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The Big Switch: Der große Wandel. Cloud Computing und die Vernetzung der Welt von Edison bis Google
 
 
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The Big Switch: Der große Wandel. Cloud Computing und die Vernetzung der Welt von Edison bis Google [Taschenbuch]

Nicholas Carr
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: mitp; Auflage: 2009 (6. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3826655087
  • ISBN-13: 978-3826655081
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.518 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Hochinteressant. Carr belegt mit einer umfassenden historischen Analogie, dass Computer-Versorgungsunternehmen die firmeneigenen IT-Abteilungen ersetzen werden so wie die Stromversorger die firmeneigenen Generatoren verdrängt haben ... The Big Switch ist eine beeindruckende Diskussion der positiven und negativen Aspekte des kommenden World-Wide-Computer-Zeitalters.«

Thomas P. Hughes, Autor von Human-Built World und American Genesis

Kurzbeschreibung

Nicholas Carr beschreibt in dieser deutschen Übersetzung des amerikanischen Bestsellers die nächste IT-Revolution und dass dadurch immense Folgen auf unsere Wirtschaft und Gesellschaft zukommen werden. Dabei erläutert er detailliert die Entwicklung der Computerindustrie in den letzten Jahren sowie insbesondere entscheidende neue Technologien wie das Cloud Computing und dessen Auswirkungen auf traditionelle Firmen wie z.B. Microsoft und Dell.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unterm Strich beschreibt das Buch die Geschichte der Computer und des Internets. Weiters beleuchtet es die Vor- und Nachteile des Web2.0 und die aktuellen Entwicklungen der IT. Es zeichnet aber in Summe ein sehr beunruhigendes Zukunftsszenario. Ich habe mir neue Impulse und Ideen erwartet, die sind aber leider ausgeblieben.

Warum ich Herrn Carr für einen guten Autor halte (deshalb doch 3 Sterne):

Das Buch ist gut zu lesen und was er schreibt wirkt sehr überzeugend. Dazu bedient er sich eines guten Tricks der, muss ich zugeben, auch bei mir funktioniert hat.
Zuerst beschreibt Herr Carr völlig unreflektiert die Vorteile des Internet und des Web2.0. Parallel rollt er die Geschichte der Elektrizität auf und beweist" so wie sich das Internet entwickeln wird. In der zweiten Hälfte des Buchs schildert er dann die bekannten Risiken des Web2.0 und zeichnet ein Bild das bis zu Massenarbeitslosigkeit reicht und zu Menschen deren Gehirne an den allumfassenden Computer angehängt und die von ihm beherrscht werden. Ein wahrlich gut geschriebener Epilog rundet seine Schilderungen ab und macht wirklich nachdenklich.

Warum ich das Buch nicht mag (deshalb höchstens 3 Sterne):

Wenn man die Schilderungen kritisch hinterfragt reduziert sich das Buch, neben den historischen Details, auf eine Tatsache: Die Welt ändert sich laufend und das bringt Chancen und Risiken mit sich.

Für mich gibt es drei Hauptkritikpunkte warum ich mit der Aussage des Buchs nicht übereinstimme:
1.)Der Vergleich zwischen Elektrizität und IT stimmt wenn ich nur die Basisinfrastruktur der IT betrachte (also Storage, Rechenleistung, Endgeräte,...). Herr Carr betrachtet in seinem Vergleich aber auch Applikationen (z.B. ERP) und die werden zwar vielleicht nicht mehr von den Unternehmen selbst erbracht werden, aber nie zwischen den Unternehme so austauschbar wie Strom.
2.)Wie Dietrich Dörer in Die Logik des Misslingens" darlegt neigt der Mensch dazu die Zukunft als lineare Weiterentwicklung der Vergangenheit zu sehen. Die Zukunft entwickelt sich nicht linear und so ist die Vermutung, dass sich die IT-Branche gleich entwickeln wird wie die Elektrizitätsbranche nicht haltbar haltbar. Es gibt zwar parallelen aber das war's dann auch schon. IT wird in Summe mehr sein als Strom.
3.)Herr Carr begeht einen Fehler, der in unserer westlichen" Gesellschaft inzwischen üblich ist. Die Überbewertung des Computers für unsere Zukunft. Der Computer und das Internet wird schon eine Rolle spielen aber Überalterung, Verknappung von Ressourcen und Umweltverschmutzung sowie viele andere Faktoren werden die Zukunft vielleicht noch stärker prägen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mimir TOP 1000 REZENSENT
Nicholas Carr teilt sein Buch in zwei sehr unterschiedliche Teile. Im ersten Teil 'Eine Maschine' beschreibt er in lockerem, typisch amerikanischem Schreibstil die umwälzenden Entwicklungen der Methoden zur Energieerzeugung und deren Nutzung im letzten und vorletzten Jahrhundert. Im zweiten Teil 'In der Wolke leben' führt er den »World Wide Computer« (WWC) ein und thematisiert die Veränderungen durch das Internet sowie die aktuellen Entwicklungen in der Computernutzung.

