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am 5. September 2001
Die Athmosphäre erinnert mehr an einen der letzteren Endzeitfilme, birgt jedoch eine weitaus interessantere Geschichte in sich. Leider wird 13th Floor immer wieder mit Matrix verglichen, wohl hauptsächlich nur wegen der fast gleichzeitigen Premiere im Kino, denn dieser Film geht einer ganz anderen Story nach, die mit Matrix nun wirklich nicht mehr viel gemeinsam hat. Zwar existiert auch hier eine Welt über der anderen, hier ist die Situation jedoch wesentlich nachvollziehbarer, da The 13th Floor nicht nur die eigene Realität sondern ebenso die Frage nach der eigenen Existenz in Frage stellt.
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am 13. September 2000
Wer Matrix gesehen hat (und wer hat das nicht), weiß um die Frage von Realität und Scheinwelt. Im Grunde ist dies auch Thematik von 'The 13th floor' nur mit dem Unterschied, das hier die Sache ziemlich ohne Action und Geballer abgeht und TROTZDEM den Zuschauer mitnimmt. Es ist ja DIE FRAGE, nicht etwa das laute Drum und Dran, die den Film wirklich interessant macht. Wer lebt also in der wirklichen Welt - und ist diese Welt das, was sie verspricht - nämlich wirklich? Rainer Werner Faßbinder hat denselben Roman vor Jahrzehnten als Fernsehfilm (Welt am Draht) verfilmt und genau seit dieser Zeit läßt mich diese Frage nicht mehr los: Gibt es uns wirklich oder sind wir nur Simulation? Die Neuverfilmung ist jedenfalls sehenswert. Die Kinoakzeptanz war leider nicht besonders, sollte aber für den Liebhaber wirklicher Science fiction nicht unbedingt maßgeblich sein, bei DEM heutigen Publikumsgeschmack. Action hat der Film wenig zu bieten, dafür aber Tiefgang. Ist doch auch was, oder?
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am 16. Januar 2001
Leider kam dieser Film im deutschen Kino viel zu kurz. Dabei hat er eine klug durchkonstruierte und spannende Geschichte mit einem leider viel zu seltenem "Twist" am Ende zu bieten. Die unaufdringlichen Special Effects sind sehr gut gemacht und so dosiert, daß nicht sie sondern die Story den Film dominiert. Die Schauspieler liefern allesamt eine sehr gute Vorstellung ab und die Athmosphäre ist unheimlich und authentisch. Zudem ist die DVD wirklich empfehlenswert. Bild und Ton sind sehr gut, die Ausstattung inkl. alternativem Ende ausgezeichnet - es muß nicht immer eine sogenannte "Special Edition" mit 2 DVDs sein!!!
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am 21. November 2000
Als ich den Film im Kino sah, verfolgte mich die Aussage des Filmes noch Tage lang. Die Parallelen zu The Matrix kann ich nur mit viel Phantasie nachvollziehen. Der 13th floor hat eine viel tiefere Aussage und ist trotzdem spannend und faszinierend zugleich. Die DVD ist Top ausgestattet und bietet einen einmaligen Einblick in die aufregenden Special Effects, auch der deutsche (!!!) Audiokommentar des Regisseurs gibt sehr viel Einblick in den Ablauf der Produktion. Ich kann diese DVD allen empfehlen! Endlich mal wieder eine DVD, die, wie man merkt mit viel Liebe zusammengestellt wurde!
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am 14. Mai 2004
Schade, dass der Film an der Kinokasse gegenüber dem Blockbuster Matrix keine Chance hatte. Denn während Matrix auf visuelle Effekte und eine gehörige Portion Action setzte , hat The 13th Floor einen ganz anderen Anspruch: Es ist eine hervorragende Geschichte, die einen sehr nachdenklich macht und zum Grübeln über die eigene Existenz animiert. Welcher andere Film kann das schon von sich behaupten?
Fakt ist: Man muss solche ruhigen Filme mögen oder ihnen zumindest eine Chance geben, sonst wird man damit nicht glücklich. Dafür bietet The 13th Floor aber auch alles, was zu einem tollen Film gehört: Jede Menge Spannung, erstklassige Schauspieler und mehr als nur eine überraschende Wendung. Unbedingt ansehen!
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am 10. November 2013
1973 drehte Rainer Werner Fassbinder seinen Zweiteiler 'Welt am Draht'. 1999 nahmen sich Roland Emmerich und der Regiesseur Josef Rusnak des Themas noch
einmal an. In 'The Thirteenth Floor' geht es um eine Gruppe von Wissenschaftlern, die auf einem Computerchip eine zeitversetzte Welt geschaffen haben -
os Angeles im Jahr 1937. In der Gegenwart gerät Nun Ein junger Wissenschaftler (Craig Bierko) in den Verdacht, seinen Lehrer (Armin Müller-Stahl) ermordet
zu haben. Um seine Unschuld zu beweisen sieht er sich gezwungen, in die virtuelle Welt von 1937 zu reisen. Nach verwirrenden Erlebnissen kehrt er in das
Jahr 1997 zurück und ist sich nicht mehr sicher, ob das nun die wirkliche Welt ist. Die Schauspieler bieten annehmbare Leistungen, die Schauplätze sind
futuristisch und stimmig. Ich bin immer etwas voreingenommen, wenn Roland Emmerich an einem Film beteiligt ist, denn seine naive Verherrlichung der USA nervt, bei diesem Film war ich aber positiv überrascht.
Bild und Ton der DVD sind wirklich gut.
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am 17. November 2007
Eine Frau aus einer Parallelwelt erklärt ihrem Möchtegern- Schatz, dass er am Draht einer weiterentwickelten Intelligenz hängt ( so schon geschehen in "Welt am Draht" 1973). Auch die Neuauflage bietet außer der Liebe über das Datum hinaus (dem Jahr 2024) keine konkretere Vision von dem, was den Helden in der Zukunft erwartet. Plüsch und Haustiere gibt es (vielleicht) nicht mehr, gemeingefährliche Ehemänner aber (bestimmt) immer noch. Gretchen Mol bringt es im Interview auf den Punkt, wenn sie sagt: "Es gibt keine perfekte Welt." Action (Spezialeffekte, Kampfszenen, ein farbiger "Kojak") und das klassische Hollywood- Dram (Konflikte, Dialoge und rote Lippen) halten sich gerade so die Waage, und Gretchen Mol ist mit Birko auf dem Sperrsitz der absolute Hit in Sachen Liebesfilm. Nachdem der Cent (die 3 Welten "Gegenwart", 1937 und die d r i t t e Welt in 2024) gefallen war, hatte ich keine Schwierigkeiten, das gar nicht so verschlungene Spiel aus Haupt- und Nebenhandlung von hinten nach vorne auf- und wieder abzurollen.

