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Daß die Beatles unvergeßliche Songs schrieben, weiß mittlerweile jedes Kind. Weil auch den King's Singers diese Tatsache nicht entgangen ist, ließen die englischen Sangeskünstler 19 Titel der Fab Four von Meistern ihres Fachs arrangieren. Dabei erstarren die königlichen Sangesfreunde nicht etwa in Ehrfurcht vor ihren ordensbehängten Landsleuten: Souverän und mit Witz treiben sie mit den schönsten Nummern ihre zum Teil britisch skurrilen Scherze. Ihre "Penny Lane" steckt voll lockerem Swing, und "Mother Nature's Son" erinnert an romantisch bewegten Chorgesang. Wirklich toll treiben es die Sänger bei den großen Hits der Beatles. So siedeln sie "And I Love Her", "Yesterday" und "Eleanor Rigby" zwischen mittelalter- lichem Minnesang und amerikanischen Showklängen an, und "A Hard Day's Night" verwandeln die sechs in einen à la Golden Gate Quartet vergoldeten Worksong. Dabei reizt das Sextett sämtliche Klangspielereien aus, die sich mit Stimmen und Körperresonanzen erzeugen lassen. Beispielsweise unterma- len in Hits wie "Ob-la-di, Ob-la-da", "Help" und "Black Bird" - die legen- dären Comedian Harmonists lassen grüßen - zartes Gurgeln im Bala- laikasound, gesungene Baßlinien oder Schmatzen als rockendes Schlagzeug die eingängigen Melodien. Wozu noch Instrumente, scheinen sie sich zu fra- gen, wenn es uns gibt. Mächtig schrummt der Stimmbaß in "Back In The U.S.S.R.", bei "Eleanor Rigby" dürfen natürlich die (gesungenen) Streicher nicht fehlen, und in "Got To Get You Into My Life" wird sogar eine stimm- liche Imitation digitaler Schlagzeugeffekte eingebaut: die Ruckführung der Computerklänge auf die natürlichen. Dabei überrascht, wie klar und präzis die Toningenieure in den Abbey-Road-Studios die Stimmen der beiden Coun- tertenöre Jeremy Jackman und Alastair Hume, des Tenors Robert Chilcott, der Baritone Anthony Holt und Simon Carrington sowie den Baß Colin Masons abbilden. Die Techniker postierten die Mikrophone zwar sehr nahe bei den Sängern, rücken aber dennoch deren Lippen nicht zu nahe an das Ohr des Hö- rers. Daß die Stimmen jeweils deutlich ortbar bleiben, zählt zu den weite- ren Pluspunkten dieser grandiosen, von britischem Humor durchdrungenen Aufnahmen.
Eine echte Grenzüberschreitung: Die schönsten Beatles-Titel a cappella von den King's Singers auf ihre höchst subtile, ausgefeilte Art interpretiert. Sicher eher etwas für den an kammermusikalischer Vokalkunst interessierten Klassik-Freund als für den Sound-verliebten Pop-Fan.
man muss vermutlich weder die kings singers noch die beatles mögen, um diese platte gut zu finden (vielleicht ist das sogar hinderlich, wenn ich mir die rezi des ein-stern-kritikers so ansehe).
nicht umsonst gibt es die partituren dieser genialen adaptierung der vertretenen beatlesklassiker auch zu kaufen. ich denke aber, dass es für amateur- und hobbysänger schwierig sein wird, sich an die performance der KS heranzusingen. dies liegt primär an den hier gebotenen markanten stimmen, aber auch an dem augenzwinkernden humor, der spielerischen eleganz und der mühelosigkeit, mit der hier formuliert und geträllert wird sowie rhytmische geräusche produziert werden.
meine favoriten sind "help", "back in the ussr" und "lady madonna", bei diesen songs fetzen die KS nur so durch die vorlage, das ist mitreissend und begeisternd. bei "mother nature's son", "eleanor rigby" oder auch "michelle" werden die "klassischen" chorgesangsqualitäten der KS deutlich - letztlich ist jeder song auf seine art großartig...
aber das ist keine CD für den küchenradio! die tonqualität der aufnahme ist absolut superb und dies macht einen nennenswerten anteil am hörspass aus! jedes atmungsgeräusch der sänger ist zu hören, eine entsprechende wiedergabemaschine vorausgesetzt, kann man mit geschlossenen augen sogar die aufstellung und die größe der protagonisten vor sich sehen. auch die mikrofonabstände oder kopfdrehungen sind auszumachen. die ausmasse des aufnahmeraumes werden anhand der nachhallzeiten deutlich.... dem toningeneur gebührt hier ebenfalls anhaltender applaus, viel besser kann man acapellagesang nicht aufnehmen, für den sound locker nochmal fünf sterne.
