Produktinformation
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Moviemans Kommentar zur DVD: Solides Bild, wenig berauschender Ton und ein netter Audiokommentar.
Bild: Das Bild ist passabel, weist aber einige Problembereiche auf. Die Farben sind mitunter kräftig, neigen jedoch vor allem bei den taghellen Wüstenszenen zum Überstrahlen. Der Kontrast bewegt sich im mittleren Feld. Mehr als einmal werden Einzelheiten von der Dunkelheit verschluckt (00:04:37 und 00:10:20). Neben deutlichem Rauschen tauchen auch immer wieder stehende Rauschmuster auf (00:29:48). Kurz gesagt, man merkt dem Film auch in diesem Bereich sein kleines Budget an, aber insgesamt ist das Bild dennoch gut.
Ton: Die Tonspuren reißen allesamt nicht zu Begeisterungsstürmen hin, allerdings muss gesagt werden, dass die orignalen DD2.0-Spuren deutlich besser sind. Die Dialoge sind hier weit deutlicher zu verstehen. Der Upmix bringt nicht wirklich viel, weder an räumlicher Atmosphäre noch an Effekten. Beim englischen Ton ist die Sprache sehr gedämpft und schwer zu verstehen. Die deutsche 5.1-Tonspur weist des öfteren Fehler auf, so etwa bei 00:46:27.
Extras: Neben dem Trailer gibt es nur einen Audiokommentar. Dieser wird von Steve Anderson gesprochen, der auf die verschiedenen Aspekte des Films eingeht und auch erklärt, wie die namhaften Schauspieler zu seinem kleinen Low-Budget-Film gekommen sind. So interessant der Audiokommentar ist, so schade ist es aber auch, dass einige der auf der US-Disk enthaltenen Extras nicht importiert worden sind. --movieman.de
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Dabei erzählt er eine selbst schon seltsame, allerdings nicht sehr große Geschichte: John, ein erfolgloser Schauspieler, der nichts als Schulden hat, erhält von seinem anstrengend-aufdringlichen Nachbarn (der John erstaunlich gut zu kennen scheint...!) den Auftrag, einen blauen Koffer in einem Wüstenkaff an einen mysteriösen Trucker, der sich "Cowboy" nennt, zu übergeben. Zunächst gar nicht von dieser Idee begeistert, willigt John schließlich ein, als man ihm zusichert, dafür genau das Geld zu bekommen, das er zur Schuldentilgung braucht. Auf geht es also in die große Leere... auf geht es nach Baker, Kalifornien. Dort muß John feststellen, daß er "Cowboy" verpaßt hat. Während er auf dessen Rückkehr wartet, hat er ausreichend Zeit, die skurrilen Einwohner des Örtchens, ihre Sorgen und ihre Konflikte miteinander näher kennenzulernen - und mit einigen davon kommt er sogar hautnah in Kontakt...
Storymäßig war's das dann schon fast, auch wenn es natürlich noch die eine oder andere Verwicklung und Überraschung gibt - und sich irgendwann sogar die Bundespolizei für einen Teil des Treibens zu interessieren beginnt. Aber schlußendlich dient all das nicht, jedenfalls nicht in erster Linie, dem Vorantreiben einer Handlung. Sondern es fungiert mehr oder weniger als eine Art Leinwand, auf der die unterschiedlich stark ausgeprägten Psychosen der Einwohner gezeichnet werden.
Mehr "Handlung" im eigentlichen Sinne braucht es aber auch nicht unbedingt, denn unser Protagonist begegnet hier einigen wirklich sehr seltsamen Menschen, deren Skurrilität zwar fast durchgängig "leise" in Szene gesetzt wird, aber nichtsdestoweniger gut unterhält - und natürlich auch diverse Lacher produziert. Teilweise fühlte ich mich hier tatsächlich fast nach Twin Peaks versetzt, insofern stimmt der Kommentar im Programm des Fantasy FilmFests 2004 schon. Wenn das alles auch natürlich nie die verstörende Wirkung der Werke David Lynchs erreicht, und vor allem auch nie eine so bedrohliche Stimmung in der Luft liegt. Dennoch ist "Twin Peaks" ein recht treffender Vergleich, und als dann zum ersten Mal "Agent Banks" erwähnt wurde, erwartete ich für einen Moment glatt, gleich Kyle MacLachlan durch die Szenerie stapfen zu sehen ;)
Leider wird "The Big Empty" dann gegen Ende hin recht unbefriedigend. Man bekommt fast den Eindruck, der Film habe nun mal irgendwie einen Abschluß finden müssen, und da machte man dann, was sich gerade so anbot. Das ist schade, denn nach einer gewissen Zeit war man dann eigentlich doch ziemlich gespannt auf die Auflösung des Mysteriums - die aber in ihrer Umsetzung eben die Erwartungen nicht halten kann, meiner Meinung nach. Zudem wird der Geschichte eine Moral angehängt, die ich unpassend und auch recht platt fand. Außerdem kommt mir unser Protagonist mit ein paar Leuten zu WENIG in Kontakt. Statt die selbe Art von Seltsamkeit immer und immer wieder präsentiert zu bekommen, hätte ich gerne ein paar mehr verschiedene Skurrilitäten erlebt.
Das alles gibt ein paar Punkte Abzug in der Gesamtbewertung - aber dennoch ist "The Big Empty" eine klare Empfehlung, wenn man einen Film sucht, über den man etwas mehr nachdenken muß. Es gibt hier wunderbar merkwürdige Charaktere und gute Schauspieler - und es gibt außerdem eine Kameraarbeit zu bewundern, die einige großartige Bilder verantwortet. Insgesamt 6,5 von 10 Punkten, aber mit steigender Tendenz.
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