****SPOILERWARNUNG**** 1. Akt: Die Computerspezialisten Hannon Fuller und Douglas Hall arbeiten fieberhaft an einer Simulation. Fuller testet seine neue Erfindung aus und unternimmt gleich mehrere Zeitreisen ins Los Angeles der 30ziger Jahre. Als er ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Douglas. Douglas hat einen Filmriss. Was ist geschehen? Eine gewisse Jane (Gretchen Mol), die vorgibt, Fullers Tochter zu sein, behauptet, sie sei aus Europa hergereist, um ihrem am Telefon sehr gestresst wirkenden Vater zu helfen, die Arbeit an der Simulation einzustellen. Douglas glaubt ihr nicht. Er ruft die Daten aus der Simulation ab, loggt sich in den Kassenwart John Furgeson ein und macht sich auf den Weg zu Fuller's "Doppelgänger" in 1937, den Antiquitätenhändler Grierson (Armin Mueller- Stahl).

****SPOILERWARNUNG**** 2. Akt: In Furgeson eingeloggt, versucht Douglas (Craig Birko) herauszufinden, was Fuller in Griersons Haut gemacht hat. Da er die Daten aus der Simulation abgerufen hat, weiß er, wo und mit wem Fuller in 1937 interagiert hat. Er hofft, der Antiquitätenhändler werde sich an alles erinnern. Douglas findet schnell heraus, dass Fuller in ein und derselben Bar regelmäßig Sex mit Mädchen hatte, was dem Antiquitätenhändler einige Kopfschmerzen verursacht, ist er sich doch sicher, seine Frau in den 35 Jahren seiner Ehe kein einziges Mal betrogen zu haben. Kaum zurückgekehrt in die Gegenwart, überschlagen sich die Ereignisse. Douglas verbringt eine Nacht mit Jane Fuller, wird verhaftet und kommt mit Hilfe eines falschen Alibis wieder auf freiem Fuß. Er loggt sich ein weiteres Mal in die Simulation ein. Diesmal erinnert sich Grierson an die Mädchen und an den Brief, den er beim Barkeeper für ihn hinterlegt hat. Als Douglas ihn herausverlangt, spielt Barkeeper Ashton mit dem Inhalt verrückt und es kommt zum offenen Schlagabtausch.

****SPOILERWARNUNG**** 3. Akt: Detective Larry McBain klärt Douglas darüber auf, das Jane gelogen hat. Sie ist unbekannt in Europa und muss unter einem anderen Namen irgendwo in Los Angeles leben. Douglas spürt Jane's "Doppelgängerin" auf. Sie sitzt in einem Discounter an der Kasse, heißt Natascha Molinaro (Gretchen Mol in einer Doppelrolle) und erkennt ihn nicht wieder. Douglas sieht mit der Information aus Fuller's Brief auf einer alten Industriebrache am Rand von L.A. die Umrisse einer Anlage entstehen, die ihn abholen wird in die Zukunft. Nachdem sich Jane aus 2024 in Natascha Molinaro eingeloggt hat, folgt ein klärendes Gespräch. Douglas erfährt die Ursache für seinen Filmriss. Jane's Mann David war es, der sich aus 2024 in ihn eingeloggt und Fuller getötet hatte. Als David sich plötzlich ein weiteres Mal in Douglas einloggt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit....
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am 14. Juli 2015
" Man sagt Unwissenheit sei ein Segen. Zum ersten Mal in meinen Leben stimme ich zu".

