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Produktinformation
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Wie bei den meisten Filmen Emmerichs besitzen bei diesem hier die Spezialeffekte weitaus höhere Priorität als gut gezeichnete Charaktere und eine plausible Handlung, und die Dialoge (gemeinsam geschrieben mit Jeffrey Nachmanoff) sind so lachhaft flach, dass man sie überall hätte weglassen können, ohne dem Film zu schaden. Das einzig Wichtige hier ist das Spektakel, nicht etwa die lahme, altbackene Geschichte von Vater und Sohn (Dennis Quaid, Jake Gyllenhaal), die ein apokalyptisches Szenario überstehen, welches durch die Auswirkungen der globalen Erderwärmung hervorgerufen wurde.
Also lehnt man sich am besten zurück und genießt die tollen Bilder eines tornadogeplagten Los Angeles, von Schneestürmen in Neu Delhi, Japan, das von pampelmusengroßen Hagelkörnern bombardiert wird und Manhattan, das zunächst von den anschwellenden Weltmeeren überflutet wird und dann aufgrund der aufkommenden modernen Eiszeit einfriert. Das ist alles durchaus beeindruckend, und Emmerich ist es offensichtlich egal, ob das wissenschaftlich korrekt ist -- also warum sollte es dem Zuschauer nicht auch gleichgültig sein? --Jeff Shannon
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Da macht ein Regisseur, der bekannt - und vor allem beliebt - ist für seine Katastrophenszenarien einen Endzeit-Film und nutzt den oft besungenen Klimawandel als Rahmenhandlung und sogleich brandet die Diskussion über die unkorrekte Darstellung von Einzelheiten der Großwetterlage auf, oder man erregt sich über physikalische Phänomene, die absolut realitätsfremd dargestellt seien. Das wäre, als würde man sich ernsthaft fragen ob Godzilla wirklich so viele Eier legen konnte, oder warum Außerirdische die Erde vernichten, wo es wissenschaftlich doch gar nicht erwiesen ist, dass es überhaupt Außerirdische gibt.
Hand aufs Herz: Wer sich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte einen Katastrophenfilm Marke Emmerich ansieht, will doch keine physikalischen, soziologischen oder gar politischen Höhenflüge zu erleben.
Was soll also all die Kritik an der Oberflächlichkeit des Films?
Roland Emmerich hat genau das gehalten, was sein Name verspricht: Harntreibende Vernichtungssequenzen, Gänsehaut auslösende Untergangsstimmung und ganz viel Heldentum und all das - wie immer - mit einer Überdosis an amerikanischem Patriotismus.
That’s him!
Wer jetzt jammert, dass er lieber einen kontemplativen Wim Wenders Film gesehen hätte, der ist wirklich selber schuld.
Apropos andere Regisseure: Absolut unsachlich ist die Kritik an der schwäbischen Herkunft des Filmemachers. Hat das etwa Einfluss auf die Anzahl der Sterne, die man hier vergibt?
Hätte ein Hamburger eventuell mehr aus dem Klimakollaps herausgeholt? Möglicherweise wäre dann ein U-Boot durch Manhattan geschwommen.
Die Wahrheit ist, die einzigen beiden großen deutschen Regisseure Emmerich und Petersen sind vermutlich nur deshalb nach Hollywood gegangen, weil die deutsche Kinolandschaft so jämmerlich farblos und ewig problematisierend ist. Und Kinogänger (oder DVD-Käufer), die einen reißerischen Endzeitschocker nicht von einer sachlichen Umwelt-Doku unterscheiden können, tragen nicht wirklich zu einer Verbesserung der langweiligen deutschen Filmkultur bei.
Wer also weiß, was er von einem Emmerich Produkt zu erwarten hat und sich gerne mitreißen lässt in eine hammermäßig, zugefrorene Welt, der wird nicht enttäuscht sein wenn er The day after tomorrow kauft. Wer sich philosophischen Tiefgang und gar ein komplexes Sittengemälde zur Zeiten des Weltuntergangs erhofft, der, hebt sich sein Geld besser für den Tag X auf, an dem es einem genialen Regisseur wirklich gelingt all das in einem Jahrhundertfilm zu vereinen (vielleicht ein Schwabe :-)!
Ich habe mich für den Kauf der 2-Disk-Edition entschieden und bin ziemlich enttäuscht. Auf die 3 Stunden Bonusmaterial kommt man nur mit kräftigen „Augen zu"-Drücken. Die unveröffentlichten Szenen mit Regiekommentar sind ganz nett (ca. 25 Minuten), die Featurette über die optischen Spezialeffekte ist sehr gut und interessant (ca 30 Minuten), aber die einstündige Dokumentation über Klimaforschung (hier ist die Message, die der Film haben wollte), die Featurette über die Toneffekte, Bildergalerien, sind na ja. Dazu noch eine Doku über den Film „Alien vs. Predator"...
Ich ärgere mich, dass ich das Geld für die Special-Edition ausgegeben haben, mit der Ein-Disk-Variante erzielt man ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.
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