Irvine Welsh, schottischer Autor, bekannt durch den Kultroman und -film Trainspotting, wirft in "Acid House" alles zusammen, gnadenlos: das Makabre und das Komische, Bizarres und Provozierendes, Zynismus und Witz. Das Produkt ist eine skurrile Sammlung von Kurzgeschichten, in denen sich die perverse Dekadenz der westlichen Zivilisation widerspiegelt. Im einen Moment zum Schieflachen, dann wieder Übelkeit hervorrufend, winden sich die Geschichten unvorhersehbar um die Charaktere, mal surrealistisch, mal endlos deprimierend. Auswege, Lösungen oder andere Möglichkeiten stehen nicht zur Debatte. Wer sich leicht schockieren lässt, wird sich hier traumatische Störungen einhandeln. Für alle anderen - ein geniales Leseerlebnis, sehr gut geschrieben, nie langweilig. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)