Der greise weißhaarige Hannon Fuller (Armin Füller Stahl) schreibt diese letzten Worte in einen Abschiedsbrief.
Er wird durch die Flügeltüren seines altmodischen Hotels gehen, auf die Straße hinausblicken in die geschäftige Welt des Los Angeles des Jahres 1937 und diesen Brief an der Rezeption für seinen Freund Douglas Hall hinterlegen.
Douglas Hall, von dem ihn im Moment Welten und Jahrzehnte trennen. Wird diesen die Botschaft erreichen ?
Denn die Zeit vertickt. Hannon Fuller befindet sich in tödlicher Gefahr. Eine schockierende Entdeckung , eine schlagartige Erkenntnis über seine Existenz und die Existenz des Lebens an sich macht ihn zu einem unbequemen MItwisser.
Einem unfreiwilligen Zeugen, der sehr bald von höheren Instanzen aus dem Weg geräumt werden muss.
In einem feuchten Hinterhof hinter einer Bar fallen Schüsse. Tödlich verletzt bricht Fuller zusammen. Doch die ihn umgebende Kulisse hat sich verändert. Wir schreiben das Jahr 1999 in einer Zeit da Cyber-Realität und gefühlte Wirklichkeit sich in einer undurchdringlichen Melange vereinigen.
"Ich denke also bin ich"
Doch die philosophische Frage , um Sein und Illusion wird hier in dem spektakulären ScFi Thriller "13th Floor" immer wieder aufs neue durchbrochen. Das Spiel um die Realitäten in einer Welt, die so indifferent mehr und mehr im virtuellen Kosmos stattfinden, ist hier brillant von dem deutschen Regisseur Josef Rusnak inszeniert.
"13th Floor " ist die zweite Verfilmung nach einem Cyber- Roman von Daniel Galouye ("Simulation 3") und sollte keinesfalls mit der ersten zweiteiligen Fassbinder Version "Welt am Draht" verglichen werden.
Wie immer bei Filmwerken gilt es unbedarft, und unvoreingenommen jede Adaption einzeln zu betrachten und so führt ein direkter Vergleich mit dem komplexeren, aber auch viel steiferen siebziger Jahre Autorenfilm zwangsläufig in die Sackgasse.
Für sich genommen ist "13th Floor" ein unvergleichlich betörender filmischer Meilenstein, der nur das Pech hatte zur selben Zeit ,wie der Überflieger "Matrix" in die Lichtspielhäuser zu kommen, und in Konkurrenz zu diesem Mainstream -Blockbuster ähnlich wie der thematisch verwandte Cronenberg Streifen "Existence" gnadenlos an den Kinokassen unterging.
Wie traurig ist diese Tatsache. " 13th Floor" gefällt mir persönlich fast besser als "Matrix" wird doch auf das ganze Action, Kung Fu und Special Effekts- Gedöns weitgehend verzichtet zugunsten einer eleganten, philosophischen und wunderbar verklausulierten Atmosphäre und Handlung ,die von der ersten Minute an den Zuschauer in ein meisterhaftes Verwirrspiel zieht.
Ohne jedoch, dass dieser fürchten muss bei normalem Aufmerksamkeitsgrad je den Handlungsfaden zu verlieren.
Ein komplexes, hochintelligentes und überwältigendes Spiel mit den Realitäten, das immanent an die russischen Pupen erinnert, die immer wieder eine in die andere gesteckt werden, ohne das freilich die eine weiß, dass sie Erzeugnis einer Größeren, und in ihr selbst womöglich eine wiederum kleinere Artverwandte versteckt ist.
Was ist Realität, was ist Raum in einem Raum, Simulation in einer Simulation, Spiegel in einem Spiegel und was geschieht, wenn die Charaktere in Computerspielen irgendwann einmal so komplex und dreidimensional arrangiert sind, ausgestattet mit Emotionen, Empathien und Antipathien und einer fiktiven Lebensbiographie , dass diese Cybermenschen ebenfalls auf die Idee kommen in ihrer Welt ein Computerspiel zu entwerfen mit neuen Spielfiguren auf der Metaebene.
Eine irre Vorstellung, und erinnernd an den Blick in die zwei gegenüberliegenden Spiegelflächen, in denen sich unsere Physiognomie bis in die Unendlichkeit vervielfältigt.
