenn auf der anderen Seite der Gehörnte den Hörer abnimmt. Denn niemand anderes ist es, der uns hier in der "Lucky Day Overture" in "Harry's Harbour Bizarre" seine Freaks vorführt, der in "The black rider" lockt und in "Just the right bullets" den Dealer mimt.
Das ganze Album ist eine Monstrosität. Es ist bis in seine kleinsten Winkel hinein theatralisch maßlos überzogen. Hier finden sich mit "Gospel Train" und "Oily night" Toms brutalste Songs. Greg Cohen ist zum letzten Mal mit von der Partie und hinterlässt einige derart schief-bucklige Instrumentals, dass man nur mit offenem Mund staunend daneben stehen kann. Auf "November" heult die singende Säge wie nie zuvor, im "Russian Dance" stampfen Leute in schweren Stiefeln den Beat und Tom zählt Russisch dazu den Takt ein. Zugpfeifen heulen, echte Krähen krächzen über dem Himmmel der Songs, in "Flash pan hunter" heult Tom wie ein geprügelter und hungriger Hund, dass es einem das Herz zusammen krampft. "Crossroads" ist für mich musikalisch der Höhepunkt der Platte, ein dunkler, böser, lauernder Song, unheilsschwanger und tragisch. Und "That's the way" muss man gehört haben, mit der alten brüchigen Stimme von William Burroughs beim Vortrag eines bodenlos-traurigen, weltverlorenen Gedichts, unterlegt von Toms melancholisch wimmernder Theater-Musik.

Mit "The black rider" befinden wir uns tatsächlich an einer Wegkreuzung. Einigen alten Fans geht die Richtung, die Tom mit seinem Weg zum Theater musikalisch hier einschlägt, zu weit. Es gibt Stimmen, die rückblickend meinen, mit seiner Kolaboration mit Robert Wilson habe er sich verrannt, das ganze sei ein Irrweg über den man besser den Mantel des Schweigens deckt. Zu extrem, zu artifiziell.
Ich mag mich da nicht festlegen. Ich kann nur eins sagen: "The black rider" hat mich noch jedes Mal in seinen finsteren Bann ziehen können. Diese Platte ist ein akkustischer Snuff-Film, sie ist Toms Version von Death Metal. Oder, um ihn selbst vom Live-Vorgänger "Big Time" zu zitieren: "Not for everyone. Whose, who love action maybe."

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Dies ist der dreizehnte Teil meines Annäherungsversuchs an den Waitschen Kanon. Zum Vorgänger gelangen Sie hier: "Big Time". Weiter geht es mit "Night on Earth".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man with a thousand voices 5. Juli 2007
Von Hugo Humpelbein TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Als ich vor etwa zwei Jahrzehnten anfing, Tom Waits zu mögen, liebte ich ihn zunächst nur für seine tieftraurigen Rotwein-Heuler à la "Tom Traubert's Blues", in denen er auch gern seine Stimme auf versoffen und alt gestellt hat. Bester Repräsentant dieser Kategorie Waits-Songs ist auf dem hier vorliegenden Album "The Briar And The Rose".
Was ich früher gar nicht mochte, war Waits' experimentelle Ader. Doch endlich fange ich an, auch die ungemütliche, provokante Seite seiner Kunst zu lieben, bei der häufig knarzig gesprochene, gejaulte, gejammerte, gekreischte, geflüsterte oder gebrüllte Lieder herauskommen. Meine Faszination für diese akustische Abenteuerreise geht so weit, dass mir jene Sparte inzwischen regelrecht fehlt, wenn ich Toms ganz alte, normale Platten höre, denn der Kontrast von harmonisch und grässlich macht ein Album erst richtig aufregend.
Es ist an der Zeit, dass ich Tom Waits nun hochachtungsvoll den Beinamen "Man with a thousand voices" verleihe.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das kultige Blues-Grunge Musikal auf CD ! 21. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Format:Audio CD
Wer das Glück hatte, das Bühnenwerk "The Black Rider" von R. Wilson, T. Waits und W. Burroughs auch nur einmal zu sehen oder zu hören (und sei es nur auf Video oder in der wunderbaren Inszenierung eine Münchner Low-Budget-Theaters) und Gefallen gefunden hat an der lustvollen Bildersprache Wilsons, am musikalischen Ideenreichtum Waits' oder an der suggestiven Kraft der Texte Burroughs', der wird diese CD lieben und die "five stars deluxe" verstehen, die das Werk vom ersten bis zum letzten Ton verdient. Die fremd-ländische Rhythmik, die ost-europäischen Melodien und die verspielt-schockierenden Texte von Tom Waits, machen das Hören für Fanatiker zum Genuß - und für "absolut beginners" zur "Einstiegsdroge" in Richtung bluesiger Grunge (oder grungiger Blues). Als absolutes MUSS kann man bei dieser CD nur mit dem Teufel einstimmen, wenn der bei Wilson / Waits / Burroughs singt: "come on along with the Black Rider, we'll have a gay old time".
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