Wer hätte gedacht das sich das Serienformat "4400" über vier Staffeln
hält.
Wahrscheinlich nicht mal die Autoren selbst, denn man merkt der
vierten Staffel an, dass die "4400"-Welt nicht mehr all zu viel Potenzial
hergibt und die Geschichte teilweise absurde Verläufe annimmt.
Trotzdem gelingt es den Darstellern und den Autoren die Geschichte
dennoch weiterhin spannend und unterhaltsam darzubieten und, vor
allem gegen Ende, eine durchaus plausible Geschichte zu erzählen,
die ein weiteres mal Luft lässt für eine fünfte Staffel.
Gerade der Anfang der vierten Staffel scheint die Story nicht so recht
in Schwung kommen zu lassen.
Die gesamten Beziehungsprobleme zwischen den Charakteren
nehmen teilweise Daily-Soap ähnliche Zustände an und lenken stark
von der Hauptgeschichte ab.
In den letzten paar Folgen gelingt es den Autoren dennoch der Staffel
wieder Leben einzuhauchen und eine spannende und mysteriöse
Geschichte zu erzählen, auch wenn es den vorherigen Staffeln besser
gelang ein Mystery-Gefühl beim Zuschauer zu erzeugen.
Darstellertechnisch spielen die Charaktere ihre Rollen weiterhin in
ihrer gewohnt routinierten Art.
Herausragend ist lediglich Joel Gretsch, der vor allem in der Rolle des
kurzzeitig besessenen Bösewichts auftrumpfen kann und somit zeigen
kann, dass er nicht nur den smarten "Homeland Security Agent" spielen
kann.
Die restlichen Darsteller bleiben, bis auf einige wenige Ausnahmen
wie auch bei den vorherigen Staffeln, recht blass und eindimensional
zurück.
Staffel 4 unterhält zwar den beherzten Mysterie-Fan, kann dennoch nicht
wirklich überzeugen, da sich gerade storytechnisch zu viele Fehler
einschleichen.