Vorweg, ich bin kein Fan von 50 Cent, kenne zwar seine Musik, aber mehr auch nicht.
Robert Greene ist der Autor des Buches "48 Gesetze der Macht", wodurch ursprünglich auch der Kontakt zwischen ihm und dem Künstler zustande kam. "The 50th Law" ist auch keine Biografie des Rappers, es fließen lediglich Begebenheiten aus seinem Leben ein, die die These(n) des Autors veranschaulichen und untermauern sollen.
Beim 50. Gesetz (ein 49. Gesetz gibt es meines Wissens nicht) geht es darum, dass sich erfolgreiche Menschen, auch in der Geschichte insbesondere durch ihre Furchtlosigkeit hervortun bzw. ausgezeichnet haben. Furchtlosigkeit, wenn es um Wandel, Infragestellen des Status Quo und Autoritäten geht, um das Beschreiten neuer Wege, etc. Dies versucht der Autor anhand von 10 Kapitel und u. a. den Erfahrungen des in South Side Queens aufgewachsenen Rappers ausführlicher darzustellen:
1. Einführung
2. Make everything your own - Self-Reliance
3. Turn shit into sugar - Opportunism
4. Keep Moving - Calculated Momentum
5. Know when to be bad - Aggression
6. Lead from the front - Authority
7. Know your environment from the inside out - Connection
8. Respect the process - Mastery
9. Push beyond your limits - Self Belief
10. Confront your Mortality - The Sublime
Kapitel 8, 9 und 10 haben mir sehr gut gefallen, insbesondere die "Erinnerung", dass einem Dinge nicht in dem Schoß fallen bzw. mithilfe von "The Secret" einfach durch wünschen und visualisieren passieren. Am Beispiel 50 Cent heißt dies, dass er zunächst die im seinem Viertel klassische Karriere eines Straßendealers eingeschlagen hat, sich durch Beharrlichkeit einen Plattenvertrag mit Columbia Records erarbeitet hat und wenige Wochen vor der Veröffentlichung der ersten CD nur knapp einem Mordanschlag entkam, woraufhin Columbia den Vertrag kündigte. Er beschloss daraufhin, dass er dennoch seine Musik veröffentlichen wollte und verteilte seine Tapes auf der Straße. Dadurch erregte er so viel Aufsehen, dass er schließlich von Eminem unter
Vertrag genommen wurde...
Ingesamt hat mir das Buch gut gefallen, den ein oder anderen Denkanstoß gegeben, wobei es wohl dem ein oder anderem etwas zu seicht sein könnte, an manchen Stellen hätte man sicherlich etwas kürzen können und für meinen Geschmack wurde zu oft auf die unbestreitbar beeindruckende Karriere von 50 Cent herumgeritten, zu oft die gleichen Begebenheiten erwähnt, daher vergebe ich nur 4 Sterne.