Das gleichnamige Album ist das beste Album von The Band und das beste Album einer amerikanischen Band. Für mich ist zusammen mit den Beatles-Klassikern Sgt. Pepper, White Album und Abbey Road das beste Album aller Zeiten. Es verarbeitet alle traditionellen amerikanischen Musikstilrichtungen Blues, Country, Folk und Rock und macht daraus einige der schönsten Lieder aller Zeiten. Das Album hat viele Musiker wie Eric Clapton beeinflusst und begeistert, der nachdem er Music from big pink und dieses Album gehört hat Cream aufgelöst hat, da sie nicht an The Band heranreichen konnten (sagt man).
Die fabelhaften Musiker sind Levon Helm am Schlagzeug aus Holz, um den Sound der Band genau zu treffen, und der Mandoline, Richard Manuel spielt Klavier und Klavier, Rick Danko ist Bassist, Robbie Robertson Gitarrist und Garth Hudson am piano, organ und Saxophon kreiert teilweise unbeschreibliche Soundeffekte. Was The Band so besonders macht ist ihr unbeschreiblich harmonischer Gesang und die Individualität ihrer Stimmen, wie sie sonst vielleicht nur noch die Beatles haben. Die Stimmen von Helm, Danko und Manuel gehen einfach unter die Haut.
Die Songs überzeugen durch Abwechslung, immer wieder unerwartete Ideen und Melodien, wie man sie noch nie gehört hat. Sie haben ihre Roots in der Musik und schaffen damit einen völlig neuen Sound. Die Musiker sind alle ausgeglichen gut, keiner sticht und will herausstechen. Es geht um die Songs, die mit die schönsten Melodien aller Zeiten haben. Alle Songs stammen aus der Feder Robbie Robertsons, der sich zum Songwriter der Band entwickelt hat und aus dem Schatten Dylan's getreten, der beim Vorgänger an einigen Songs mitgeschrieben hat.
Der Opener Across the great divide hat einen super Refrain und einen genialen Bläserpart. Rag Mama Rag mit Violinenintro und genialem Pianospiel von Garth und einem ungewöhnlichen Arrangement. Meine Lieblingstelle ist, wenn das Pianosolo (so was hat man noch nie gehört) in die Bridge übergeht und eine wunderschöne Melodie in die höchsten Töne geht. Das wohl bekannteste Lied ist The night they drove old Dixie down, das auch Joan Baez zu einem Hit machte. Doch die Originalität der Band erreicht sie bei weitem nicht. Der zum Weinen bringende Gesang Levon Helms über eine Südstaatenfamilie im Bürgerkrieg und das Harpspiel Richard Manuels während der Strophe machen eine der schönsten Melodien der Rockgeschichte perfekt. When you awake ist eine bluesig gezupfte Gitarrenballade. Der nächste Hit Up on cripple creek ist immer im The Band Bühnenrepertoire gewesen. Beeindruckend das wie eine Maultrommel klingende Clavicord Garth's, das dem Lied einen ungeheuren Drive gibt. Eine einfühlsame Ballade mit dem gefühlvollem Gesang Richard Manuel's ist Whispering pines. Eine sehr rockige Komposition, bei der der gemeinsame durcheinandergehende Gesang der drei Sänger hervorsticht, ist Jemima Surrender. Mein heimlicher Favorit ist der Acousticgitarren, Mandolinensong Rockin' Chair mit Akkordeon verfeinert und einem unbeschreiblichem Refrain. Look out Cleveland und Jawbone sind eher bluesig-rockige Songs. Die schöne Ballade The unfaithful servant geht vor allem mit dem schlichten Gitarrensolo und dem ihm folgendem Bläsersatzteil unter die Haut. Der letzte Song King Harvest, bei dem es um einen Mann geht, der seine Farm und Existenz verloren hat und die Gewerkschaft seine einzige Rettung ist, schließt mit seiner Originalität eine rundum gelungene Platte ab
Obwohl es eine Mischung verschiedener Musikrichtungen ist, kann man kein Lied in irgendeine Schublade stecken. Sie übertreffen sich an Melodien und Originalität. Das Thema ist das südliche, ländliche Amerika zur Zeit des Bürgerkriegs, geht aber um das Lebensgefühl und das Leben dieser Zeit, nicht den Krieg.
Dieses Album ist mein absoluter Liebling. Wer das nicht kennt, tut mir leid.