"The Avenger" gehört meiner Ansicht nach zu den besten Amon Amarth-Scheiben und kommt nach dem Überalbum "Versus The World" in meiner Amon Amarth-Rangliste auf Platz 2. Und das trotz der sehr kurzen Spielzeit von gerade mal 36 Minuten.
Die Wikinger preschen in "Bleed For Ancient Gods" gleich zornig und mit ungeheurer Kraft los. Eingängigkeit ist hier ebenso groß geschrieben wie die Brachialität. "The Last With Pagan Blood" schaltet geschwindigkeitstechnisch gleich einige Gänge runter und überzeugt durch eine schleppende, dramatische und eingängige Melodie. In einer ähnlichen Region befindet sich "North Sea Storm", nur den Zornfaktor noch tiefer gedreht. Hier dominieren heroische Melodien. Beim 7 Minuten langen "Avenger" ist die Geschwindigkeit noch weiter gedrosselt. Eine enorm schleppende Melodie sorgt für sehr dramatische Stimmung, eingängig, mitreißend - man fühlt sich wie auf hoher See mitten in einer Schlacht. "God, His Son And Holy Whore" legt wieder ordentlich los. Hier bekommt man den Zorn der Nordmänner ordentlich zu spüren. Das mit knapp vier Minuten kürzeste Stück "Metal Wrath" ist ziemlich brachial und geprägt von Wut. Rausschmeißer "Legend Of A Banished Man" zeigt sich mit einer sehr tragischen Melodie und klingt, als hätte der Rächer seiner Schlacht verloren.
Auch auf dem zweiten Long Player zelebrieren die Schweden großartige Melodien, so mitreißend und eingängig wie selten etwas anderes. Wut im Bauch und Heldenhaftigkeit im Blut - Musik, die dramatisch und dennoch brachial ist. Zu Recht meine Lieblingsband!!!