kleiner tipp am ende: wenn sie einen hochwertigen vinyldreher haben, machen sie sich trotz der superben CD-aufnahme auf die suche nach der - allerdings sehr raren - LP. auf dieser wirken die stimmen noch natürlicher und körperlicher und der abgebildete raum ist noch durchhörbarer. auch wirkt die CD - jedoch nur im unmittelbaren vergleich - nicht ganz so dynamisch.Lesen Sie weiter... ›
Mehr gibt's eigentlich gar nicht dazu zu sagen. In höchst gekonnter Manier bieten die King's Singers hier Welthits der Beatles dar. Teilweise wird sehr überraschend mit den Vorlagen umgegangen, "Can't buy me love" als Madrigal ist so ein "absoluter Überhammer". Über die gesanglichen Qualitäten der KS mehr zu sagen, hieße Eulen nach Athen tragen. Nur dies noch: Im Gegensatz zu späteren Pop-Arrangements wirken diese hier überhaupt nicht britisch-unterkühlt! Wer als Chorsänger - ich hatte das Glück - mal einige von diesen Arrangements singen durfte, hat die hohe Klasse der Stücke mit Sicherheit schätzen gelernt (nachdem er sie zunächst sicherlich verflucht hat... ;-) ). Meine Lieblingsstücke und Anspieltips aus dieser CD: Can't buy me love, Blackbird, Back in the U.S.S.R., I follow the sun und I want to hold your hand. Ein Muß nicht nur für a-capella-Fans!
... dieses Album ist ein 100%iger Hörgenuss - sowohl für Klassikfreunde als auch eingefleischte Fans der Fab Four's. Hier werden nicht nur eben ein paar populäre Beatles-Hits runtergeplärrt. Die Songs sind neu arrangiert und perfekt auf die Formation der King's Singers zugeschnitten. Da steckt hörbar Kreativität und Witz dahinter - einfach genial! Es wird auch nicht mit ein und demselben Format über alle Songs drübergebügelt - jeder erfährt eine individuelle Bearbeitung entsprechend dem Charakter des Liedes. Schon mal "Can't bye me love" auf madrigal-isch gehört?! Ach, was soll ich noch länger schwärmen - kauft euch das Ding!
Eine Umsetzung der legendären Beatles-Songs die auf Anhieb Herz und Gemüt des Zuhörers erfasst. Hier wird nicht nachgeäfft sondern behutsam, der Musik dienend, eigenes an Kreativität hinzugefügt. Alle echten Beatles-Freunde werden begeistert sein.
Ein paar der besten Beatles-Titel wurden a capella von den King's Singers interpretiert. In Verbindung mit ihrer höchst ausgefeilten Art der musikalischen Darstellung findet man ihre subtile Ader und besondere Wirkung besonders in den Stücken 4, 5 und 13. Diese Art der Interpretation soll jedoch eher dem an kammermusikalischer Vokalkunst interessierten Klassik-Freund als dem Allround-Beatle-Fan zum Hörgenuß dienen.
Die Kings Singers kommen eher von der klassischen Musik. Und das merkt man vielen dieser technisch und gesanglich perfekten Interpretationen an. Da fehlt vielfach der Rythmus und Pep.
Trotzdem: Wohl kaum eine Acapellagruppe singt so perfekt und In-Tune wie diese. Und das ist allemale interessanter und anspruchsvoller als beispielsweise die Prinzen.
Meine Empfehlung für Freunde des erdigeren Gesangs: Die Persuasions haben auch eine CD nur mit Beatles-Songs gemacht. Und DAS kommt auch dem Pop näher als diese bisweilen etwas hüftsteifen Interpretationen.
Eines vorweg : Ich mag die King Singers und erst recht die Beatles !!
Ich habe mir deshalb heute nochmal in aller Ruhe die komplette CD angehört.
Es gibt ja durchaus mehrere interessante und teils auch gelungene Versuche, die bekanntesten Songs der Beatles orchestral oder auf ähnliche Art und Weise zu interpretieren.Man höre sich nur mal die 12 Cellisten der Berlinrer Philharmoniker ( Beatles in Classic )an...
Die vorliegende Aufnahme der Kings Singers kann mich nicht überzeugen.
Die meisten Songs wirken aufgesetzt und geradezu maniriert, ja fast unerträglich.
Bezeichnenderweise sind es für mich die wenigen schnellen, akzentuierten Interpretationen, wie zum Beispiel Nr. 17 ( Michelle ) und 18 ( you`ve got to hide..) die ich sehr gelungen finde und einen Eindruck von dem geben, was alles man hätte daraus machen können.