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Im Nebenjob als Sänger bleibt Brönner hingegen auch diesmal umstritten. Er ist -- vokaltechnisch gesehen -- nicht gerade ein begnadetes Talent, wie sein großes Vorbild Chet Baker versteht er es aber, der eher dünnen Stimme ein ums andere Mal zauberhafte, empfindsame Klänge zu entlocken. Wenn er im Eröffnungstitel "Your Way To Say Goodbye" mit fragilem Gesang von einer missglückten Affäre berichtet, nimmt man ihm jedes Wort ab. Für den Song "High Falls" schlüpft er überzeugend in die Rolle des Crooners, wie sie auch ein Michael Franks an der US-Westküste nicht besser hätte verkörpern können. Bei "After Hours" fängt er die Stimmung der Zeit nach Mitternacht nachvollziehbar ein. Und in "Wishing Well" entwirft er ein romantisches Klangambiente, das hervorragend für verschmuste Stunden vorm offenen Kamin oder das Candlelight-Dinner in trauter Zweisamkeit geeignet ist. Was wieder einmal zeigt, dass man auch mit wenigen Mitteln ein wunderbares Stück Musik erschaffen kann.
Für die Arbeiten an That Summer nahm der Allroundkünstler übrigens eine Auszeit vom Alltag des schnelllebigen Musikgeschäfts. Er begab sich für mehrere Monate in einer kanadischen Blockhütte in Klausur und kam mit einem stimmungsvollen Smoothjazz-Werk zurück, das jederzeit internationalen Ansprüchen genügt. Wer auf die coole, brasilianisch eingefärbte Tradition von Stan Getz, Charlie Byrd etc. steht, wird an dieser Scheibe viel Freude haben. --Harald Kepler
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Es wird ein schöner Sommer ...,
Rezension bezieht sich auf: That Summer (Audio CD)
Mit seiner aktuellen CD zeigt uns Till Brönner wieder eine neue Facette seines musikalischen Schaffens. Smooth Jazz in Vollendung. Deutlich erkennt man auf der neuen CD einen seiner Lieblingskünstler Michael Franks, welcher selbst ein Meister dieser Musikgattung ist und als Komponist und unvergleichlicher Lyriker seit Jahrzehnten im Geschäft ist. Dies kommt nun auch mit Till Brönner aus Deutschland auf dem renoviertem Verve-Label auf den Markt und braucht sich im internationalen Easy-Listening-Geschaft vor den großen Produktionen nicht zu verstecken. Ganz im Gegenteil, wunderschöne Trompetensoli wechseln mit entspanntem Gesang ab und alles ist - wie bei Till Brönner gewohnt - auf höchstem Niveau. Ich hatte das Glück, ihn mit der neuen CD im Programm bereits im März live zu sehen und seitdem warte ich auf diese CD um die Musik immer bei mir zu haben. Anspieltipp: alles !! Es wird ein schöner Sommer mit Till Brönner im Gepäck ... kaufen !!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
wo ist der Brönner Sound,
Von
Rezension bezieht sich auf: That Summer (Audio CD)
Es gibt wohl im Leben vieler Instrumental-Musiker der Wendepunkt, an dem sie nicht nur duch ihr Instrument sondern auch ihre Stimme auf CDs vertreten sein wollen. Bei Brönners GEsang ist das so eine Sache, zumal seine Stimme weder besonders ausdrucksstarken Eigencharakter hat noch aus der Masse der Sänger heraussticht. Der "Brönner Sound" den er durch "Blue Eyed Soul" geprägt und für den er bekannt wurde, ist auf diesem Album kaum zu finden. Mir gefällt es nicht, weil es nichts außergewöhnliches ist. Wer Brönner mag, dem wird die CD sowieso gefallen, für alle, die einen "Einstiegbrönner" suchen empfehle ich "Blue Eyed Soul"
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
That Summer 2004 - ein Rück-Blick auf Brönners handgemachte Blockhüttenmusik,
Von
Rezension bezieht sich auf: That Summer (Audio CD)
.Die CD steht schon lange bei mir im Regal und als ich diese CD kaufte, hatte ich eigentlich keinerlei besondere Erwartungen an Brönner. Im Nachgang verbindet sich damit die erste Livekonzertansicht Brönners für mich. Diese sei "zerfasert" gewesen, war damals in einer hiesigen Zeitung zu lesen. Lag das an Brönners Musik oder dem etwas vergeigten Drumherum? Als zerfasert kann indessen ganz sicher nicht gelten, wenn ein Musiker sich die Freiheit nimmt und sich selbst oder Musik ausprobiert - egal, ob unter künstlerischen und/oder kommerziellen Aspekten; wem bitte, nützt schließlich schon ewiges Einerlei nebst brotloser Kunst? Das Schöne vorallem am Jazz ist doch, dass er so unglaublich viele Nuancen und Ableitungen bietet, dass sich diese Musik formen lässt, fließende Übergänge und Verflechtungen schafft wie kaum eine andere, ja, auch im Meanstreaming - na und? Dieses ständige Nasegerümpfe hierüber nervt mich und was die in diesem Zusammenhang immer wieder und überall zitierte Fahrstuhlmusik anbelangt, wäre ich froh, überhaupt einen Fahrstuhl (geschweige denn eine beliebige Verkaufseinrichtung) anzutreffen, der (die) mich wenigstens für ein paar Sekunden mit entspannender Musik ohne dröhnendes Bassbumping in andere Gefilde versetzen würde. Wer Jazz nicht unbedingt mag, ihn aber mal poplightig bis latin angehaucht versuchen will, etwas unaufdringliche Untermalung beim Herumhängen mit und ohne Nachdenken vor der eigenen Blockhütte gebrauchen kann, ist mit diesem Brönner durchaus gut bedient. "Mitsummern", nenne ich das mal, denn gerade weil die Klänge vertraut und vorhersehbar erscheinen, eigenen sie sich bestens für eigene zwanglose Mittöne zu Brönners ungeformt alltäglichem Timbre, das nach meinem Empfinden genau hierher passt. Auf hochgradige Stilistik und exzellente Stimmakrobatik kommt es dabei nicht an - ich unterstelle einmal, dass das Brönners Anspruch sowieso nicht war (und sein konnte). Der Rest ist wie immer Geschmacks- und Empfindungssache. Ich mag es. Das haben anscheinend viele gedacht, denn vor diesem Hintergrund erscheint es rückblickend nicht erstaunlich, dass dieses Album nach Erscheinen trotz gemischer Gefühle vordere Chartplätze belegte. Falls sich heute noch zufällig ein "hardcore" Jazzer oder jemand mit Anschlussvorstellungen an vorhergehende Brönnereien an diesem Album "vergreifen" sollte, ist dem allerdings eine Enttäuschung sicher. Wer sich für diese CD erwärmen kann und eine Verbindung zum "alten" Brönner sucht, sollte sich außerdem die DVD "A Night in Berlin" (2005) leisten - mit einem neben Brönner von tollen Musikern dargebotenen Mix aus den Alben "Blue Eyed Soul" und "That Summer" in glatt inszenierter Studiowerkatmosphäre und in formidabler Aufnahmequalität, ergänzt mit einigen Specials (A Day in Berlin = Brönner Statement; Fotos vom erstklassigen Jim Rakete). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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