Leider betrachtet Carr die Welt aus einer verengten US-amerikanischen Weltsicht. Er sieht die Situation in den USA zu Beginn des neuen Jahrtausends und stellt fest, dass die Energieerzeugung in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend zentralisiert wurde. Dabei überspringt er einerseits die Gefahren der damit einhergehenden Monopolisierung, andererseits ignoriert er die sich gerade auch in Deutschland entwickelnde und bereits vor Jahrzehnten propagierte Dezentralisierung in diesem Bereich (kleine Blockheizkraftwerke sind effizienter, das 'Zuhause-Kraftwerk' von VW ist im Kommen).

Außerdem verfestigt sich der Eindruck, dass Herr Carr zwar auf den bösen Riesen Microsoft mit Vergnügen eindrischt, die Datenkraken Google oder Amazon aber sehr vorsichtig, fast ehrerbietig behandelt. Verwirrend sind darüber hinaus seine Ansichten über Hardware und Software, da er sich vorstellt: »statt von Hardwareanbietern produziert und verkauft zu werden, könnten die virtuellen Geräte in Anwendungen eingebaut oder sogar als Open-Source-Software produziert und kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Ein großer Teil des traditionellen Hardware-Geschäfts würde einfach verschwinden.« Intel zittert schon: der PC am heimischen Schreibtisch wird überflüssig, da er nur noch virtuell existiert!

Nach dem fast euphorischen ersten Teil ändert der Technologiekritiker Carr seinen Betrachtungsfokus, seine Zielrichtung. Er thematisiert soziale Folgen, technische und persönliche Sicherheit, Überwachung, Wandel der Gesellschaft, die Erfolge der Künstlichen Intelligenz (KI). Doch gerade beim letzten Punkt bleibt Carr wieder in einer eigenartig distanzierten Position, obwohl gerade die vehementen Verfechter der KI in den vergangenen Jahrzehnten ihre eigenen euphorischen Prophezeiungen ständig korrigieren mussten. Carr beschreibt 'Cloud Computing', ohne die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen für seine eigene Thesen des ersten Teils darzulegen. Er beleuchtet (fast euphorisch) die Möglichkeiten der aktuellen Suchmaschinen, lässt aber revolutionäre Ansätze wie 'Wolfram|Alpha' außen vor.

Insgesamt wirkt das vorgeblich provokante Werk als Ganzes zwar klar und stringent, ist in Details aber diffus oder gar widersprüchlich. Die gewählte Analogie zu Energieversorgern ist in der Tiefe wenig überzeugend, der Begriff des WWC zu undifferenziert. Überhaupt weisen manche Behauptungen Carrs darauf hin, dass er das Internet in seinem Aufbau, in seiner Funktionsweise und in seiner Tiefe nicht komplett verstanden hat; dazu verwendet er zu viele Phrasen. Ebenso die IT-Realität in vielen Betrieben, wo sich die betriebswirtschaftliche Software in der Praxis eben nicht so einfach durch Serviceprovider ersetzen lässt. Denn die von Carr oftmals benannte wirtschaftliche Effizienz hätte andernfalls schon längst genau dazu geführt!

