Mal wieder Schweden-Pop, mal wieder Friska Viljor - mit "The Beginning Of The Beginning Of The End" bleibt alles beim Alten in der Stockholmer Zappelpop-Industrie. Himmelhochjauchzend starten die aufgeregten Bläser in "Larionov" ins neue Friska Viljor-Album. Ein zappeliger Beat, die obligatorischen Synthesizer und auch der Mitsing-Chor dürfen nicht fehlen, denn so bewegen Friska Viljor seit nunmehr sechs Jahren erfolgreich ihre Fans. "Come On" ergänzt den treibend zappelnden Einstieg in die Platte und fordert dem Titel zufolge auf, spätestens jetzt die Hüften zu bewegen. Positive Vibes soweit das Ohr hören kann; liegt man sich bei "You Meant Nothing" noch schunkelnd im Arm, lassen einen "My Thing" und "What You Gonna Do" aufgrund ihrer humoristischen Ader, die durch zahlreiche Instrumente erzeugt wird, mit einem Lächeln zurück. Mehr aber auch nicht. Wem das zu viele rosa Wölkchen sind, der kommt auf "The Beginning Of The Beginning Of The End" einzig bei "Useless" auf seine melancholischen Kosten. Denn hier wird mit Akustikgitarre und zerbrechlichem Gesang aus tiefstem Herzen vermisst. Der Rest ist ein durchschnittliches Toben und Springen zu Songs wie "Malou" oder "Passionseeker". Höhepunkt dessen ist der an Instrumenten und Effekten viel zu überladene siebenminütige "Epos" "People And So On", der als letzter Titel die Sache im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf den Punkt bringt. Frei nach dem Sprichwort: "Kennst du einen, kennst'se alle", lässt sich kaum passender ein Resumee dieser Platte ziehen. Nun sei es jedem frei gestellt, ob er das für gut befindet, weil die freudigen Indie-Pop-Schweden eh einen Stein im Brett haben. Oder aber man entscheidet sich doch für das Gegenteil, da die Spannungskurve in ihrer Entwicklung hier eindeutig zu wünschen übrig lässt. Es ist wohl zu vermuten, dass die Herren jedenfalls mit diesem Projekt keine großen Experimente mehr über's Knie brechen. Aber ein bisschen frischer Wind hält zukünftig sicher ein paar mehr Fans bei der Stange.