Martin Scorsese's brillianter, biografischer Film über den sagenumwobenen Howard Hughes, kongenial mit Leonardo Di Cario in der Hauptrolle besetzt, ist schlicht und ergreifend ein Film aus der Reihe "Pflichtprogramm" ....
Mehr braucht an dieser Stelle über diesen Film nicht gesagt werden ....
Kommen wir nun zu der Instrumentalmusik aus der Feder des Meisters des Understatement, Howard Shore.
Lange Zeit war dieser Mann für Filmscores bekannt, die wie angegossen im Film im Hintergrund liefen, aber sobald der Film vorbei war, hatte man die Melodien schon vergessen.
Dabei kann Shore mehr als das - und das hat er z.B. mit den Musiken zu "THE LORD OF THE RINGS" (die komplette Trilogie) und "THE YARDS - Im Hinterhof der Macht" (mit Mark Wahlberg, Joaquin Phoenix und James Caan) eindrucksvoll bewiesen.
Und was er hier kredenzt ist ein wahrer Ohrenschmaus !
Angelegt wie eine kleine Symphonie, üppig fast schon ausufernd instrumentiert (bei der Instrumentierung werden im Übrigen sehr schön unterschwellig die Epochen aufgegriffen, in denen der Film spielt - die 30iger und 40iger Jahre), umschmeichelt sein Score des Hörer's Ohr wie ein wunderbares Gemälde in Musik.
Dieses Gemälde ist allerdings keins, das Frohsinn erweckt, sondern ein in dunklen und stellenweise fast schon düsteren Farben gehaltenes Portrait :
Shore hatte schon immer die Angewohnheit, die innere Gefühlswelt der Filmfiguren in seiner Musik zum Ausdruck zu bringen - Hughes war ein dermaßen komplexer Charakter, daß eine melancholische und stellenweise düster-melodische Symphonie unumgänglich erscheint.
Kein Score, den man sich immer wieder zur Entspannung anhören kann, aber wenn man in der richtigen Stimmung ist, wird man mit einem wahrhaften Erlebnis was Filmmusik anbelangt belohnt ....
Eine absolute Empfehlung !!!!