Dabei legt Carr seine Finger auch in tiefe Wunden, wenn er die sozialen und kulturellen Veränderungen durch das Internet beschreibt: »Die revolutionärste Folge der Ausweitung der Fähigkeiten, der Reichweite und des Nutzens des Internets besteht möglicherweise nicht darin, dass Computer anfangen, wie wir zu denken, sondern dass wir anfangen, wie Computer zu denken. Unser Bewusstsein wird ausdünnen und verflachen. ... Die künstliche Intelligenz, die wir schaffen, könnte unsere eigene sein.«
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Prof Dr Olaf-Axel Burow TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Das Internet versorgt uns ohne Zweifel mit faszinierenden neuen Möglichkeiten, die manche schon vor Jahren, wie Piere Levy, vom Entstehen einer kollektiven Intelligenz träumen lassen. Vor lauter Begeisterung über die Chancen, hat sich aber bisher kaum jemand differenziert mit den Schattenseiten und Gefahren auseinandergesetzt.
Wer darüber mehr wissen und aus kritischer Perspektive verstehen will, wie das World Wide Web Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur und uns selbst verändern kann, muss Nicholas Carr lesen. Seine brillant beschriebene Geschichte der Vernetzung der Welt zieht eine überzeugende Parallele: So wie die Entdeckung der Elektrizität zu einem radikalen Wandel fast aller Bereiche unseres Lebens geführt hat, so ist das Internet dabei unser Leben zu revolutionieren. Doch anders als die Elektrifizierung der Welt, die zu einer beispiellosen Erhöhung des Lebensstandards für die Massen geführt hat, bedroht das World Wide Web durch die Möglichkeiten der Standardisierung, Automatisierung und Vernetzung viele Berufsgruppen, was z.B. Journalisten gerade eindrücklich erleben. Carr zeigt, dass die Pioniere ' wie zu Zeiten des Goldrausches ' innerhalb kürzester Zeit märchenhafte Vermögen erwirtschaften können, während immer mehr Nutzer unter Arbeitsverdichtung, dem Zwang permanenter Erreichbarkeit und sinkenden Löhnen leiden. Crowdsourcing, die kostenlose Mitarbeit der Nutzer, nützt vor allem den Unternehmen. Sogar das Auseinanderdriften von arm und reich sieht Carr als eine Folge dieser von wenigen angeeigneten und keiner gesellschaftlichen Kontrolle unterlegenen Rationalisierungsgewinne. Aber nicht nur das: Datenverarbeitungsysteme, so Carr, folgen der Logik der Bürokratie und überziehen die Gesellschaft mit einem immer präziseren Netz engmaschiger Kontrolle. Vor diesem Hintergrund löst sich die Vision neuer Freiheiten durch das Netz auf, war sie doch lediglich einer Übergangsphase geschuldet, in der Politik und Wirtschaft aufgrund der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit kurzzeitig in die Defensive gerieten. In Carrs kritischer Perspektive wächst sich das Internet, dessen Ursprung nicht von Ungefähr beim Militär lag, zu einem universellen Big-Brother-System aus, dem es zunehmend gelingt, unser Denken, Fühlen und Handeln ' ohne dass wir es merken ' in immer mehr Bereichen zu steuern. Detailliert belegt er, wie personalisierte Suchmaschinen und Internet-Shops uns mit gefilterten Informationen versorgen und unsere Bedürfnisstruktur beeinflussen. Auch Politik, Militär und Geheimdienste nutzen die neuen Möglichkeiten: Ausgefeilte Data Mining Systeme folgen unseren Spuren ' Privatsphäre und Anonymität sind längst eine Illusion. Carr ergeht sich aber nicht nur in Schwarzmalerei , sondern verweist durchaus auch auf Chancen. Wichtig sind seine Hinweise auf die Ambivalenz vieler der neuen Errungenschaften. So kann z.B. das, was wir als Erleichterung und Service empfinden, indem wir auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Angebote erhalten, auch zur schleichenden Abschaffung unserer mühsam erkämpften Freiheiten führen.
Anders als naive Propagandisten der sagenhaften Möglichkeiten des Internet, analysiert Carr in differenzierter Weise Chancen sowie Gefahren und wagt sogar einen visionären Ausblick, der an unsere eigenen Überlegungen anknüpft. So hatten wir in unserem Wissenschaftsthriller 'Gottes Gehirn' (Burow & Johler 2000/2009)Gottes Gehirn: Thriller derzeit lebende Wissenschaftler mit leicht abgewandelten Originalzitaten vorgestellt, die davon träumen, den menschlichen Geist in eine Maschine zu übertragen und damit ein Superhirn zu schaffen. War das bei uns noch eine illusionäre und blutige Angelegenheit, indem die Schöpfer der kollektiven Intelligenz Gehirne raubten und neu zusammenfügten, so zeigt Carr anhand der Visionen der Google-Gründer, Brin und Page, dass unsere literarische Phantasie auf ganz andere Weise Realität zu werden droht: In Weiterführung der Ideen des Begründers der Künstlichen Intelligenz, Marvin Minsky, (der bei uns Lennard Lansky heißt) träumen die Google Gründer Brin und Page von der Weiterentwicklung ihrer Suchmaschine zu einer Art Superhirn, einem kleinen Programm, dass sie direkt in unserem Gehirn installieren möchten. Hier zeigt sich, dass unsere Freiheiten von einem bestimmten Typ von Wissenschaftlern und Technikmachern bedroht sind, die fasziniert von den Möglichkeiten der Berechenbarkeit der Welt, vergessen, was unser Menschsein ausmacht. Für sie ist das Universum keine Emanation eines geheimnisvollen Geistes, sondern der logische Output eines Computers. 'Sobald das Universum entstand, begann es zu rechnen' behauptet der MIT Professor Seth Lloyd. Carrs Buch zeigt, dass es höchste Zeit ist, diesem Denken Grenzen zu setzen und dafür zu sorgen, dass das Internet zu einer Quelle neuer Freiheiten und nicht der Kontrolle durch eine Plutokratie wird.

Prof.Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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