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Die Bandbreite reicht von entspannt dahingleitenden Pop-Songs wie "Funny Break (One Is Enough)", bei dem das Duo von Sängerin Naomi Bedford unterstützt wird, über schräge Rockabilly-Elektronik-Tracks wie den Opener "Tension", angereichert mit Samples aus den Bananamen-Klassikern "The Crusher" und "Surfin Bird", bis hin zu gemächlich dahingleitenden Nummern wie "Oi!", bei dem die beiden Herren nicht umhin können, Ian Dury's Hit-Single "Hit Me With Your Rhythm Stick" aus den 80er Jahren zu zitieren. Weitere Highlights sind das bereits Live ausgiebig getestete "Doctor?" und das auf einem Sample aus dem Song "Sober" der amerikanischen Rockband Tool basierende "Tootled". Orbital setzen auf The Altogether erneut Maßstäbe im Bereich der elektronischen Musik, ohne sich selbst zu zitieren oder permanent zu wiederholen. --Norbert Schiegl
Daniel Karg / Intro - Musik & so
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Viele Leute halten Orbital somit für "Mainstream", so wie zum Beispiel Daft Punk oder Underworld. Das dem teilweise so ist, liegt an den rockigen Songs "Tension" und "Tootled". Das saxophonlastige "Oi!" ist bereits jetzt bei BBC-Sportsendungen zu hören. Dann wird die Titelmelodie von Dr Who ("Doctor?") ins Album eingebettet und wiederum in Dr Who-Trailern im Fernsehen eingespielt. Orbital sind also, zumindest in Großbritannien, momentan sehr präsent. Die Neuentdecker dieser Band haben also ein leicht zugängliches Album, wobei sich schon beim ersten Hören dessen Stärken herauskristallisieren; doch erst das mehrmalige Hören macht auch "mittelmässige" Tracks hörenswert. So erging es mir bei "Pay Per View" und "Shadows"; Beim Erstgenannten dachte ich, dass diesem Song kein Konzept zu Grunde liegt - Irrtum meinerseits! Und "Shadows" ist durch seine Chor-Samples wirklich gelungen, könnte ich mir auch als letzten Track auf dem Album vorstellen.
Ein weiterer Streitpunkt von Orbitalanhängern: Die Zusammenkunft Orbitals mit David Gray und demnach deren erster Popsong in der Bandgeschichte. Und auch "Illuminate" (mit David Gray) finde ich wirklich gut, doch besteht dieser Streitpunkt eben darin, dass mancher von Orbital keine Songs solcher Art hören will.
Das Finale des Albums stellt "Meltdown" dar, ein exzellenter Drum&Bass-Track mit oft gehörten Samples (Schreibmaschine, zerbrochenes Glas), aber auf geniale Weise in den Rhythmus eingebracht. Ein echter Hammertrack, ein wirklich gelungener Abschluss.
Abschliessend möchte ich noch anmerken, dass ich sämtliche Orbital-Alben besitze. Und dieses Album ist, genauso wie Orbitals "Brown Album" (auch "Orbital 2" genannt), das typische Wochenend-Album. Es macht gute Stimmung, besitzt fette Beats und Melodien, die einem nicht so schnell aus dem Kopf gehen. Ich denke somit, dass auch nach mir eventuell noch zahlreiche Rezensionen folgen, die konträr zu meiner Rezension das Album als "schwach" empfinden. Dem ist meiner Meinung nach aber wirklich nicht so, wenn man sich wirklich Zeit nimmt und genau reinhört...
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