In welcher hundertsten, tausendsten Reflektion des Abbildes befindet sich dann noch die Realität, wenn Spiegelbild und Wirklichkeit sich im realen Empfinden bis aufs Haar gleichen ?
Eine klaustrophobische beängstigende, paranoide Frage, die an dem eigenen Wirklichkeitsempfinden zweifeln lässt.
Wird es möglich sein , das wir alle irgendwann nicht mehr wissen ,ob wir Spieler einer gigantischen überlebensgroßen Videosimulation sind oder Spielfigur.
Der Wissenschaftler Hannon Fuller (unvergleichlich charismatisch wie stets, Armin Müller Stahl) ist so ein Computergenie , für den die neu entstehenden virtuellen Welten des angehenden Jahrtausends endlich ein Mittel sind, Schöpfer zu sein, Gott zu spielen.
Fuller hat im 12. Stock seines Wissenschaftszentrums ein geheimes Forschungsprojekt installiert, eine Computer Animation, die den Usern die Möglichkeit gibt mit allen sinnlichen Empfindungen täuschend echt aus dem Jahr 1999 ins Los Angeles des Jahres 1937 zu reisen. Für jeden der an diesem Projekt beteiligt ist, wurde in der Simulation ein eigener Charakter geschaffen, in den der "Zeitreisendende " sich quasi downloaden kann. Als eigener Avatar kann man vollkommen frei in dieser Welt agieren, fühlen, ....auch sterben ?
Fuller unternimmt des öfteren derartige Cyper Trips. Mit ihm erleben wir das aufregende Panorama der dreißiger Jahre in allen Facetten.
Aufgrund des ominösen Briefes den er an der Hotelbar gerade vor fünf Minuten aber zeitlich gesehen vor mehr als sechzig Jahren schrieb und seinem gefährlichen Inhalt wird jedoch Fuller in der realen Jetzt- Welt ermordet. In seiner virtuellen Nostalgiewelt lebt sein Avatar aber weiter.
Sein Freund und Kollege Douglas Hall bleibt nur eins übrig, um das Geheimnis des Briefes zu erfahren.
Er muss selbst per Computer in die Scheinwelt der dreißiger Jahre reisen , muss den in der Realität schon ermordeten Fuller treffen.
Mehr und mehr Indizien weisen darauf hin, dass jedoch die Cyber-Charaktere wohl zunehmend ihr nur virtuelles Dasein durchschauen und nun verzweifelt den Ausgang aus dem Scheinlabyrinth ihres Lebens suchen.
Könnte Douglas Hall ohne es zu wissen selbst der Mörder sein ?
Wer ist hier noch Puppenspieler und wer hängt als Marionette an unsichtbaren Fäden ?
Eine geniale Story, die sowohl prophetisch unheimlich, wie gleichzeitig unfassbare surreale Spanungsmomente bietet.
Dabei weist der Film eine herrlich klassische, stilvolle Erzählatmosphäre auf, spielt betörend mit vielen Neo- Noir Elementen, besonders natürlich ,wenn wir uns in dem stets Sepia eingefärbten Kosmos der dreißiger Jahre befinden und hat eine unglaublich originelle Faszination wenn sich hier Charaktere in Deja -Vus begegnen, wenn die Realität und die Traumstruktur mehr und mehr sich strudelartig vermischt.
Josef Rusnak inszeniert dabei so dicht und faszinierend, als säße hier ein alter Hase auf dem Regiestuhl.
Charakteristika des typischen amerikanischen Noir Films der vierziger Jahre. Die verlorenen einsamen Anti-Helden, die laszive Femme fatale, die gebrochenen Biographien, all dies findet sich in dieser Scheinwelt wieder.
Welche verhängnisvollen Fehler haben sich in die Simulation eingeschlichen ?
Die geheimnisvolle Jane Fuller, die Tochter des ermordeten Wissenschaftlers, der Douglas Hall sowohl in der Jetzt Zeit, wie auch in der Dreißiger Jahre Simulation begegnet, könnte die Lösung des Rätsels in Händen halten.
Aber was, wenn Fuller gar keine Tochter hatte ?
"Es ist unglaublich. Der Ort wo ich jetzt bin , könnte man als Ende der Welt bezeichnen".

