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Thanks I'll Eat It Here

Lowell George, Lowell George Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (30. April 1992)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Wb (Warner)
  • ASIN: B000002KIP
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 25.445 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. What Do You Want The Girl To Do
2. Honest Man
3. Two Trains
4. I Can't Stand The Rain
5. Cheek To Cheek
6. Easy Money
7. 20 Million Things
8. Find A River
9. Himmler's Ring
10. Heartache

Produktbeschreibungen

Rezension

Im Frühjahr 1979, wenige Monate vor seinem unerwarteten Tod, veröf- fentlichte Lowell George sein erstes und einziges Soloalbum. Berühmt geworden als Gründungsmitglied und brillantester Songschreiber von Little Feat, stellte George auf dieser Platte ein höchst eklektisches Menü von Songs vor. Jimmy Webbs skurriles "Himmler's Ring", die Mariachi-Klänge von "Cheek To Cheek" oder Ann Peebles' "Can't Stand The Rain" sprengten klar Little Feats stilistischen Rahmen. Seine Interpretation von Rickie Lee Jones' "Easy Money" oder dem selbstgeschriebenen "20 Million Things To Do" machen schmerzhaft bewußt, daß die Rockmusik mit Lowell George ein großes Talent verloren hat.

© Stereoplay -- Stereoplay

Produktbeschreibungen

CD

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Kundenrezensionen

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Admiral verlässt sein Schiff 10. Oktober 2006
Von grisu-zu TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Gleich eines vorneweg: Wer in George's Soloprojekt eine komprimierte oder gar weiterentwickelte Songstrategie Little Feat's vermutet, liegt völlig daneben. Fakt ist einfach, dass Lowell George's musikalischer Horizont und seine Fachkenntnis weit über den vertrackt-rhythmischen Tellerrand Little Feats hinausreichte. Dass zeigte sich nicht nur in seinen vielen musikalischen Nebenprojekten, die er als Produzent (z.B. bei Grateful Deads 'Shakedown Street') oder Gastmusiker (z.B. bei Robert Palmer, Linda Ronstadt, Bonnie Raitt oder Jackson Brown) unter seine Fittiche nahm. Er war nicht nur ein brillianter Songschreiber, sondern (übrigens bis heute, wie ich finde) DER Slidegitarrist schlechthin!
Was hinter den glänzenden Augen, dem Fünf-Tage-Bart und dem verschmitzten Lächeln für musikalisches Potential steckte, glaubten damals (in Richtung Little Feat schielend) viele schon vorneweg zu wissen. -Dass waren dann ausnahmslos die Leute, die Lowell George's Solo-Projekt enttäuschend fanden. Davon gab es damals, ich hab' da noch einige schlaumeierische Kritiken im Ohr, eine ganze Menge. -Nein, es waren ganz andere Sachen, die in George's Kopf herumspukten.
Im Prinzip wollte er zwei Dinge: Die Loslösung von Little Feat zum Einen und einfach die Musik machen, die ihm wichtig war, zum Anderen. Natürlich lag ihm musikalisch auch seine (ihm eigene) 'Cartoon-Vision' eines liebenswerten, flippigen Amerikas am Herzen; die er in seinen Songs (man denke nur mal an 'Dixie Chicken') durch und durch verkörperte.
Wie weit (und doch so nah) die Welten des Admirals und seiner (ex) Band auseinander geraten waren zeigt dieses Album ziemlich deutlich auf.
'Thank's I'll eat it here' wurde ein Potpourri aus vielen musikalischen Einflüssen und Stilrichtungen, aus genialem Songwriting, aufwändigen Arrangements und aus herrlich adaptierten Coverversionen. Dass liest sich nach einem kunterbunten-orientierungslosen Mix verschiedener Musikstile, ist es aber nicht! -Ich denke, dass es die Kunst dieses Albums (und seines Kopfes) ist, all die oben beschriebenen Elemente zu einer Melange aus einem Guß, zu verschmelzen.
So treffen auf dieser CD soulig-stampfende Rocksongs ('What do you want the girl to do'), funkig-rhythmische Titel ('Honest Man', 'Can't stand the rain'), Mariachi-Klänge und Tex-Mex-Flair ('Cheek to cheek') mit eigeninterpretierten (frisierten!) Little Feat-Takes ('Two Trains') zusammen und ergänzen sich prächtigst!
Dazu gibt der Admiral drei wunderschöne, fast zerbrechlich wirkende Songperlen zum besten, die einem die Augen feucht werden lassen. 'Find a river', 'Heartache' und '20 Millions things to do' sind wunderschöne Takes die nicht nur unter die Haut gehen, sondern auch zum Nachdenken anregen. Man glaubt Lowell George wortwörtlich, dass er noch 20 Millionen Dinge machen wollte. -Und spürt doch auch die Überforderung, die für ihn darin lag...
Auch kann man George, der seine Gesundheit vielleicht gerade aus diesem Grund heraus ruinierte, vieles vorwerfen (der Seitenhieb geht an einige der damaligen Kritiker), aber weder hat er jemals verlogene, kommerzorientierte Musik gemacht, noch Little Feat in irgendeiner Form verraten. Er war nach vielen Jahren einfach soweit, seinen eigenen Weg gehen zu müssen. Diese Entscheidung war sicherlich nicht leicht. -Was dabei herausgekommen wäre, ist er uns, durch seinen frühen Tod schuldig geblieben. Ich glaube aber, dass da noch einige Überraschungen auf uns und auch auf Little Feat (die er ganz sicher nicht links liegen gelassen hätte!) zugekommen wären.
So blieb es leider bei nur dieser einen Solo-Scheibe des großen Admirals Lowell George.
Wer sich auf 'Thank's I'll eat it here' einlässt, findet darin einen ganz fantastischen, musikalischen Geniestreich eines der größten Musiker, die Amerika hervorbrachte. -Ein Hörfest für Hörer mit offen Ohren und offenem Herzen!
R.I.P
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein höllengeiles werk 8. März 2004
Format:Audio CD
woo woo. ein grossartiges stück musik. hört euch 20 million things, himmler`s ring,find a river an!! so schade dass lowell george sich mit koks und kognac ins nirvana geschossen hat. ein pflichtwerk jedes musikfans. wie sagte miles: there is only good music or bad music, never mind the style. wie wahr.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielfältiger als die ,kleine Heldentat`* 3. November 2011
Von V-Lee TOP 500 REZENSENT
Format:Audio CD
Lowell George mag kleine Füsse gehabt haben (daher der Bandname, bei dem als hommage an die Beatles das zweite e durch ein a ersetzt wurde; *wäre die wörtliche Übersetzung), musikalisch war er aber ein ganz großer. Das merkt man vor allem an dieser - seiner einzigen und knapp vor seinem Tod erschienen - Soloplatte. Dass ihm selbst das stilistisch ohnehin recht weitgeschnürte Korsett seiner Band zu eng war, belegt welch` kompletter Musiker er war und ,Thanks I'll Eat It Here` ist gewissermassen so etwas wie sein musikalisches Testament.

