Nobody does it better - das gilt auch für Simons neuestes Werk. Der erste Longplayer seit dem hochgelobten "Letters never sent" von 1994, und einer der persönlichsten seit langem. Minimalistisch instrumentiert und mit dem Fokus auf ihrer aussergewöhnlichen Fähigkeit, komplexe Lebenszusammenhänge in eingängige Harmonien zu verpacken, klingt die Ex-Frau von James Taylor nach einer reifen Sarah MacLachlan meets Joni Mitchell. "Scar" z.B. thematisiert ihre eigene Krebserkrankung, "Big Dumb Guy" das menschliche Trauma der Computerisation unserer Gesellschaft. Gelungen auch die selbstkritische Abrechnung "We our dearest friends", in der sich Simon von den sie umgebenden oberflächlichen Mitmenschen zu distanzieren versucht, aber bemerkt, dass sie selbst ein Teil dieser all-smiles-Gesellschaft ist. Intelligente Platte für aufmerksame Zuhörer.