"13th Floor" überrascht in jeder Storywendung, ist bemerkenswert eindringlich gespielt, ist unglaublich vielschichtig in seinen philosophischen oft unbequemen Fragestellungen über Dekonstruierungen von Leben und Wirklichkeit , brisant und bedrohlich in seiner komplexen Zukunftsvision.
Gleichzeitig ist das Dekor, die Beleuchtung, die hypnotische Musik und der sehr sorgfältige niemals überfrachtete Einsatz von Spezial Effekten hoch zu loben.
Hier wird viel ambivalenter, pointierter, nachhaltiger und "erwachsener" inszeniert , als bei dem actionbetonten "Matrix", bei dem sich eine Verfolgungsjagd an die nächste reiht. Somit dürfte gerade die Fokussierung auf die philosophischen Aspekte, auf Persönlichkeitsspaltungen und eine ruhige , dafür aber umso berauschendere klassische Krimihandlung eher die Fans ansprechen, die mit Science Fiction nicht automatisch Monster, Raumschiffe und Wumm- Effekte verbinden.
"13th Floor" endet natürlich mit einer finalen Überraschung, die sprachlos macht in ihrer Doppeldeutigkeit, noch viel Diskussionsstoff bietet, und in ihrer vielschichtigen unheilschwangeren Wucht und melancholischen Schönheit den Boden unter den Füssen wegzieht.
Ein wenig "Truman Show" ,etwas David Lynch dürfte da auch noch Pate gestanden haben.
Am wenigsten passend erscheint da der Name Roland Emmerich auf dem Cover. Der deutsche Master of Destruction , der uns mit "Independence Day" einen der wohl dümmsten SF -Gurken aller Zeiten bescherte, hat aber insofern hier eine mentale Sternstunde gehabt, als er das Potential des Films erkannte und als namhafter Produzent die finanziellen Mittel für Regisseur Josef Rusnak ermöglichen konnte.
So kann auch von der aufwendigen detailreichen Ästhetik her der Film mühelos mit Hollywood in einer Liga spielen, und bringt dazu noch die nötige Portion Eigenständigkeit und Vielschichtigkeit mit.
Ein seltener Glücksfall im Science Fiction Genre also und ein Geheimtipp, der noch lange nach dem Abspann stumm und beglückt Gedanken und Gefühle bewegt.
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am 7. August 2002
Bekanntermaßen lehnt sich die Story von "The 13th Floor" an den Roman "Welt am Draht" (Simulacron-3) von Daniel F. Galouye an, dessen Plot 1973 von Fassbinder in seinem gleichnamigen Fernsehspiel adaptiert wurde. Und doch ist es den Verantwortlichen um Roland Emmerich gelungen, mit modernsten Mitteln einen eigenständigen Film und kein langweiliges Remake zu entwickeln.

