Wer erinnert sich nicht an die beeindruckende Droidenarmee, die gewaltige Skyline von Coruscant und das spektakuläre Podrennen aus "Star Wars Episode I". Wer schon immer mal wissen wollte, welche Vorarbeiten nötig sind, bis die optische Perfektion des endgültigen Films erreicht ist, der sollte sich den Bildband "The Art of Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung" zulegen.
In der sehr informativen Einleitung erfährt der Leser, dass den Zeichnern weitestgehend freie Hand gelassen wurde. Lediglich die Namen der Charaktere und Orte sowie Grundzüge der Handlung standen bei Beginn der Arbeiten bereits fest. Autor Jonathan Bresman, der selbst am Set des Films zugegen war, konzentriert sich voll auf die Arbeit der Entwurfszeichner, die die Grundideen zu den Motiven des Films lieferten. Aufgrund dieser Tatsache findet man auch hauptsächlich Blei- oder Farbstiftzeichnungen vor, weniger dagegen werden Modelle und die den Filmsequenzen am nächsten kommenden digitalen Bilder vorgestellt.
Zu jedem der teilweise täuschend echt wirkenden Entwürfe gibt es einen kurzen Text, aus dem Amerikanischen von Michael Nagula übersetzt, oft auch mit kurzen Kommentaren zur Motivation der Zeichner, zu den Entwicklungsstadien der Zeichnungen und gegebenenfalls zu von George Lucas in Auftrag gegebenen Änderungen. So wird am Beispiel von Jar Jar Binks die Metamorphose einer Kreatur in den verschiedenen Stadien der zeichnerischen Entwicklung deutlich. Einen triftigen Grund, warum der Weltraumidiot neben seiner Tollpatschigkeit zu allem Überfluss auch noch so bescheuert reden musste, sucht man aber vergebens.
Wer noch mehr schwelgen möchte, dem seien die Bildbände "The Art of Star Wars Episode II - Angriff der Klonkrieger" und "The Art of Star Wars - Episode III - Die Rache der Sith" empfohlen. Der Prachtband "The Art of Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung" ist eine gute Wahl für alle, die der Bildgewalt des Kinofilms erlegen sind. Bei Anhängern des Star Wars-Kultes stellt sich die Frage des Nichtkaufs erst gar nicht.