Ich bin eigentlich ganz zufällig auf den Film aufmerksam geworden, nachdem ich den Trailer im Vorspann eines anderen Filmes gesehen habe. Da ich selbst gerne mit der Kamera auf die Jagd gehe, war ich sofort fasziniert. Auch der Cast sprach mich an und deswegen hab ich mir den Film besorgt. Da er zusätzlich auf einer wahren Begebenheit basiert, war ich umso mehr gespannt. The Bang Bang Club war eine Gruppe von Fotojournalisten, welche sich mit der Apartheit in Südafrika beschäftigten. Es wird einem gezeigt wie Journalisten damals mit ihrer Kamera nach Motiven gesucht haben und wie sie sich in Lebensgefahr brachten. Zur damaligen Zeit herrschte ein brutaler Krieg in Südafrika. Die Menschen machten gegenseitig Jagd auf sich und es wird bei der Gewalt kein Blatt vor dem Mund genommen.
Das braucht es auch nicht, denn auch heute werden täglich erschreckende Bilder in den Medien gezeigt. Die Journalisten kamen mit ihren Aufnahmen zu Weltruhm und heimsten auch den Pulizer-Preis für ihre Arbeiten ab. Damit man die schrecklichen Bilder auch verarbeiten kann, wird spät Abends auch gerne mal zur Flasche gegriffen. Was jedoch wirklich einem ans Herz geht ist jener Umstand, dass die Journalisten - davon gehe ich auch heute noch davon aus - teilweise wirklich nur das Bild sehen und sich nicht weiter dafür interessieren, was zum Beispiel weiter mit dem Volk basieren wird. Denn sobald es keinen Krieg oder Demonstrationen mehr gibt, ist auch die Arbeit getan.
Das wird auch dem Zuseher klar gemacht, denn wer dem Beruf des Kriegsfotografen nachgeht, muss sich immer in jene Gebiete begeben, wo es an jeder Ecke kracht und man sich ständig um sein Leben fürchten muss. Genau diese Szenen werden schön vom Regisseur herausgearbeitet und es wird nicht nur das Leben der Fotografen gezeigt, sondern auch auf das Leid der Anderen eingegangen. Der Film überzeugt durch emotionale und intensive Bilder und einer tollen Geschichte. Denn es ist sicherlich nicht jedem klar, in welcher Gefahr ein Kriegsfotograf sich begibt. Es gibt nicht viele Filme, wo es sich so klar herauskristallisiert, dass Bilder wirklich mehr sprechen als so mancher Text.
The Bang Bang Club ist ein emotionaler, intensiver und spannender Film, welche den Zuseher langsam in die Welt einführt, nur um ihn dann mit einer harten Keule erwischt und ihn erst am Ende wieder loslässt.