"The 13th Floor" wollte nie der x-te "Matrix"-Clone sein und den Zuschauer in ein Feuerwerk aus Special Effects einlullen und damit vom Nachdenken abhalten. Und so ist der Film des ehemaligen Münchner Filmhochschülers Josef Rusnak kein typisches zeitgenössisches SF-Filmspektakel, sondern ein in großen Teilen überaus spannender Thriller, der in der nahen Zukunft spielt und mit schönen Bildern aufwartet.

Schade nur, dass das Werk am Ende einer Reihe von Cyber-Filmen (neben "Matrix" auch "Dark City" oder "eXistenZ") stand und der Zuschauer daher das Gefühl hatte, dies alles so oder so ähnlich schon mal präsentiert bekommen zu haben.

Auch weist die Handlung gelegentlich Längen auf und ist gegen Ende leider sehr vorhersehbar. Darüber hinaus bleiben die beiden Hauptdarsteller Gretchen Mol und Craig Bierko merkwürdig blutleer - nett anzusehen, aber mit wenig Charisma. Einzig Armin Müller-Stahl vermag dem Ganzen mehr Seele einzuhauchen. Doch unterm Strich ist Vincent D'Onofrio für mich die Überraschung des Films - sprengt er doch mit seinem facettenreichen, manchmal fast schon zu extrovertiertem Spiel die arg schaumgebremste Atmosphäre, in der die Akteure sich bewegen.

Trotz aller Kritik gibt's von mir 4 Sterne für den Film, weil unterm Strich eine gute Story spannend und ohne Effekthascherei umgesetzt wurde.
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am 9. Dezember 2006
The 13th Floor wurde als "Welt am Draht" schonmal von Fassbinder verfilmt. Letzteres empfand ich als noch etwas intensiver. (Leider habe ich es ewig nicht gesehen und finde auch keine Bezugsquelle. Da mag die Erinnerung auch schön färben.)
Die Ähnlichkeit mit "Matrix" ist nur sehr weitläufig und basiert nur darauf, dass es um die Computersimulation einer vermeintlich realen Welt geht. Mehr aber auch nicht.

13th Floor ist in jedem Fall sehenswert, spannend gedreht und mit vielen überraschenden Wendungen versehen. Zum Schluss kommt sogar Action auf.

Wer nicht auf Spezialeffekte nach Matrix-Art fixiert ist, für den ist dieser Film der richtige.
Ich warte jetzt, ob "Welt am Draht" irgendwann neu aufgelegt wird, um meine Erinnerung zu überprüfen. 13th Floor ist zumindest eine sehenswerte Alternative. 4.5 Punkte aufgerundet auf 5...
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