Wieviele Einflüsse er in dieser Platte verarbeitete, merkt man schon anhand des Covers von Neon Park, dass eine Hommage an Manet's ,Frühstück im Grünen` ist, auf dem die 3 Personen des Originals gegen Bob Dylan, Marlene Dietrich und Fidel Castro ausgetauscht wurden.

Seite 1 der LP beginnt mit einer, für George rhythmisch ungewöhnlich geradlinigen Allen Toussaint Komposition, die fast poppig daherkommt, aber durch die Bläsersätze dann doch auch wieder groovt. Auf ,Honest Man` wird dann hemmungslos dem lasziven Sou-Funk gefröhnt, wie auch auf ,Two Trains'mit seinem vertrackten Rhythmus und gerade bei diesen tracks hat man den Eindruck, als ob George Sie sich noch aus Little Feat Zeiten für seine Solo-LP aufgespart hätte.

Ab nach Mexiko geht's mit dem Mariachi-artigen ,Cheek To Cheek` und ganz großartig ist dann seine Version von Ann Peebles` ,I Can't Stand The Rain` (an Fr. Turner - so geht das!), die wohl die beste bis jetzt veröffentlichte dieses Klassikers - southernmäßig, nicht zu schnell und unheimlich druckvoll. George's Arrangements auf der ganzen Scheibe sind sowieso vom Allerfeinsten und mit den Kapazundern die er hier als Musiker zur Verfügung hatte(J.D. Souther, einige Toto Mitglieder, Nicky Hopkins, Jim Keltner, etc, etc.) stehen die handwerklichen Fähigkeiten sowieso nicht zur Diskussion.

Rickie Lee Jones` ,Easy Money` wird zum New Orleans Blues im Stile von Toussaint und die zwei Country-Folk Balladen ,Twenty Million Things` und ,Find A River` passen auch in das bunte Gemälde, das George mit dieser Platte malte.

Füller gibt's auf diesem Album sowieso nicht, aber das musikalisch in den 30er Jahren (Hallo Marlene!) angesiedelte ,Himmler's Ring` sei noch explizit erwähnt, denn das ist ein Beweis für die musikalische Bandbreite und den Humor dieses Mannes und möglicherweise ja auch eine Referenz an seine Zeit bei den MOI (er spielte damals u.a, auf ,Weasels Ripped My Flesh`).

Schade, dass George sich so früh aus dem Leben geschossen hat, denn nach dem Anhören dieser Platte wünscht man sich einfach viel mehr davon, weil ,Rock'n'Roll`, Country und Rockabilly hier noch nicht drauf sind, aber super ins Bild gepasst hätten.
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